Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus
Markt 9 | 37073 Göttingen
1. OG / First Floor
Veranstaltungen an diesem Ort
Oktober
TRANSHUMAN N°4 Nieves de la Fuente Xenoform kuratiert von Stephan Klee Vernissage Samstag, den 8. August 17 Uhr geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei) Laufzeit 9. August – 4. Okt 2026 Di – So 11 – 17
TRANSHUMAN N°4
Nieves de la Fuente
Xenoform
kuratiert von Stephan Klee
Vernissage
Samstag, den 8. August 17 Uhr
geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei)
Laufzeit
9. August – 4. Okt 2026
Di – So 11 – 17 Uhr
Ort
Altes Rathaus Göttingen (1. OG)
Markt 9
37073 Göttingen
Eintritt:
€ 3,00 / € 1,50 (ermäßigt)
Gäste bis 18 Jahren frei
Kultur-Ticket frei
Vernissagen und Finissagen frei
EINFÜHRUNG
„Wir glauben, es gibt kein materielles Problem – sei es von der Natur oder Technologie verursacht – das nicht durch mehr Technologie gelöst werden kann!“ *
Wenn die Technologisierungs–Utopien des Transhumanismus in absehbarer Zeit in eine durchschlagende Realisierungsphase eintreten sollen, spielen bestimmte Pläne der führenden amerikanischen Technologie Konzernchefs eine entscheidende Rolle. Bei Ihnen herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass der Weltraum schnellstmöglich besiedelt werden sollte, um mit extraterrestrischen Ressourcen den Bedarf für die steigende Produktion abzudecken. Die Ressourcen der Erde sind endlich, ein neuer Wettlauf wurde eröffnet, nur das Motto heißt diesmal nicht „Go West! sondern eher „Go Mars!“ Damit nimmt die geschäftliche Raumfahrt eine neue Schlüsselrolle für die Durchsetzung einer Agenda expansiver, privater Technik-Implementierung ein; Elon Musk mit „SpaceX“ und „Starlink“ und Jeff Bezos mit „Blue Origin“ sind prominente Beispiele.
Viele Werke der spanischen Künstlerin Nieves de la Fuente greifen relevante Aspekte zu dieser Thematik auf. Die multimedialen Installationen setzen sich beispielsweise mit expansivem Bergbau auseinander und zeigen u.a. die totale topographische Verwerfung der ursprünglichen Landschaft, welche nach dem Abbau in ihrer leblosen Andersartigkeit frappierend direkt an die Oberfläche fremder Planeten erinnert. Durch das Mischen von echten Aufnahmen, digital gescannten und computergenerierten Visualisierungen werden die gezeigten Territorien einerseits noch schwerer fassbar, andererseits wirken sie in der hochtechnologischen Simulation noch futuristischer. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der gezeigten Gebiete verschmelzen in entrückten, fast surrealen Visionen, welche eigentlich dennoch einen akuten Handlungsbedarf aufzeigen. Denn es ist zu berücksichtigen, dass es solche verwüsteten Gebiete tatsächlich auf der Erde gibt und sie sich ausbreiten. Für diesen Themenkomplex stehen u.a. die Werkreihen von „Bridge“, von „No habrá servicio los Domingos ni en el cumpleaños de la Reina Victoria“ oder von „Reliquia de las Disciplinas Geográficas“, welche alle Teil dieser Ausstellung sind.
Andere Projekte in der Ausstellung, wie z.B. „Night Companions“ oder „ODD//FOES“ (Orbital Distant Debris Falling on Earth Surface) thematisieren die wachsende Anzahl von Satelliten, welche als Netz die Erde umspannen oder fern von ihr als „Pfadfinder“ den Weltraum durchqueren. Diese Flugkörper sind bereits grundlegend für Kommunikation und Navigation der Menschen und bilden zukünftig die Basis für eine mögliche Eroberung des Weltraums. Doch wer hat die Macht über diese Flugkörper und was passiert, wenn sie ausfallen? Auf der Erde dienten einst die Sterne der Navigation von Tieren und Menschen, heute haben erstere häufig das Nachsehen, da sie auf Sterne angewiesen sind, diese aber nicht mehr von leuchtenden „Satellitenpunkten“ am Nachthimmel unterscheiden können.
Nieves de la Fuente zeigt diese fünf Werkgruppen in ihrer Einzelausstellung in Göttingen und bereichert damit das Jahresthema TRANSHUMAN vielschichtig mit den neuen Bereichen und Aspekten aus ihrem Œuvre. Obschon inhaltlich komplex, konkretisiert die Künstlerin die Themen anhand realer Beispiele und macht diese in ihrer prägnanten Formensprache und hoch entwickelten Animationen einfach greifbar und zugänglich, ohne im rein Dokumentarischen zu verharren. Vielmehr dienen ihr die realen Fallbeispiele als Basis für die Erschaffung von sehr innovativen, eigenständigen Kunstwerken, welche das Vertraute mit dem Fremden fusionieren. Auf diese Art entsteht eine Spannung, welche die Besuchenden ästhetisch, akustisch und taktil in den von der Künstlerin generierten „Kunst–Umwelten“ erkunden können. Damit zeigt Nieves de la Fuente beispielhaft auf, wo sich in der Gegenwart bereits „Transhumane Tendenzen“ vollziehen und wie dieser Vollzug die menschliche Sicht auf interplanetare Konstellationen und Möglichkeiten grundlegend erweitert. Doch neue Handlungsspielräume erfordern auch den gesellschaftlichen Diskurs in der Abwägung möglicher Folgen für die Allgemeinheit. Der Kunstverein Göttingen ermöglicht diesen gemeinsamen, kritischen Diskurs im Rahmenprogramm und auf Basis seiner Ausstellungen zeitgenössischer Kunst als wichtigen Teil der eigenen, gesellschaftlichen Agenda.
