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Vernissage: Dennis Scholl

Vernissage

WELTEN WANDLER N°2


Dennis Scholl

Neue Wunden oder
Vom Beginn der Unmittelbarkeit

Dennis Scholl setzt dieses erhöhte Existenzpotential ursprünglicher Natur bildnerisch ein, denn als Schauplatz für seine Figurationen hat er meist lichte Haine oder tiefe Wälder erkoren. Im Zwielicht der Morgensonne oder des frühen Abends, weich gefleckt durch die Schattenwürfe der Blätter, geben sich rätselhafte Figuren ihren Handlungen und Neigungen hin. Teils Menschen, manchmal Tiere oder auch Wesen in der Metamorphose, scheinen sie Geheimnisse und Rituale zu leiten. Mysteriöse Symbole und Objekte sowie wundersame Zeichen, beispielsweise Tropfen-Ornamente und schwebende Flammen verfremden die Situationen zusätzlich. Die Dargestellten sind verbunden in Zuständen des Übergangs: Von Unversehrtheit zur Verletzung, von Erdung zur Auflösung, von Zuneigung zum Verlust, generell von Innerlichkeit zur Veräußerung. Sensibel und feinfühlig erforscht Scholl an diesen Kulminationspunkten des Zusammentreffens die Psyche seiner Akteure.

Das Team des Kunstvereins freut sich herzlich über Ihr Kommen zum 
Eröffnungsempfang der Solo – Ausstellung Dennis Scholls am Sonntag, den 30.06.24, 11:30 – 14:00 Uhr. Die Ausstellung wird danach noch bis 17:00 Uhr geöffnet bleiben.

Die zweite Soloausstellung des Jahres 2024 unter dem Leitmotiv TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN 
widmet sich aktuellen Gemälden und Zeichnungen des in Berlin ansässigen Künstlers, welche eine über Jahrzehnte gewachsene, verwunschene und changierende Bildwelt in die tageshellen Räume des Künstlerhauses Göttingen einziehen lassen.
Die Künstler und der Kurator werden anwesend sein, die neue Edition wird präsentiert und für Getränke ist gesorgt.

 

 

Edition von Dennis Scholl
Für alle, welche die schillernde Bildwelt Dennis Scholls fasziniert,  hat der Kunstverein Göttingen eine exquisite Edition aufgelegt:
Dennis Scholl  Senden und Empfangen, 2024, Digitale Zeichnung 40 x 27,7 cm, alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf Hahnemühle Ultrasmooth 305g/m², Auflage 15 / 3 AP, Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen
Als Dank für eine wichtige Spende zum Programm holen Sie sich nicht nur eine wunderbare Arbeit in Ihre Privaträume, sondern Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.
> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: info@kunstvereingoettingen.de

 

 

 

Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen,  Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. , Sparkasse Göttingen
Mit Unterstützung der Künstlerförderung durch das Trustee Programm EHF 2010 der Konrad-Adenauer-Stiftung

 

Ausstellung Dennis Scholl

WELTEN WANDLER N°2

Dennis Scholl

Neue Wunden oder
Vom Beginn der Unmittelbarkeit

 

Was geschieht mit uns, wenn wir in die Wälder gehen? Obwohl die meisten Menschen mittlerweile die Wahl haben, in ihrer geordneten urbanen Umgebung zu bleiben oder sich gezielt in das Gebiet der Bäume, Flechten, Moose und Tiere zu begeben, so nehmen doch noch viele Ausflügler selbst heutzutage im kultivierten Forst die typischen Aromen der Wildnis wahr, die durch das Unterholz strömen und sie spüren die Anwesenheit anderer Kreaturen auf vielfältige Weise.
Haben sich Millionen von Jahren des Lebens im Wald in ein kollektives humanes Unterbewusstsein eingeschrieben? Und wieso herrscht gerade in der freien Wildbahn die Ambivalenz zwischen dem Gefühl eigener Kraft und erhöhter Aufmerksamkeit für das Schöne, aber auch für die Gefahr?

„Nun wird aber der Geschmack für das Schöne am Besten im Freien gebildet, wo es weder Haus noch Hausherren gibt“ Henry D. Thoreau in „Walden“, S. 38

Im „Freien“ zu sein, bedeutet auch befreit zu sein von all den Regeln des Siedelns und offen für das Leben. Doch gründet die Schönheit des natürlichen Entfaltens in einem andauernden Überlebenskampf in schwer zu kontrollierenden Verhältnissen und im ständigen Austausch mit anderen Geschöpfen, mag dieser gewollt sein oder nicht.

