kunstverein
göttingen

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Gansterer McLardy
Paucar Stillwell

23.03. – 04.05. 2014

movement matters

Nikolaus Gansterer
Laura McLardy
Antonio Paucar
Madeline Stillwell

Kuratiert von
Kordula Fritze-Srbic

Besteht Kunst aus dem Objekt oder dem Prozess? Ist sie »Material« oder eine »Spur«? Die Ausstellung movement matters untersucht den Zusammenhang und die Divergenz zwischen dem Prozess der Entstehung und ihrer Manifestation und zeigt Arbeiten, deren Entwicklungsprozess ein immanenter Bestandteil des Werkes ist. In einer Zeit, in der die vergängliche Kunst, die Performance, vermehrt in Ausstellungsräumen präsent ist, hinterfragt movement matters, wie zeitgebundene performative Elemente in Materie umgewandelt werden.

Die eingeladenen Künstler sind sowohl in der bildenden Kunst als auch im Bereich der Performance tätig. Ihr Genre oszilliert zwischen dem Immateriellen und der »langlebigen« Kunst, wobei die eine Praxis in die andere übergeht. In dieser Gruppenausstellung stehen formale Muster und Objekte losgelöst von dem ehemals Stattgefundenen im Raum; gleichzeitig verweisen die Formen, hinterlassenen Spuren und Konzepte auf deren Entstehung und stellen eine direkte Verbindung zwischen dem Besucher und dem Schaffenden her.

Der Fokus dieser Gruppenausstellung im Kunstverein Göttingen – kuratiert von Kordula Fritze-Srbic – liegt auf Werken und Herangehensweisen einer jüngeren Künstlergeneration. Im Rahmen der Eröffnung findet ein Künstlergespräch mit der Kuratorin und den beiden Künstlern Nikolaus Gansterer und Madeline Stillwell statt.

Nikolaus Gansterer
»Third Hand« von Nikolaus Gansterer (geboren 1974 in Klosterneuburg, Österreich, lebt und arbeitet in Wien) setzt sich mit der Neu-Interpretation und Übersetzung (Zeichnung / Videoarbeit / Rauminstallation) des Schlüsselwerks »Cheap Imitation / Second Hand« von John Cage und Merce Cunningham in Zusammenarbeit mit der Musikerin Annelie Gahl (Violine) auseinander.

Antonio Paucar
Die Verwendung des Körpers als künstlerisches Medium untersucht Antonio Paucar (geboren 1973 in Huancayo, Peru, lebt und arbeitet in Berlin und Peru). Seine eigens angefertigten Kreisel schrieben in »Choreography of the Dancers« aquarellierte grafische Linien in das Papier ein. In der Videoinstallation »La Shushupe« gleitet wie von Geisterhand eine Linie über Wände.

Madeline Stillwell
Madeline Stillwells (geboren 1978 in Minneapolis, USA, lebt und arbeitet in Berlin) Arbeiten haben ihren Ausgangspunkt in der körperlichen Geste. Für die Ausstellung entstehen raumgreifende Skulpturen aus sperrigen Materialien. Die körperliche Interaktion schreibt sich in das Material ein und lässt auf der Oberfläche Spuren als negativen Raum zurück.

Laura McLardy

Dem »Schreiben von Tanz«, der Choreografie, widmet sich Laura McLardy (geboren 1984 in London, lebt und arbeitet in Berlin). Sie fordert den Zuschauer dazu auf, abstrahierte Bewegungsabläufe nachzuvollziehen und so die transformierte Bewegung wieder neu entstehen zu lassen.