* Marc Andreessen im Techno–Optimistischen Manifest, 2023
PROGRAMM
Sa, 8. Aug ab 17 Uhr
Vernissage
Willkommensreden und Einführung in die Ausstellung
Die Künstlerin und der Kurator werden vor Ort sein
geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei)
So 30. Aug / So 20. Sep / So. 27. Sep
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler bzw. Stephan Klee
So 4. Okt 2026 um 11 – 16 Uhr
Die Große Finissage mit
11 Uhr
Führung
„Walk and Talk“ – durch die Ausstellung mit der Künstlerin Nieves de la Fuente und dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
14 Uhr
Podiumsgespräch
mit Ina Neddermeyer (Direktorin, Museum Giersch der Goethe-Universität Frankfurt) und der Künstlerin Nieves de la Fuente, Moderation von Stephan Klee
(Eintritt frei)
Veranstaltungsbilder:
Nieves de la Fuente ODD // FOES – Series, 2023, generiertes Bild, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026
Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Brigde“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Brigde“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Brigde“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Night Companions“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, Photo@Heidi Pfohl
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- Nieves de la Fuente: „Night Companions“, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, Photo@Heidi Pfohl
ÜBER DIE KÜNSTLERIN
Nieves de la Fuente wurde 1988 in Madrid geboren; sie lebt und arbeitet in Köln und Madrid. Nach ihrem Bachelor in Kunst an der Universidad Complutense de Madrid (2011) und Studien an der Kunsthochschule Kassel (2011–2013), hat sie 2016 ein postgraduales Studium der Medialen Künste an der Kunsthochschule für Medien in Köln 2016 abgeschlossen.
An der Schnittstelle von ökonomisch transformiertem Gebiet und multimedialer Installation im Galerieraum nutzt Nieves de la Fuente häufig Virtual Reality, Browser Experience oder Augmented Reality, um die Betrachterinnen und Betrachter ihrer Arbeiten in historische Ereignisse, surrealistische Szenarien oder reale Orte mit besonderer Bedeutung – wie z.B. dem mondähnlichen (eher Mars-) Tagebaugebiet Rio Tinto in Südspanien – eintauchen zu lassen. Sie arbeitet u.a. an fortlaufenden Serien, die sich – dank des Digitalen – mit der (Re-)Visualisierung unmöglicher Welten und deren Verschmelzung mit dem realen Raum beschäftigen. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf computergestützter Bildgebung und Kartierung sowie auf der Beziehung zur visuellen Wahrnehmung – ein relevanter Aspekt in einer Zeit, in der sich computergestützte Bildgebungstechnologien rasant entwickeln.
Sie war u.a. als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kunst/Transmedialer Raum an der KHM Köln (2018/2019) und an der Burg Giebichenstein Halle (2019/2021) tätig. Neben zahlreichen internationalen Residenzen, z.B. in Montepulciano, Montréal, Linz, Warehouse (online), Santander oder der Villa Aurora, Los Angeles; hat Nieves de la Fuente Gutiérrez zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, zuletzt den Künstlerinnenpreis des Landes NRW 2022.
Zitat:
„Kunst ist für mich ein diskursives Werkzeug für die Produktion von räumlichen Konstruktionen. Ich habe hauptsächlich skulptural und in Form von Installationen gearbeitet, um meinen Untersuchungsprozess zu verfolgen. Diese Installationen sind jedoch mit Technologie gefüllt: als Medium oder auch als Verweis auf sich selbst und ihre Formbarkeit. Meine Entscheidung für Virtualität und die Produktion von Erfahrung als Medium muss politisch gesehen werden. Als Künstlerin möchte ich das kulturelle Potenzial intellektueller und digitaler Landschaften als Gegenstand künstlerischer Forschung erkunden. In den letzten Jahren habe ich mit dem Geburtsort meiner Mutter gearbeitet, einem alten Bergwerkskomplex, der vollständig als Simulacrum einer Marslandschaft umgestaltet wurde. Die Themen Ökologie, Anthropozän und Feminismus sind wiederkehrende Themen, die ich in meiner gesamten Praxis aufgreife. Ich beschäftige mich mit der Übersetzung zwischen dem Analogen und dem Digitalen, die in letzter Zeit mit Virtual Reality als Medium und Teil von Installationskonstrukten in Verbindung gebracht wurde. Meine künstlerische Forschungsposition zu diesem Thema ist die Sensibilisierung der Körperlichkeit in VR, jedoch nicht basierend auf den Standards, die der technologische Konsens in der Unterhaltungsindustrie, auf der VR basiert, vorgibt.“
mehr Informationen >>www.nievesdelafuente.com
DAS JAHRESPROGRAMM
TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)
Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DIASPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.
Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.
Wir danken unseren Förderern: Hochschule Bielefeld, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

Datum
8. August (Samstag) - 4. Oktober (Sonntag)
Veranstaltungsort
Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus
Markt 9 | 37073 Göttingen
Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag 11 – 18 Uhr
04Okt11:0016:00Finissage – Nieves de la FuenteXenoformKunstverein Göttingen im Alten Rathaus
EINLADUNG ZUR GROSSEN FINISSAGE TRANSHUMAN N°4 Nieves de la Fuente Xenoform kuratiert von Stephan Klee Wir stellen mit Bedauern fest, dass sich die letzte Solo-Ausstellung des Jahres jetzt rasch ihrem Ende nähert. Wir
EINLADUNG ZUR GROSSEN FINISSAGE
TRANSHUMAN N°4
Nieves de la Fuente
Xenoform
kuratiert von Stephan Klee
Wir stellen mit Bedauern fest, dass sich die letzte Solo-Ausstellung des Jahres jetzt rasch ihrem Ende nähert. Wir danken an dieser Stelle schon mal allen unseren interessierten Gästen und an vorderster Stelle der Künstlerin und dem Team.