Dennis Scholl setzt dieses erhöhte Existenzpotential ursprünglicher Natur bildnerisch ein, denn als Schauplatz für seine Figurationen hat er meist lichte Haine oder tiefe Wälder erkoren. Im Zwielicht der Morgensonne oder des frühen Abends, weich gefleckt durch die Schattenwürfe der Blätter, geben sich rätselhafte Figuren ihren Handlungen und Neigungen hin. Teils Menschen, manchmal Tiere oder auch Wesen in der Metamorphose, scheinen sie Geheimnisse und Rituale zu leiten. Mysteriöse Symbole und Objekte sowie wundersame Zeichen, beispielsweise Tropfen-Ornamente und schwebende Flammen verfremden die Situationen zusätzlich. Die Dargestellten sind verbunden in Zuständen des Übergangs: Von Unversehrtheit zur Verletzung, von Erdung zur Auflösung, von Zuneigung zum Verlust, generell von Innerlichkeit zur Veräußerung. Sensibel und feinfühlig erforscht Scholl an diesen Kulminationspunkten des Zusammentreffens die Psyche seiner Akteure.
In diesen Gemälden und Zeichnungen schöpft er aus der reichhaltigen Mythen- und Glaubenswelt des europäischen Kontinents, seiner Heimat. Dabei mischen sich in seinen Bildern antike Legenden und christliche Ikonographie mit Eindrücken seines persönlichen Umfeldes sowie dem Detailwissen über die dargestellte omnipräsente Flora und Fauna. In Wäldern voller Lichtbrechungen und aktiver Schatten, welche einst auch Mitteleuropa charakterisierten, entwickeln sich die Darstellungen zwischen Brutalität und Pracht, zwischen Gewalt und Zärtlichkeit mit jedem Werk weiter, seine zusammengehörig scheinende Bildwelt wird komplexer. Umgesetzt in altmeisterlichen Könnerschaft, bringen die genuinen Qualitäten des Mediums Ölmalerei diese aufgeladenen Szenerien zeitloser Melancholie förmlich zum Leuchten.

Von den vier diesjährigen Solo-Ausstellenden ist Dennis Scholl der einzige gebürtige Deutsche. Er wurde 1980 in Hünfeld, Deutschland geboren und wuchs in der Nähe von Fulda auf. Er absolvierte sein Studium 2002 bis 2007 in den Klassen der Professoren Franz Ehrhard Walther, Andreas Slominski und Michael Diers. Bereits ab 2005 nahm er an wichtigen Ausstellungen in der Hamburger Kunsthalle teil, zahlreiche Internationale Solo- und Gruppenausstellungen folgen bis heute. Die Galerie Michael Haas Berlin, DSC Galerie Prag und Podium Gallery Hongkong repräsentieren u.a. seine Werke im Kunstmarkt. Dennis Scholl ist Stipendiat des Trustee Programmes EHF der Konrad-Adenauer-Stiftung und lebt und arbeitet in Berlin.

 

Programm

So 05.05.24, 11:30 –14:00 Uhr: Vernissage – Empfang mit Reden und der Edition von Dennis Scholl

So 14.07.24, 15:00 – 16:00 Uhr: Sonntagsführung mit  Justus M. Müller

So 28.07.24, 15:00 – 16:00 Uhr: Sonntagsführung mit Justus M. Müller

Sa 10.08.24 17:00 – 19:00 Uhr: Führung mit Kurator und Podiumsgespräch

So 11.08.24, 15:00 – 17:00 Uhr: Finissage mit Führung & Edition

Bitte reservieren Sie Ihre Teilnahme an den Veranstaltungen unter info@kunstvereingoettingen.de oder klee@kunstvereingoettigen.de bzw. telefonisch unter 0551-44899

 

Edition von Dennis Scholl
Für alle, welche die schillernde Bildwelt Dennis Scholls fasziniert,  hat der Kunstverein Göttingen eine exquisite Edition aufgelegt:
Dennis Scholl  Senden und Empfangen, 2024, Digitale Zeichnung 40 x 27,7 cm, alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf Hahnemühle Ultrasmooth 305g/m², Auflage 15 / 3 AP, Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen
Als Dank für eine wichtige Spende zum Programm holen Sie sich nicht nur eine wunderbare Arbeit in Ihre Privaträume, sondern Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.
> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: info@kunstvereingoettingen.de

 

