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göttingen

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Kirstine
Roepstorff

07.09. – 26.10. 2014

When You Light a Lantern in the Summer Night Many Strange Things Come Flying

Kuratiert von Kordula Fritze-Srbic

In ihrem zentralen Medium, der Collage, rekontextualisiert die dänische Künstlerin Kirstine Roepstorff aus gefundenen und neuen Materialien in einem Prozess des Kopierens, Ausschneidens und Arrangierens überraschend neue Bildwelten. Das scheinbar Formlose findet eine Form, Zeit und Raum werden neu interpretiert. Die Technik des Neu-Sortierens, oder wie die Künstlerin es nennt, des „reappropriating“, ermöglicht es ihr, selbst dem nicht Präsenten, dem Negativen, Raum zu geben. Kirstine Roepstorff wird im Kunstverein Göttingen eine persönliche Auswahl ihres bisherigen Oeuvres präsentieren. Die Ausstellung vereint erstmals Werke aus ihrer privaten Sammlung, die sie nicht für den Verkauf zur Verfügung stellt. Die Arbeiten dieser Kollektion repräsentieren unterschiedliche Schaffensperioden und werden von der Künstlerin wegen ihrer hohen inhaltlichen und technischen Umsetzung als Marksteine ihres Schaffens angesehen.

Die zentrale Eingangshalle wird mit asiatisch inspirierten Laternen bespielt, die den Raum in ein Spiel von Licht und Schatten hüllen. Die Lichtinstallation verweist auf den Titel „When You Light A Lantern In The Summer Night Many Strange Things Come Flying“ der das fundamentale Interesse der Künstlerin, die Balance zwischen Licht und Schatten, dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren auszuloten, widerspiegelt: ein Thema, das sich durch die Werke Roepstorffs zieht. Die Ausstellung webt ein Netz von älteren und neuen Arbeiten von Collagen und Skulpturen, die Arbeiten der privaten Sammlung werden von anderen Werken begleitet und mit ihnen konfrontiert.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wird ein Künstlerbuch von Kirstine Roepstorff präsentiert. Das Buch folgt dem Konzept der Ausstellung und präsentiert die für die Ausstellung gewählten Werke der persönlichen Kollektion. Das Buch beinhaltet 9 Hefte, die je eines der Werke aufbereiten. Dabei verwendet Roepstorff ihre entwickelte Technik des „reappropriating“ und verbindet gefundene Materialien, Collagen und Text um eine persönliche Interpretation des Werkes darzustellen und gewährt damit einen tiefen Einblick in ihre Welt der Bilder.