Doch natürlich wollen wir diese Ausstellung gebührend abschließen und laden Sie daher hiermit herzlich zur Großen Finissage am Sonntag, den 04. Oktober von 11 bis 16 Uhr in die Räume des alten Rathauses ein. Wir freuen uns sehr, die Museums-Direktorin Ina Neddermeyer und die Künstlerin Nieves de la Fuentes als unsere Gäste an diesem Tag begrüßen zu können. Beide werden aktiv am Programm der Finissage beteiligt sein.
Um 11 Uhr beginnt das Programm mit einer Ausstellungsführung vom Kurator und in Begleitung der Künstlerin. Nach einer Mittagspause findet dann um 14 Uhr ein Podiumsgespräch zwischen Nieves de la Fuente und Ina Neddermeyer zum Werk der Künstlerin und Aspekten der Ausstellung statt, Stephan Klee wird moderieren. Um 16 Uhr schließt dann die Veranstaltung und damit auch die Ausstellung final. Wir sind von 11 – 16 Uhr durchgängig vor Ort, kommen Sie gerne zu den Ihnen genehmen Zeitpunkten vorbei, der Eintritt ist frei.
So 4. Okt 2026 um 11 – 16 Uhr
Die Große Finissage mit
11 Uhr
Führung
„Walk and Talk“ – durch die Ausstellung mit der Künstlerin Nieves de la Fuente und dem Kurator Stephan Klee
in Deutsch und Englisch
14 Uhr
Podiumsgespräch
„Wenn die Halde ruft“ – Landschaft, Heimat und Romantik im interplanetarischen Kapitalismus –
ein moderiertes Podiumsgespräch mit Ina Neddermeyer (Direktorin, Giersch-Museum an der Goethe-Universität Frankfurt) und der Künstlerin Nieves de la Fuente, moderiert von Stephan Klee
– Seit der Bronzezeit verändert der Bergbau die Landschaft unseres Planeten radikal. Wo einst Urwälder und natürlich geformte Felsformationen das Bild prägten, breiten sich seit Jahrtausenden künstlich geschaffene Topografien aus, die aus der Rohstoffgewinnung resultieren, und nicht nur die oberflächige, sondern auch die unterirdische Beschaffenheit unserer Erde tiefgreifend transformieren. Dies hat weitreichende Folgen für die Ökologie, verändert aber auch gleichzeitig unsere Wahrnehmung von heimatlicher Landschaft, unser Verhältnis zu einer künstlich erschaffenen Umwelt und die Organisation unserer Gesellschaft. Doch was geschieht, wenn sich der zukünftige Ressourcenabbau in den Weltraum verlagert – können wir unser Heimatgefühl und unsere Gesellschaftsnormen direkt mit auf den Mars schicken? –
(Freier Eintritt)
Unsere Gäste
Ina Neddermeyer ist Kuratorin und seit 2024 Direktorin des Museum Giersch der Goethe-Universität (MGGU) in Frankfurt am Main. Zuvor war sie Kuratorin und Leiterin der Abteilung Kunst am Zeppelin Museum Friedrichshafen sowie Sammlungskuratorin am Kunstpalais Erlangen. In ihrer kuratorischen Arbeit verbindet sie zeitgenössische Kunst mit gesellschaftspolitischen, ökologischen und wissenschaftlichen Fragestellungen. Zu ihren Ausstellungen am MGGU zählen „Fixing Futures. Planetare Zukünfte zwischen Spekulation und Kontrolle“ (2025) und „Multispecies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen“ (2026). Außerdem realisierte sie Ausstellungen wie „Kryptomania. Die Verheißungen der Blockchain“, „Beyond States. Über die Grenzen von Staatlichkeit“ sowie „Into the deep. Minen der Zukunft“.
Nieves de la Fuente wurde 1988 in Madrid geboren; sie lebt und arbeitet in Köln und Madrid. Nach ihrem Bachelor in Kunst an der Universidad Complutense de Madrid (2011) und Studien an der Kunsthochschule Kassel (2011–2013), hat sie 2016 ein postgraduales Studium der Medialen Künste an der Kunsthochschule für Medien in Köln 2016 abgeschlossen.
An der Schnittstelle von ökonomisch transformiertem Gebiet und multimedialer Installation im Galerieraum nutzt Nieves de la Fuente häufig Virtual Reality, Browser Experience oder Augmented Reality, um die Betrachterinnen und Betrachter ihrer Arbeiten in historische Ereignisse, surrealistische Szenarien oder reale Orte mit besonderer Bedeutung – wie z.B. dem mondähnlichen (eher Mars-) Tagebaugebiet Rio Tinto in Südspanien – eintauchen zu lassen. Sie arbeitet u.a. an fortlaufenden Serien, die sich – dank des Digitalen – mit der (Re-)Visualisierung unmöglicher Welten und deren Verschmelzung mit dem realen Raum beschäftigen. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf computergestützter Bildgebung und Kartierung sowie auf der Beziehung zur visuellen Wahrnehmung – ein relevanter Aspekt in einer Zeit, in der sich computergestützte Bildgebungstechnologien rasant entwickeln.