Dennis Scholl „Senden und Empfangen“
Edition, 2024


Das Jahresprogramm 2024
TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN

TERRA DIASPORA ist das Leitmotiv des Kunstvereins Göttingen 2024-2025. Angesichts fundamentaler Verwerfungen im Zusammenleben von Natur und Mensch, steht TERRA DIASPORA für eine Welt im Aufbruch; für ein Terrain, welches seinen Bewohnenden zunehmend fremd wird und für eine Erde, auf der die Menschen zu Fremdkörpern werden. Es ist eine Erde in der Fremde, eine Terra Diaspora.
Der erste Teil der Programmreihe 2024 heißt TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN und zeigt Künstlerinnen und Künstler die neue Welten zwischen rationaler Realität, Traum und Fantasie erschaffen. Zweifelnd an einer rein funktionalen Realität und oft geprägt von Erfahrungen familiärer Migration, verbinden die Gezeigten Vertrautes mit Neuem, fusionieren Fakten mit Fantastischem und schöpfen aus alten Geschichten und neuen Erfahrungen eigene Identität. Es werden Welten sichtbar, welche in unseren Wurzel liegen und beim Wandeln über diese Erde entstehen. Das Jahresprogramm 2024-2025 wurde vom Kurator Stephan Klee entwickelt und wird von ihm in den kommenden zwei Jahre betreut. Die zweite Soloausstellung des Jahres 2024 widmet sich aktuellen Gemälden und Zeichnungen von Dennis Scholl, welche eine über Jahrzehnte gewachsene, verwunschene und changierende Bildwelt in die tageshellen Räumen des Künstlerhaus Göttingen einziehen lassen.

Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen,  Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. , Sparkasse Göttingen
Mit Unterstützung der Künstlerförderung durch das Trustee Programm EHF 2010 der Konrad-Adenauer-Stiftung

 

Finissage: TERRA DIASPORA

Finissage

TERRA DIASPORA – Welten Wandeln

Ellen Akimoto, Cian Dayrit, Marianna Ignataki, Runa Ikeda, Oda Jaune, Hortensia Mi Kafchin, Thorsten Alexander Kasper, Rosa Loy, Kelechi Nwaneri, So Young Park, Thomias Radin, Dennis Scholl, Sara Umar, Sandra Vásquez de la Horra, Geng Xue
Kuratiert von Nicola E. Petek und Stephan Klee

Die aktuellen Werke von Kunstschaffenden mit Wurzeln in fünf Kontinenten widmen sich dem Auftauchen des Fantastischen im Erfahrungsalltag einer vermeintlich rational erklärbaren Umwelt: Stellt das Fantastische unser modernes Weltbild fundamental in Frage? Oder ist und war das Fantastische schon immer ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Wahrnehmung und Wirklichkeit? Mit diesem spannungsreichen Verhältnis setzten sich bereits die Kunstströmungen des Surrealismus und des Magischen Realismus auseinander; die in der Ausstellung versammelten zeitgenössischen Positionen greifen die Fragestellungen erneut auf, revitalisieren damit wesentliche Kunstströmungen der Moderne und entwickeln sie weiter.

Das Team des Kunstvereins lädt Sie ein zum gemeinsamen Ausklang der internationalen Gruppen-Ausstellung am Freitag, den 12.07.24, 18:00 – 20:00 Uhr.

Es gibt eine finale Führung durch die Ausstellung mit Stephan Klee um 18:00 Uhr und danach das letzte Mal die Gelegenheit Fragen zu stellen und gemeinsam über Aspekte der Ausstellung zu reflektieren. Wir schauen einem entspannten, informellen Abend mit dem einen oder anderen Getränk entgegen und freuen uns sehr über Ihr Erscheinen.

Wir bitten um Ihre Voranmeldung unter: info@kunstvereingoettingen.de oder +49 (0) 551 – 44 8 99

 

Runa Ikeda The Shadow of the Living Light – 生ける光の影 / Edition, 2024

 

Für alle Freunde von phantastischer figurativer Kunst hat der Kunstverein Göttingen eine exquisite Edition aufgelegt:
Runa Ikeda The shadow of the living light – 生ける光の影 / Edition, 2024, alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf HAHNEMÜHLE Bamboo, rauh-matt 280g/m², Auflage 15 / 3 AP, Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Als Dank für eine wichtige Spende zum Programm holen Sie sich nicht nur eine wunderbare Arbeit in Ihre Privaträume, sondern Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.   >> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: info@kunstvereingoettingen.de

 

Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stiftung Niedersachsen, Stadt Göttingen, Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. und Sparkasse Göttingen.

Kunst trifft Literatur

Lesung und Podiumsgespräch im Rahmen der Ausstellung TERRA DIASPORA – Welten Wandeln
Kunst trifft Literatur: Der Roman Entwurzelt der indischen Autorin Alka Saraogi

Montag, den 01.07.24 um 19:00 – 21:00 Uhr

Lesung und Gespräch mit der Autorin, der Übersetzerin Prof. Dr. Almuth Degener, Universität Mainz, und der Co-Kuratorin der Ausstellung Nicola E. Petek;
Moderation: Dr. Ines Fornell, Seminar für Indologie und Tibetologie der Universität Göttingen;
in Kooperation mit dem Literaturforum Indien e. V.

