Ausstellung – Michael Schmid
TRANSHUMAN N°3
Michael Schmid
Support for Speakers
präsentiert in Kooperation zwischen der Professur Materialität des Wissens der Universität Göttingen und dem Kunstverein Göttingen
Vernissage
Samstag, den 11. Juli 17 Uhr
geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei)
Laufzeit
12. Juli – 23. Aug 2026
Di – Fr 16 – 18 Uhr
Sa + So 11 – 16 Uhr
Ort
Künstlerhaus Göttingen (1. OG)
Gotmarstraße 1
37073 Göttingen
Eintritt:
€ 3,00 / € 1,50 (ermäßigt)
Gäste bis 18 Jahren frei
Kultur Ticket frei
Vernissagen und Finissagen frei
EINFÜHRUNG
Einer Einladung der Professur für Materialität des Wissens der Universität Göttingen folgend, entwickelt Michael Schmid seit 2022 eine neue Werkgruppe. Ausgangspunkt sind Recherchen an verschiedenen Orten der Universität, die sich im Laufe des Projekts zu einer umfassenderen Auseinandersetzung mit Materialität, fotografischen Verfahren und den Strukturen des Tragens, Speicherns und Zeigens entwickeln.
Die daraus hervorgegangenen fotografischen, skulpturalen und installativen Arbeiten werden nun erstmals in der Einzelausstellung Support for Speakers im Kunstverein Göttingen zusammengeführt. Materialien und Strukturen, die gewöhnlich eine dienende Funktion erfüllen, treten selbst in den Vordergrund. Die Ausstellung richtet den
Blick auf die materiellen Voraussetzungen kultureller und wissenschaftlicher Produktion sowie auf jene Träger, Oberflächen und Infrastrukturen, die diese Prozesse ermöglichen.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Künstler, der Professur für Materialität des Wissens der Universität Göttingen und dem Kunstverein Göttingen. Wir danken Prof. Dr. Margarete Vöhringer für die Initiative sowie Dr. Jana August für die Projektleitung und die langjährige Koordination des Projekts.
PROGRAMM
Sa, 11. Juli ab 17 Uhr
Vernissage
Wilkommensreden und Einführung in die Ausstellung durch Dr. Jana August (Universität Göttingen, Konzept und Projektleitung), Helmut Wenzel (Geschäftsführer KVG) und Stephan Klee (Künstlerischer Leiter KVG)
Der Künstler und die Kuratierenden werden vor Ort sein.
geöffnet bis 20 Uhr, der Eintritt ist frei
So 2. Aug / So 16. Aug
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler und Stephan Klee
Sa 22. Aug 17 Uhr
Ausstellungsgespräch
Mit Michael Schmid, Dr. Jana August und Stephan Klee
So 23. Aug 2026 ab 15 Uhr
Finissage
geöffnet bis 17 Uhr mit
15 Uhr
Führung
„Walk and Talk“ – durch die Ausstellung mit dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
16 Uhr
Ausklang
(Eintritt frei)
Veranstaltungsbilder:
Michael Schmid, Ohne Titel (Mathematisches Institut, Bunsenstraße) 2022/2026, Pigmentdruck, 25×20 cm, VG Bildkunst Bonn | Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
- Michael Schmid, Kunsthistorische Sammlung Georg-August-Universität Göttingen, 2022, Digitalfotografie, VG Bildkunst Bonn
- Michael Schmid „Core Rope Memory“ (Rechnermuseum der GWDG), 2022, Digitalfotografie, VG Bildkunst Bonn
- Michael Schmid, Kunsthistorische Sammlung Georg-August-Universität Göttingen, 2022, Digitalfotografie, VG Bildkunst Bonn
- Michael Schmid, Kunsthistorische Sammlung Georg-August-Universität Göttingen, 2022, Digitalfotografie, VG Bildkunst Bonn
- Michael Schmid, Kunsthistorische Sammlung Georg-August-Universität Göttingen, 2022, Digitalfotografie, VG Bildkunst Bonn
- Michael Schmid, Kunsthistorische Sammlung Georg-August-Universität Göttingen, 2022, Digitalfotografie, VG Bildkunst Bonn
- Michael Schmid „Enis House“, Textile Blocks, Los Angeles, 2023, Digitalfotografie, VG Bildkunst Bonn
ÜBER DEN KÜNSTLER
Michael Schmid lebt und arbeitet in Berlin. In seinen Arbeiten verbindet er Fotografie, Skulptur und Installation. Ausgangspunkt sind häufig industrielle Materialien, fotografische Verfahren und Präsentationssysteme, deren Funktionen sich zwischen Bild, Objekt und Träger verschieben. Seine Arbeiten untersuchen Oberflächen, Trägersysteme und räumliche Situationen, in denen sich Material und Bild gegenseitig bedingen.
mehr Informationen >> schmidmichael.com/
DAS JAHRESPROGRAMM
TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)
Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DIASPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.
Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.
Wir danken unseren Förderern: Universität Göttingen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.