Sie war u.a. als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kunst/Transmedialer Raum an der KHM Köln (2018/2019) und an der Burg Giebichenstein Halle (2019/2021) tätig. Neben zahlreichen internationalen Residenzen, z.B. in Montepulciano, Montréal, Linz, Warehouse (online), Santander oder der Villa Aurora, Los Angeles; hat Nieves de la Fuente Gutiérrez zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, zuletzt den Künstlerinnenpreis des Landes NRW 2022.
Stephan Klee ist Kurator und er lebt und arbeitet in Berlin und Göttingen. Nach fünf Semestern der Philosophie und Neueren Deutschen Geschichte an der Humboldt Universität, studierte er an der Universität der Künste und schloss im Sommer 2009 als Meisterschüler der Bildenden Künste ab.
Seine kuratorische Praxis setzt sich seit ihren Anfängen 2006 vornehmlich mit der Phänomenologie eines „Öffentlichen Raumes“ auseinander. Dabei interessieren ihn grundsätzlich die Wechselwirkungen zwischen einer gemeinsam geteilten Realität und bildnerischer Form–Werdung. Die Thematik spannt sich dabei von Interventionen im gesellschaftlich-architektonischen Raum, über zeitaktuelle philosophische Dispositive bis hin zu Auseinandersetzungen mit den Neuen Medien und einer expandierenden Virtualität. Seit 2018 rückt besonders das absehbare Ende der globalen Ökologie im Zuge eines spätkapitalistischen Systems in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Dabei nehmen die Möglichkeiten einer kollektiven Genese oft einen großen Stellenwert in den Aktivitäten ein. So realisiert er in unterschiedlichen Kooperationen mit verschiedenen Partnern diverse Spielarten einer unabhängigen, kollektiv–kulturellen Arbeit. Zu diesen Partnern zählten beispielsweise Artitude e.V., das Haus am Lützowplatz e.V., das Dockville Festival Hamburg, Das Institut für Raumexperimente, das Goethe Institut Athen, State of Concept Athen, REMAP Athen, das Herzliya Museum Tel Aviv, der Hamburger Bahnhof Berlin, das Centre Pompidou Paris, Kindred Spirit Lissabon und u.v.m. Seit 2024 obliegt ihm die Künstlerische Leitung des Kunstvereins Göttingen.
Über die Ausstellung
Die Ressourcen der Erde sind endlich und die ökologischen Systeme sind bereits stark destabilisiert, wie nicht nur dieser weltweite Dürresommer drastisch vor Augen führt. Daher haben fortschrittsliebenden Technologie–Mogule einen neuen Wettlauf auf Rohstoffe eröffnet; nur heißt das Motto diesmal nicht „Go West! sondern eher „Go Mars!“ Nach den Ressourcen der Erde sollen jetzt andere Himmelskörper zeitnah ausgebeutet werden.
Die Werke in dieser Einzel Ausstellung Xenoform von Nieves de la Fuente greifen relevante Aspekte zu dieser Thematik auf. Die fünf gezeigten Werkgruppen: „Bridge“, „No habrá servicio los Domingos ni en el cumpleaños de la Reina Victoria“, „Reliquia de las Disciplinas Geográficas“, „Night Companions“ oder „ODD//FOES“ zeigen Aspekte aus der Geschichte und Zukunft des Bergbaus und der interplanetaren Navigation, welche für die Besiedlung des Weltraums unerlässlich ist.
Damit bereichert die spanische Künstlerin das Jahresthema „TRANSHUMAN“ vielschichtig mit den neuen Bereichen und Aspekten aus ihrem Werk. Nieves de la Fuente zeigt so beispielhaft auf, wo sich in der Gegenwart bereits „Transhumane Tendenzen“ vollziehen und wie dieser Vollzug die menschliche Sicht auf interplanetare Konstellationen und Möglichkeiten grundlegend erweitert. Doch neue Handlungsspielräume erfordern auch den gesellschaftlichen Diskurs in der Abwägung möglicher Folgen für die Allgemeinheit. Der Kunstverein Göttingen ermöglicht diesen gemeinsamen, kritischen Diskurs im Rahmenprogramm und auf Basis seiner Ausstellungen von zeitgenössischer Kunst als einen wichtigen Teil der eigenen, gesellschaftlichen Agenda.
VERBLEIBENDES PROGRAMM
So. 27. Sep um 15 Uhr
Sonntagstour mit Stephan Klee
So 4. Okt 2026 um 11 – 16 Uhr
Die Große Finissage mit
11 Uhr
Führung
„Walk and Talk“ – durch die Ausstellung mit der Künstlerin Nieves de la Fuente und dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
14 Uhr
Podiumsgespräch
mit Ina Neddermeyer (Direktorin, Museum Giersch der Goethe-Universität Frankfurt) und der Künstlerin Nieves de la Fuente, Moderation von Stephan Klee
(Eintritt frei)
Laufzeit
9. August – 4. Okt 2026
Di – So 11 – 17 Uhr
Ort
Altes Rathaus Göttingen (1. OG)
Markt 9
37073 Göttingen
Eintritt:
€ 3,00 / € 1,50 (ermäßigt)
Gäste bis 18 Jahren frei
Kultur-Ticket frei
Vernissagen und Finissagen frei
Veranstaltungsbilder:
Nieves de la Fuente ODD // FOES – Series, 2023, generiertes Bild, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026
Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Brigde“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Brigde“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Brigde“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Night Companions“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, Photo@Heidi Pfohl
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- Nieves de la Fuente: „Night Companions“, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, Photo@Heidi Pfohl
DAS JAHRESPROGRAMM
TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)
Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DIASPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.
Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.