Dieser neue, gerade in deutscher Direktübersetzung erschienene Roman der Gegenwartsliteratur Indiens setzt sich literarisch mit der Thematik der Ausstellung TERRA DIASPORA – Welten Wandeln auseinander: in der von Pogromen gegen Andersgläubige geprägten Welt Ost- und Westbengalens nach der Teilung des Subkontinents am Ende der britischen Kolonialherrschaft über Indien entfaltet sich die Geschichte von Kulbhushan, der als Flüchtling zwischen Heimat und Neuanfängen ein Entwurzelter bleibt und gleichzeitig unerwartete Stärken zeigt. Die poetische Sprache der Autorin lässt uns diese Geschichte in all ihrer Widersprüchlichkeit emotional berührend miterleben.

Sowohl vor der Lesungsveranstaltung als auch danach kann natürlich die Ausstellung angeschaut werden; die Co-Kuratorin Nicola Petek steht von 18:30 bis 19:00 Uhr sowie von etwa 21:00 bis 21:30 Uhr für Fragen und Gespräche zu den in der Ausstellung gezeigten Werken zur Verfügung.

Ihre Voranmeldung nehmen wir gern entgegen unter: info@kunstvereingoettingen.de oder +49 (0) 551 – 44 8 99

 

Alka Saraogi „Entwurzelt“, Roman-Cover

 

TERRA DIASPORA – „Welten Wandeln“, Sara Umar Ausstellungsansicht

 

Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stiftung Niedersachsen, Stadt Göttingen, Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. und Sparkasse Göttingen.

Podiumsgespräch: TERRA DIASPORA

Podiumsgespräch
TERRA DIASPORA – Welten Wandeln

Samstag, den 15.06.24 um 17:00 – 19:00 Uhr
17:00 – 17:45 Uhr: Führung durch die Ausstellung Welten Wandeln mit dem Kurator Stephan Klee
18:00 – 19:00 Uhr: Podiumsgespräch mit der Künstlerin Marianna Ignataki, dem Künstler Thomias Radin und Kurator Stephan Klee, moderiert von Dr. phil Almut Hüfler

 

Thema
Migration als Quelle des Phantastischen –
Neue Narrative zwischen den Kulturen und den neuen Grenzregimes

Nach einer Führung durch die Ausstellung TERRA DIASPORA – Welten Wandeln mit dem verantwortlichen Co-Kurator Stephan Klee und einer kleinen Getränkepause treffen sich Beteiligte der Ausstellung um über die Einflüsse in ihren künstlerischen Erzählungen zu berichten, sei es die Kultur ihrer Herkunftsländer, Erfahrungen während ihrer Migration oder die Inspirationen in ihrem neuen Lebensumfeld.

Gemeinsam mit Stephan Klee soll dabei auch über die Grenzen der universellen Idee der Menschenrechte bei den aktuellen, globalen Flucht-Dynamiken gesprochen werden. Gibt es Zusammenhänge zwischen dem Scheitern rationaler, humaner Politik und dem neuen Aufkommen „subrealer“ Narrative und phantastischer Weltentwürfe?

Durch das Gespräch führt als Moderatorin Dr. phil. Almut Hüfler aus Berlin. Sie ist Kuratorin, Literaturwissenschaftlerin und durch anhaltende Zusammenarbeit mit den Positionen und dem Themenkomplex vertraut.

Wir bitten um Ihre Voranmeldung unter: info@kunstvereingoettingen.de oder +49 (0) 551 – 44 8 99

 

TERRA DIASPORA – „Welten Wandeln“ , Ausstellungsansicht Marianna Ignataki

 

TERRA DIASPORA – „Welten Wandeln“, Ausstellungsansicht Thomias Radin

 

Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stiftung Niedersachsen, Stadt Göttingen, Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. und Sparkasse Göttingen.

Vernissage: TERRA DIASPORA

Vernissage:

TERRA DIASPORA – Welten Wandeln

Ellen Akimoto, Cian Dayrit, Marianna Ignataki, Runa Ikeda, Oda Jaune, Hortensia Mi Kafchin, Thorsten Alexander Kasper, Rosa Loy, Kelechi Nwaneri, So Young Park, Thomias Radin, Dennis Scholl, Sara Umar, Sandra Vásquez de la Horra, Geng Xue

Kuratiert von Nicola E. Petek & Stephan Klee

Die aktuellen Werke von Kunstschaffenden mit Wurzeln in fünf Kontinenten widmen sich dem Auftauchen des Fantastischen im Erfahrungsalltag einer vermeintlich rational erklärbaren Umwelt: Stellt das Fantastische unser modernes Weltbild fundamental in Frage? Oder ist und war das Fantastische schon immer ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Wahrnehmung und Wirklichkeit? Mit diesem spannungsreichen Verhältnis setzten sich bereits die Kunstströmungen des Surrealismus und des Magischen Realismus auseinander; die in der Ausstellung versammelten zeitgenössischen Positionen greifen die Fragestellungen erneut auf, revitalisieren damit wesentliche Kunstströmungen der Moderne und entwickeln sie weiter.

Das Team des Kunstvereins freut sich herzlich über Ihr Kommen zum
Eröffnungsempfang dieser großen Gruppen-Ausstellung am Sonntag, den 05.05.24, 11:30 – 14:00 Uhr.

In den großzügigen Räumen des Alten Rathaus Göttingen werden der Geschäftsführer Helmut Wenzel und
das Kurators-Team Nicola E. Petek und Stephan Klee Einführungsreden halten. Dazu wird das Trio d’anches des Göttinger Symphonie Orchesters mit zwei Stücken von Libor Sima und zwei Tangos das Ereignis akustisch bereichern. Außerdem präsentiert der Verein die neue Edition von Runa Ikeda. Einige Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung und das Kurations-Duo werden anwesend sein, für Getränke ist gesorgt. Die Ausstellungsräume haben an diesem Sonntag Nachmittag noch bis 17:00 Uhr geöffnet.

 

Runa Ikeda The shadow of the living light – 生ける光の影 / Edition, 2024

 

Für alle Freunde von phantastischer figurativer Kunst hat der Kunstverein Göttingen eine exquisite Edition aufgelegt:
Runa Ikeda The shadow of the living light – 生ける光の影 / Edition, 2024, alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf HAHNEMÜHLE Bamboo, rauh-matt 280g/m², Auflage 15 / 3 AP, Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Als Dank für eine wichtige Spende zum Programm holen Sie sich nicht nur eine wunderbare Arbeit in Ihre Privaträume, sondern Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.   >> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: info@kunstvereingoettingen.de

 

Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stiftung Niedersachsen, Stadt Göttingen, Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. und Sparkasse Göttingen.

Ausstellung TERRA DIASPORA

TERRA DIASPORA – Welten Wandeln

Ellen Akimoto, Cian Dayrit, Marianna Ignataki, Runa Ikeda, Oda Jaune, Hortensia Mi Kafchin, Thorsten Alexander Kasper, Rosa Loy, Kelechi Nwaneri, So Young Park, Thomias Radin, Dennis Scholl, Sara Umar, Sandra Vásquez de la Horra, Geng Xue

Kuratiert von Nicola E. Petek & Stephan Klee

 

Die aktuellen Werke von Kunstschaffenden mit Wurzeln in fünf Kontinenten widmen sich dem Auftauchen des Fantastischen im Erfahrungsalltag einer vermeintlich rational erklärbaren Umwelt: Stellt das Fantastische unser modernes Weltbild fundamental in Frage? Oder ist und war das Fantastische schon immer ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Wahrnehmung und Wirklichkeit? Mit diesem spannungsreichen Verhältnis setzten sich bereits die Kunstströmungen des Surrealismus und des Magischen Realismus auseinander; die in der Ausstellung versammelten zeitgenössischen Positionen greifen die Fragestellungen erneut auf, revitalisieren damit wesentliche Kunstströmungen der Moderne und entwickeln sie weiter.

Vorstellungen von Verwunschenem, von Verzaubertem, aber auch von Bezauberung werden hier gestaltet – mit Techniken wie zum Beispiel der Collage, der Verfremdung, der Sakralisierung, der Verschlüsselung, der subjektiven Neu-Erzählung – oder auch mit digitalen Methoden. Gern werden dabei logische Zusammenhänge aufgelöst, um die losen Enden fantasievoll wieder neu zu verknüpfen. In Kauf genommen werden absurde Gegenüberstellungen von Dingen, die in der gewohnten Wirklichkeit eigentlich überhaupt nichts miteinander zu tun haben – oder doch?

Eigens geschaffene Welten bilden in den Werken die jeweilige Umgebung, changierend zwischen fantastischer Landschaft, Traum und Unterbewusstsein, dabei Verweise auf die visuelle Kulturgeschichte einbeziehend. Die Besuchenden der Ausstellung sind eingeladen, den gezeigten Künstlerinnen und Künstlern nach zu folgen, wenn diese diverse Bereiche der Wirklichkeit durchschreiten, aufnehmen, festhalten und dabei gleichzeitig verändern – eben: Welten zu Wandeln.