Wir danken unseren Förderern: Hochschule Bielefeld, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

Datum
4. Oktober (Sonntag) - 4. Oktober (Sonntag)
Veranstaltungsort
Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus
Markt 9 | 37073 Göttingen
Öffnungszeiten
Sonntag, 4. Okt 11 – 16 Uhr
17Okt17:0020:00Vernissage – TRANSHUMAN N°5DysisKunstverein Göttingen im Alten Rathaus
EINLADUNG ZUR VERNISSAGE TRANSHUMAN N°5 Dysis Astali/Peirce, Birte Bosse, Simon Faithfull, Olga Fedorova, Stella Geppert, Bastian Hoffmann, Virginie Ittah, Delia Jürgens, Felix Kiessling, Frederik Marks, Aline Schwörer, Geerten Verheus kuratiert von Stephan
EINLADUNG ZUR VERNISSAGE
TRANSHUMAN N°5
Dysis
Astali/Peirce, Birte Bosse, Simon Faithfull, Olga Fedorova, Stella Geppert, Bastian Hoffmann, Virginie Ittah, Delia Jürgens, Felix Kiessling, Frederik Marks, Aline Schwörer, Geerten Verheus
kuratiert von Stephan Klee
Die finale Gruppenausstellung des Jahres 2026 heißt Dysis und vereint die Werke von zwölf internationalen Künstlerinnen und Künstlern zur Jahresthematik TRANSHUMAN in den 320 qm großen Ausstellungsräumen im Alten Rathaus Göttingen. Dafür werden etablierte Namen mit bemerkenswerten Newcomern variiert und die jeweiligen Werke in neue, oft erhellende Beziehungen gesetzt. Zur Eröffnung am Samstag, den 17. Oktober, laden wir Sie hiermit herzlich ein. Es werden einige der Kunstschaffenden anwesend sein; für Einführung, Gesprächsstoff, Getränke und Snacks ist gesorgt. Wir freuen uns sehr auf Ihr Erscheinen.
Vernissage
Samstag, den 17. Oktober 17 Uhr
geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei)
Ort
Altes Rathaus Göttingen (1. OG)
Markt 9
37073 Göttingen
…
„So bilden die gezeigten Werke ein räumliches Netzwerk von künstlerischen Zeugnissen und Spurenträgern einer ehemaligen Anwesenheit, einer vergangenen Aktivität. Wie an einem Tatort können die Betrachtenden die Nachwirkungen von etwas Gewesenem erfassen, ohne vollends auflösen zu können, was eigentlich geschah. Simon Faithful zeigt die überflutete Ferienanlage eines Ölingenieurs, Bastian Hoffmann steuert einen auf dem Boden zerflossenen Porschemotor bei, Stella Geppert lässt Ton-Aufwühlungen einer Gruppe arbeitender Menschen erstarren, Birte Bosse stellt herausgebrochene Beton–Armierungen auf und Astali/Peirce platzieren ein bereits mineralisiertes T-Shirt, um nur einige Beispiele aufzuführen.“
…
PROGRAMM
Sa, 17. Okt ab 17 Uhr
Vernissage
Willkommensreden und Einführung in die Ausstellung
Künstlerinnen, Künstler und der Kurator werden vor Ort sein
geöffnet bis 20 Uhr
(Eintritt frei)
So 1. Nov / So 8. Nov
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler bzw. Stephan Klee
Sa 7. Nov 2026 um 14 Uhr
Der Lange Nachmittag der Kunst
mit Führung und Podiumsgespräch
geöffnet bis 19 Uhr
(Eintritt frei)
So 13. Dez 2026 um 15 Uhr
Finissage
mit Führung von Stephan Klee
und Ausklang
geöffnet bis 17 Uhr
(Eintritt frei)
Laufzeit
18. Okt – 13. Dez 2026
Di – So 11 – 17 Uhr
Ort
Altes Rathaus Göttingen (1. OG)
Markt 9
37073 Göttingen
Eintritt:
€ 3,00 / € 1,50 (ermäßigt)
Gäste bis 18 Jahren frei
Kultur-Ticket frei
Vernissagen und Finissagen frei
Veranstaltungsbilder:
Simon Faithfull Reenactment for a Future Scenario no. 2: Cape Romano, HD video, 6min loop, 2019
Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
DAS JAHRESPROGRAMM
TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)
Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DIASPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.
Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.