 

Programm

  • So 05.05.24, 11:30 –14:00 Uhr: Vernissage – Empfang mit Reden, Live Musik des Trio d’anches und der Edition von Runa Ikeda
  • So 26.05.24, 15:00 Uhr: Sonntagsführung mit  Justus M. Müller
  • Sa 15.06.24, 17:00 – 20:00 Uhr: Führung & Podiumsgespräch mit  Special Guests und Kurator Stephan Klee
  • Mo 01.07.24, 19:00 – 21:00 Uhr: Literatur trifft Kunst: Alka Saraogi: Entwurzelt – Lesung und Gespräch mit  Special Guests und Kuratorin Nicola E. Petek
  • So 07.07.24, 15:00 Uhr: Sonntagsführung mit Justus M. Müller
  • Fr 12.07.24, 18:00 – 20:00 Uhr: Finissage mit Führung & Edition

Bitte reservieren Sie Ihre Teilnahme an den Veranstaltungen unter info@kunstvereingoettingen.de oder klee@kunstvereingoettigen.de bzw. telefonisch unter 0551-44899

 

 

Für alle Freunde von phantastischer figurativer Kunst hat der Kunstverein Göttingen eine exquisite Edition aufgelegt:
Runa Ikeda The shadow of the living light – 生ける光の影 / Edition, 2024, alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf HAHNEMÜHLE Bamboo, rauh-matt 280g/m², Auflage 15 / 3 AP, Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Als Dank für eine wichtige Spende zum Programm holen Sie sich nicht nur eine wunderbare Arbeit in Ihre Privaträume, sondern Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.   >> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: info@kunstvereingoettingen.de

Runa Ikeda „The shadow of the living light – 生ける光の影“ | Edition, 2024

 

Das Jahresprogramm 2024
TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN

TERRA DIASPORA ist das Leitmotiv des Kunstvereins Göttingen 2024-2025. Angesichts fundamentaler Verwerfungen im Zusammenleben von Natur und Mensch, steht TERRA DIASPORA für eine Welt im Aufbruch; für ein Terrain, welches seinen Bewohnenden zunehmend fremd wird und für eine Erde, auf der die Menschen zu Fremdkörpern werden. Es ist eine Erde in der Fremde, eine Terra Diaspora.

Der erste Teil der Programmreihe 2024 heißt TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN und zeigt Künstlerinnen und Künstler die neue Welten zwischen rationaler Realität, Traum und Fantasie erschaffen. Zweifelnd an einer rein funktionalen Realität und oft geprägt von Erfahrungen familiärer Migration, verbinden die Gezeigten Vertrautes mit Neuem, fusionieren Fakten mit Fantastischem und schöpfen aus alten Geschichten und neuen Erfahrungen eigene Identität. Es werden Welten sichtbar, welche in unseren Wurzel liegen und beim Wandeln über diese Erde entstehen. Das Jahresprogramm 2024-2025 wurde vom Kurator Stephan Klee entwickelt und wird von ihm in den kommenden zwei Jahre betreut. Für die zentrale Gruppenausstellung Welten Wandeln ist Nicola E. Petek – eine Expertin für figurative Gegenwartskunst – die Ko-Kuratorin. Als Kuratoren-Duo konzipieren und arrangieren Petek & Klee gemeinsam fünfzehn internationale künstlerische Positionen, die in den mittelalterlichen Ausstellungsräumen des Alten Rathauses Göttingen eine erstaunliche Bandbreite an aktuellen, fantastischen, subjektiven und spielerischen Annäherungen an das Thema bieten.

Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stiftung Niedersachsen, Stadt Göttingen,  Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. und Sparkasse Göttingen.

 

Vernissage: Ellen Akimoto „Matter Ecstatic“

Vernissage:

WELTEN WANDLERIN N°1
Ellen Akimoto – Matter Ecstatic

Im Zentrum der Gemälde Ellen Akimotos (*1988 Westlake Village, US) stehen oft einzelne Menschen in ihren persönlichen Innenräumen. Der private Wohnraum in seiner Architektur und Atmosphäre, mit seiner Einrichtung und Haustieren bietet dabei nicht nur Rückzugsort und Schutzraum, sondern reflektiert auch das Innenleben der Bewohnenden und ihr oft gespanntes Verhältnis zur Welt. Da Raumaufteilung, Tagesstimmung, Lichteinfall, Farbgebung und fragmentierte Details teils ungewohnt und befremdlich wirken, wird die Geborgenheit in den eigenen vier Wänden, das abgesicherte Sein auf die Probe gestellt.

Das Team des Kunstvereins freut sich herzlich über Ihr Kommen zum
Eröffnungsempfang der Solo-Schau am Sonntag, den 14.01.24, 11:30 – 15:00 Uhr.

Es ist die ersten Ausstellung im neuen Jahr und die erste Ausstellung der Programmreihe
TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN
Die Künstlerin und der Kurator werden anwesend sein, für Musik und Getränke ist gesorgt.

 

Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stadt Göttingen,  Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. und Sparkasse Göttingen.

Ellen Akimoto

WELTEN WANDLERIN N°1
Ellen Akimoto – Matter Ecstatic
Kuratiert von Stephan Klee

Im Zentrum der Gemälde Ellen Akimotos (*1988 Westlake Village, US) stehen oft einzelne Menschen in ihren persönlichen Innenräumen. Der private Wohnraum in seiner Architektur und Atmosphäre, mit seiner Einrichtung und Haustieren bietet dabei nicht nur Rückzugsort und Schutzraum, sondern reflektiert auch das Innenleben der Bewohnenden und ihr oft gespanntes Verhältnis zur Welt. Da Raumaufteilung, Tagesstimmung, Lichteinfall, Farbgebung und fragmentierte Details teils ungewohnt und befremdlich wirken, wird die Geborgenheit in den eigenen vier Wänden, das abgesicherte Sein auf die Probe gestellt.
Woher kommt diese einzigartige, untergründigen Rätselhaftigkeit in den Werken Akimotos? Liegt es am Dialog der Künstlerin zwischen real Gemaltem und computerbasierten Bilderzeugungen? Aus beiden Quellen schöpfend, setzt sie ihre malerischen Collagen aus digitalen Versatzstücken diverser Körper und den Fragmenten mehrerer Raumansichten auf der Leinwand zusammen. So wandeln, nahezu schwebend, modularer Akteure, gleich Gliederpuppen durch fragmentierte Räume.
In diesen träumerischen De-Arrangements erschafft Akimoto keine authentischen Personenstudien, sondern generierte Abbilder von Personen in einem allgemeineren Sinne, welche dennoch manchmal die Gesichter realer Personen gleich einer Maske vor sich hertragen. Dabei zeigen ihre Bilder grundsätzlich die Empfindsamkeit und Flexibilität des Menschen, als ein Wesen, das unterschiedlichste Einflüsse in sich aufnimmt und jeweils ungeahnt reagiert.

Akimoto erwarb ihren BFA an der California State University Chico, bevor sie ein Jahr lang an der Kunstakademie Mainz studierte. Anschließend absolvierte sie ein Postgraduiertenstudium als Meisterschülerin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, finanziert durch ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Sie erhielt Stipendien der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Elizabeth Greenshields Foundation; die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erwarben Arbeiten von ihr. Von 2021 bis 2022 war sie Visual Arts Fellow am Fine Arts Work Center in Provincetown, MA, USA. Sie war an zahlreiche Ausstellungen in Deutschland beteiligt und hatte Einzelausstellungen in Berlin, Leipzig, Frankfurt, Hamburg und Saint Rémy de Provence in Frankreich.


Programm

  • So 14.01.24, 11:30 – 15:00 Uhr: Vernissage & Empfang
  • Fr 02.02.24, 18:00 – 20:00 Uhr: Führung mit Künstlerin, Dr. Sors & Kurator, Podiumsgespräch & Edition
  • So 04.02.24, 15:00 – 16:00 Uhr: Sonntagsführung
  • So 25.02.24, 15:00 – 17:00 Uhr: Finissage mit Führung & Edition

Bitte reservieren Sie Ihre Teilnahme an den Veranstaltungen unter info@kunstvereingoettingen.de oder klee@kunstvereingoettigen.de bzw. telefonisch unter 0551-44899

 

 

Edition von Ellen Akimoto

Für alle Freunde der aktuellen Werke von Ellen Akimoto hat der Kunstverein Göttingen eine exquisite Edition aufgelegt:
Ellen Akimoto Picture Holder Again, 2024, 42 x 29,7 cm, alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf Hahnemühle Photo Rag Matt Baryta Papier, 308g/m², Auflage 15 / 3 AP,
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Als Dank für eine wichtige Spende zum Programm holen Sie sich nicht nur eine wunderbare Arbeit in Ihre Privaträume, sondern Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.
> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: info@kunstvereingoettingen.de

 

 

Das Jahresprogramm 2024
TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN

TERRA DIASPORA ist das Leitmotiv des Kunstvereins Göttingen 2024-2025. Angesichts fundamentaler Verwerfungen im Zusammenleben von Natur und Mensch, steht TERRA DIASPORA für eine Welt im Aufbruch; für ein Terrain, welches seinen Bewohnenden zunehmend fremd wird und für eine Erde, auf der die Menschen zu Fremdkörpern werden. Es ist eine Erde in der Fremde, eine Terra Diaspora.