Wir danken unseren Förderern: Stiftung Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

Datum
17. Oktober (Samstag) - 17. Oktober (Samstag)
Veranstaltungsort
Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus
Markt 9 | 37073 Göttingen
Öffnungszeiten
Samstag, den 17.10. 2026, 17 – 20 Uhr
TRANSHUMAN N°5 Dysis Astali/Peirce, Birte Bosse, Simon Faithfull, Olga Fedorova, Stella Geppert, Bastian Hoffmann, Virginie Ittah, Delia Jürgens, Felix Kiessling, Frederik Marks, Aline Schwörer, Geerten Verheus kuratiert von Stephan Klee Vernissage Samstag, den
TRANSHUMAN N°5
Dysis
Astali/Peirce, Birte Bosse, Simon Faithfull, Olga Fedorova, Stella Geppert, Bastian Hoffmann, Virginie Ittah, Delia Jürgens, Felix Kiessling, Frederik Marks, Aline Schwörer, Geerten Verheus
kuratiert von Stephan Klee
Vernissage
Samstag, den 17. Oktober 17 Uhr
geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei)
Laufzeit
18. Okt – 13. Dez 2026
Di – So 11 – 17 Uhr
Ort
Altes Rathaus Göttingen (1. OG)
Markt 9
37073 Göttingen
Eintritt:
€ 3,00 / € 1,50 (ermäßigt)
Gäste bis 18 Jahren frei
Kultur-Ticket frei
Vernissagen und Finissagen frei
EINFÜHRUNG
„Das Ende der Welt ist bereits eingetreten. Wir können das Datum, an dem die Welt unterging, mit unheimlicher Genauigkeit bestimmen. Bequemlichkeit wird nicht ohne Weiteres mit Geschichtsschreibung in Verbindung gebracht, ebenso wenig wie mit geologischer Zeit. Aber in diesem Fall ist es unheimlich klar. Es war im April 1784, als James Watt die Dampfmaschine patentieren ließ, ein Akt, der die Ablagerung von Kohlenstoff in der Erdkruste einleitete – nämlich den Beginn der Menschheit als geophysikalische Kraft auf planetarischer Ebene.“ *
Dysis – Δύσις ist altgriechisch und bedeutet u.a. „Untergang eines Gestirns“, „Westen“, „Abenddämmerung“, „Setzung“ und „Versteck“. In der griechischen Mythologie ist „Dysis“ auch die Schutzgöttin der Zeit des Sonnenuntergangs, der Phase der Dämmerung beim Wechsel vom Tag zur Nacht, die auch als Moment der Reflexion und des Wandels gesehen wird. Die so betitelte, finale Gruppenausstellung 2026 stellt Werke zur Jahresthematik TRANSHUMAN in den 320 qm großen Ausstellungsräumen im Alten Rathaus Göttingen gegenüber. Dafür bringt sie international anerkannte Positionen mit wichtigen Neuentdeckungen zusammen und setzt die jeweiligen Arbeiten in neue, oft erhellende Beziehungen. Das Ganze ist auch kuratorisches Neuland.
Denn für Dysis wird das Szenario einer verlassenen Zukunft nach unserer aktuellen Zivilisation bewusst inszeniert: Nur noch vereinzelte Skulpturen und Objekte in den mittelalterlichen Galerieräumen lassen vergangene, humane Aktivität erahnen, oder deformierte Objekte ohne Funktion künden noch von unserer aktuellen Hochkultur. Dazu kommen Filmszenen von verfallenen Architekturen und dysfunktionalen Fortbewegungsmitteln. So bilden die gezeigten Werke ein räumliches Netzwerk von künstlerischen Zeugnissen und Spurenträgern einer ehemaligen Anwesenheit, einer vergangenen Aktivität. Wie an einem Tatort können die Betrachtenden die Nachwirkungen von etwas Gewesenem erfassen, ohne vollends auflösen zu können, was eigentlich geschah. Simon Faithfull zeigt die überflutete Ferienanlage eines Ölingenieurs, Bastian Hoffmann steuert einen auf dem Boden zerflossenen Porschemotor bei, Stella Geppert lässt Ton-Aufwühlungen einer Gruppe arbeitender Menschen erstarren, Birte Bosse stellt herausgebrochene Beton–Armierungen auf und Astali/Peirce ein platzieren ein bereits mineralisiertes T-Shirt, um nur einige Beispiele aufzuführen.
Alle gezeigten Arbeiten zeichnet eine finale Rätselhaftigkeit aus, sie evozieren Gedanken und Gefühle, ohne jemals ein klares Ergebnis oder einen klaren Grund für ihre erratische Präsenz einlösen zu können. In diesem Stadium der Spannung zwischen Ahnung und Verweigerung verharren sie in Raum und Kondition. Damit verweisen sie u.a. auf den philosophischen Themenkomplex des spekulativen Realismus (oder dem verwandten Gebiet der Objekt Orientated Ontology), welcher folgende Tatsache einfordert: Die Dinge an sich haben einen autonomen Bereich, der sich einer final durchdringenden menschlichen Wahrnehmung oder wissenschaftlicher Messbarkeit entzieht. Dementsprechend muss es einen gewichtigen Teil der Realität außerhalb unseres Bewusstseins geben. Das bedeutet wiederum: die Dinge in der Welt verhalten sich in Wahrheit autonom und sie sind nicht anthropozentrisch geordnet; quasi um die menschliche Wahrnehmung und Forschung herum kausal angeordnet. Timothy Morton erweitert dieses Weltverständnis mit den sogenannten „Hyper Objects“. Das sind tiefgreifende Prozesse und Entwicklungen, welche so lange dauern, oder so komplex sind, dass sie sich sowohl der menschlichen Vorstellungskraft als auch einer kompletten wissenschaftlichen Modulation entziehen und dennoch ständig unseren Planeten verändern. Die Zersetzung der Welt durch die expandierende, technologisch–maschinelle Umwandlung der globalen Ressourcen in Energie, Produkte, Rechnerprozesse und Dienstleistungen ist für ihn das Beispiel eines Hyperobjects.
Zusätzlich konfrontieren die Setzungen der Ausstellung die Besuchenden auch oft fast salopp mit der Frage: „Ist das die ausgestellte Kunst oder war das schon vorher da?“ So entsteht eine ungewöhnliche Durchsetzung von Alltag mit Hochkultur: Eine bereits vergangene, nahe Zukunft oder besser: Die Möglichkeit der Vergangenheit unserer Epoche ist in der Realität unserer Gegenwart angekommen. Zusätzlich gibt es da noch einzelne „Wesen“ einer belebten, posthumanen Zukunft, welche sich in ihren Aktivitäten gerade das brachliegende Terrain dieser Ausstellung erobern. Beispielhaft ist hier das Wachswesen einer Virginie Ittah oder die neuen Spezies einer Aline Schwörer.