Der erste Teil der Programmreihe 2024 heißt TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN und zeigt Künstlerinnen und Künstler die neue Welten zwischen rationaler Realität, Traum und Fantasie erschaffen. Zweifelnd an einer rein funktionalen Realität und oft geprägt von Erfahrungen familiärer Migration, verbinden die Gezeigten Vertrautes mit Neuem, fusionieren Fakten mit Fantastischem und schöpfen aus alten Geschichten und neuen Erfahrungen eigene Identität. Es werden Welten sichtbar, welche in unseren Wurzel liegen und beim Wandeln über diese Erde entstehen. Das Jahresprogramm 2024-2025 wurde vom Kurator Stephan Klee entwickelt und wird von ihm in den kommenden zwei Jahre betreut. Die Künstlerin Ellen Akimoto setzt solo mit ihrer Malerei in den Grenzräumen zwischen Realität, Vision und Virtualität den Auftakt des Jahresprogramms 2024.

 

Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stadt Göttingen,  Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. und Sparkasse Göttingen.

 

Eröffnung: Mercedes Azpilicueta

Eröffnung am 13. Oktober von 18 bis 20 Uhr.


In
Tierra desnuda, cielo desnudo geht es um das der Übersetzung innewohnende Potenzial für poetische Interpretation. Übersetzung findet in Mercedes Azpilicuetas Praxis ständig statt: die buchstäbliche Übersetzung von Wörtern; die Übersetzung von Ideen in Material und umgekehrt; und in Göttingen die Übersetzung der Werke in einen Ausstellungskontext. Der spanische Titel der Ausstellung Tierra desnuda, cielo desnudo bedeutet so viel wie „nackte Erde, nackter Himmel“. Erde und Himmel, das Körperliche und das Geistige, werden entblößt, verletzlich gemacht und für die Übersetzung offen gelassen. Die Übersetzungspraxis der Künstlerin findet im Zwischenraum statt und hat dabei eine verbindende Funktion: zwischen Künstlerin und Objekt, zwischen Objekt und Betrachter*innen, zwischen Material und Bedeutung, zwischen Erde und Himmel, zwischen Körper und Geist.

Die Einzelausstellung von Mercedes Azpilicueta im Kunstverein Göttingen legt offen, wie subjektiv Sprache, Geschichte, Erzählungen und Objekte sind. Die Künstlerin ist nicht wertend oder kritisch gegenüber Dingen wie inhärenten Vorurteilen. Vielmehr deckt sie behutsam die ungleiche Verteilung von Macht auf, die oft mit dieser Subjektivität einhergeht, und übersetzt sie in ungewöhnliche Materialkombinationen und Formen, die aus dem Rahmen fallen. In der Ausstellung werden diese Werke mit anderen, betont poetischen Kompositionen der Künstlerin kombiniert. Die Gegenüberstellung ist nicht als Störung gedacht, sondern als dezentralisierte Interpretation. Die Installationen der Künstlerin erstrecken sich über den gesamten Ausstellungsraum und heben jede vorgefasste Unterscheidung zwischen Kunst und Ausstellungsdesign auf. Architektonische Elemente treffen auf luftig freistehende und hängende Skulpturen aus wiederverwendeten Objekten und Materialien, die persönliche Geschichten und soziokulturelle Hintergründe in sich tragen.

Kuratiert von Sarah Crowe und Alke Heykes.


Mercedes Azpilicueta ist eine Bildende und Performance Künstlerin aus Buenos Aires, die in Amsterdam lebt und arbeitet. Sie war 2015-16 Artist in Residence an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten, Amsterdam und erhielt 2017 das Pernod Ricard Fellowship. Zu ihren Einzelausstellungen zählen Lumen Travo Gallery, Amsterdam (2023); Sammlung Philara, Düsseldorf (2022/23); Kunstmuseum Liechtenstein (2022); NoguerasBlanchard, Madrid (2022); Gasworks, London (2021); CAC Brétigny, Brétigny-sur-Orge (2021); Museion, Bolzano/Bozen (2020); Van Abbemuseum, Eindhoven (2019); CentroCentro, Madrid (2019) und MAMBA, Buenos Aires (2018). Ihre Arbeiten sind derzeit auch im Fries Museum, Leeuwarden, Niederlande zu sehen. Azpilicueta wurde für den Prix de Rome 2021 nominiert.

 

Die Ausstellung findet im Alten Rathaus in Kooperation mit dem Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen statt. Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, LEAP, AKB StiftungStadt Göttingen,  Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. und Sparkasse Göttingen.