In der Summe ergibt sich also folgendes Szenario in der nahen Zukunft: Die Ära des Transhumanismus ist gescheitert und dämmert bereits ihrem finalen Ende entgegen, während sich die neue Ära des Posthumanismus bereits anbahnt. Die Ausstellung präsentiert damit eine Phase des Transits, der Gleichzeitigkeit zweier Epochen. Es wird ein Schwellen–Zustand erzeugt, eine inszenierte Liminalität in der Zeitrechnung. Für die Gäste tauchen hier Fragen auf wie: „Befinden wir uns bereits im Ausklang einer Epoche und was sind ihre Relikte?“ – „Wie würden wir uns in dieser Dämmerung des Westens positionieren?“ und: „Welche Zukunft könnte uns am Morgen des Wandels erwarten?“ In diesem Sinne ist diese abschließende Ausstellung 2026 auch eine Art von Schnittstelle in das kommende Ausstellungsjahr 2027: >POSTHUMAN.
* Timothy Morton in „Hyperobjects – Philosophie und Ökologie nach dem Ende der Welt“, 2013, S.7
PROGRAMM
Sa, 17. Okt ab 17 Uhr
Vernissage
Willkommensreden und Einführung in die Ausstellung
Künstlerinnen, Künstler und der Kurator werden vor Ort sein
geöffnet bis 20 Uhr
(Eintritt frei)
So 1. Nov / So 8. Nov
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler bzw. Stephan Klee
Sa 7. Nov 2026 um 14 Uhr
Der Lange Nachmittag der Kunst
mit Führung und Podiumsgespräch
geöffnet bis 19 Uhr
(Eintritt frei)
So 13. Dez 2026 um 15 Uhr
Finissage
mit Führung von Stephan Klee
und Ausklang
geöffnet bis 17 Uhr
(Eintritt frei)
Veranstaltungsbilder:
Simon Faithfull Reenactment for a Future Scenario no. 2: Cape Romano, HD video, 6min loop, 2019
Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
DAS JAHRESPROGRAMM
TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)
Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DIASPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.
Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.
Wir danken unseren Förderern: Stiftung Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

Datum
18. Oktober (Sonntag) - 13. Dezember (Sonntag)
Veranstaltungsort
Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus
Markt 9 | 37073 Göttingen
Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag 11 – 17 Uhr
November
TRANSHUMAN N°5 Dysis Astali/Peirce, Birte Bosse, Simon Faithfull, Olga Fedorova, Stella Geppert, Bastian Hoffmann, Virginie Ittah, Delia Jürgens, Felix Kiessling, Frederik Marks, Aline Schwörer, Geerten Verheus kuratiert von Stephan Klee Vernissage Samstag, den
TRANSHUMAN N°5
Dysis
Astali/Peirce, Birte Bosse, Simon Faithfull, Olga Fedorova, Stella Geppert, Bastian Hoffmann, Virginie Ittah, Delia Jürgens, Felix Kiessling, Frederik Marks, Aline Schwörer, Geerten Verheus
kuratiert von Stephan Klee
Vernissage
Samstag, den 17. Oktober 17 Uhr
geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei)
Laufzeit
18. Okt – 13. Dez 2026
Di – So 11 – 17 Uhr
Ort
Altes Rathaus Göttingen (1. OG)
Markt 9
37073 Göttingen
Eintritt:
€ 3,00 / € 1,50 (ermäßigt)
Gäste bis 18 Jahren frei
Kultur-Ticket frei
Vernissagen und Finissagen frei
EINFÜHRUNG
„Das Ende der Welt ist bereits eingetreten. Wir können das Datum, an dem die Welt unterging, mit unheimlicher Genauigkeit bestimmen. Bequemlichkeit wird nicht ohne Weiteres mit Geschichtsschreibung in Verbindung gebracht, ebenso wenig wie mit geologischer Zeit. Aber in diesem Fall ist es unheimlich klar. Es war im April 1784, als James Watt die Dampfmaschine patentieren ließ, ein Akt, der die Ablagerung von Kohlenstoff in der Erdkruste einleitete – nämlich den Beginn der Menschheit als geophysikalische Kraft auf planetarischer Ebene.“ *
Dysis – Δύσις ist altgriechisch und bedeutet u.a. „Untergang eines Gestirns“, „Westen“, „Abenddämmerung“, „Setzung“ und „Versteck“. In der griechischen Mythologie ist „Dysis“ auch die Schutzgöttin der Zeit des Sonnenuntergangs, der Phase der Dämmerung beim Wechsel vom Tag zur Nacht, die auch als Moment der Reflexion und des Wandels gesehen wird. Die so betitelte, finale Gruppenausstellung 2026 stellt Werke zur Jahresthematik TRANSHUMAN in den 320 qm großen Ausstellungsräumen im Alten Rathaus Göttingen gegenüber. Dafür bringt sie international anerkannte Positionen mit wichtigen Neuentdeckungen zusammen und setzt die jeweiligen Arbeiten in neue, oft erhellende Beziehungen. Das Ganze ist auch kuratorisches Neuland.
Denn für Dysis wird das Szenario einer verlassenen Zukunft nach unserer aktuellen Zivilisation bewusst inszeniert: Nur noch vereinzelte Skulpturen und Objekte in den mittelalterlichen Galerieräumen lassen vergangene, humane Aktivität erahnen, oder deformierte Objekte ohne Funktion künden noch von unserer aktuellen Hochkultur. Dazu kommen Filmszenen von verfallenen Architekturen und dysfunktionalen Fortbewegungsmitteln. So bilden die gezeigten Werke ein räumliches Netzwerk von künstlerischen Zeugnissen und Spurenträgern einer ehemaligen Anwesenheit, einer vergangenen Aktivität. Wie an einem Tatort können die Betrachtenden die Nachwirkungen von etwas Gewesenem erfassen, ohne vollends auflösen zu können, was eigentlich geschah. Simon Faithfull zeigt die überflutete Ferienanlage eines Ölingenieurs, Bastian Hoffmann steuert einen auf dem Boden zerflossenen Porschemotor bei, Stella Geppert lässt Ton-Aufwühlungen einer Gruppe arbeitender Menschen erstarren, Birte Bosse stellt herausgebrochene Beton–Armierungen auf und Astali/Peirce ein platzieren ein bereits mineralisiertes T-Shirt, um nur einige Beispiele aufzuführen.
Alle gezeigten Arbeiten zeichnet eine finale Rätselhaftigkeit aus, sie evozieren Gedanken und Gefühle, ohne jemals ein klares Ergebnis oder einen klaren Grund für ihre erratische Präsenz einlösen zu können. In diesem Stadium der Spannung zwischen Ahnung und Verweigerung verharren sie in Raum und Kondition. Damit verweisen sie u.a. auf den philosophischen Themenkomplex des spekulativen Realismus (oder dem verwandten Gebiet der Objekt Orientated Ontology), welcher folgende Tatsache einfordert: Die Dinge an sich haben einen autonomen Bereich, der sich einer final durchdringenden menschlichen Wahrnehmung oder wissenschaftlicher Messbarkeit entzieht. Dementsprechend muss es einen gewichtigen Teil der Realität außerhalb unseres Bewusstseins geben. Das bedeutet wiederum: die Dinge in der Welt verhalten sich in Wahrheit autonom und sie sind nicht anthropozentrisch geordnet; quasi um die menschliche Wahrnehmung und Forschung herum kausal angeordnet. Timothy Morton erweitert dieses Weltverständnis mit den sogenannten „Hyper Objects“. Das sind tiefgreifende Prozesse und Entwicklungen, welche so lange dauern, oder so komplex sind, dass sie sich sowohl der menschlichen Vorstellungskraft als auch einer kompletten wissenschaftlichen Modulation entziehen und dennoch ständig unseren Planeten verändern. Die Zersetzung der Welt durch die expandierende, technologisch–maschinelle Umwandlung der globalen Ressourcen in Energie, Produkte, Rechnerprozesse und Dienstleistungen ist für ihn das Beispiel eines Hyperobjects.
Zusätzlich konfrontieren die Setzungen der Ausstellung die Besuchenden auch oft fast salopp mit der Frage: „Ist das die ausgestellte Kunst oder war das schon vorher da?“ So entsteht eine ungewöhnliche Durchsetzung von Alltag mit Hochkultur: Eine bereits vergangene, nahe Zukunft oder besser: Die Möglichkeit der Vergangenheit unserer Epoche ist in der Realität unserer Gegenwart angekommen. Zusätzlich gibt es da noch einzelne „Wesen“ einer belebten, posthumanen Zukunft, welche sich in ihren Aktivitäten gerade das brachliegende Terrain dieser Ausstellung erobern. Beispielhaft ist hier das Wachswesen einer Virginie Ittah oder die neuen Spezies einer Aline Schwörer.
In der Summe ergibt sich also folgendes Szenario in der nahen Zukunft: Die Ära des Transhumanismus ist gescheitert und dämmert bereits ihrem finalen Ende entgegen, während sich die neue Ära des Posthumanismus bereits anbahnt. Die Ausstellung präsentiert damit eine Phase des Transits, der Gleichzeitigkeit zweier Epochen. Es wird ein Schwellen–Zustand erzeugt, eine inszenierte Liminalität in der Zeitrechnung. Für die Gäste tauchen hier Fragen auf wie: „Befinden wir uns bereits im Ausklang einer Epoche und was sind ihre Relikte?“ – „Wie würden wir uns in dieser Dämmerung des Westens positionieren?“ und: „Welche Zukunft könnte uns am Morgen des Wandels erwarten?“ In diesem Sinne ist diese abschließende Ausstellung 2026 auch eine Art von Schnittstelle in das kommende Ausstellungsjahr 2027: >POSTHUMAN.
* Timothy Morton in „Hyperobjects – Philosophie und Ökologie nach dem Ende der Welt“, 2013, S.7
PROGRAMM
Sa, 17. Okt ab 17 Uhr
Vernissage
Willkommensreden und Einführung in die Ausstellung
Künstlerinnen, Künstler und der Kurator werden vor Ort sein
geöffnet bis 20 Uhr
(Eintritt frei)
So 1. Nov / So 8. Nov
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler bzw. Stephan Klee
Sa 7. Nov 2026 um 14 Uhr
Der Lange Nachmittag der Kunst
mit Führung und Podiumsgespräch
geöffnet bis 19 Uhr
(Eintritt frei)
So 13. Dez 2026 um 15 Uhr
Finissage
mit Führung von Stephan Klee
und Ausklang
geöffnet bis 17 Uhr
(Eintritt frei)
Veranstaltungsbilder:
Simon Faithfull Reenactment for a Future Scenario no. 2: Cape Romano, HD video, 6min loop, 2019
Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
DAS JAHRESPROGRAMM
TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)
Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DIASPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.
Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.
Wir danken unseren Förderern: Stiftung Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

Datum
18. Oktober (Sonntag) - 13. Dezember (Sonntag)
Veranstaltungsort
Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus
Markt 9 | 37073 Göttingen
Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag 11 – 17 Uhr
Dezember
TRANSHUMAN N°5 Dysis Astali/Peirce, Birte Bosse, Simon Faithfull, Olga Fedorova, Stella Geppert, Bastian Hoffmann, Virginie Ittah, Delia Jürgens, Felix Kiessling, Frederik Marks, Aline Schwörer, Geerten Verheus kuratiert von Stephan Klee Vernissage Samstag, den
TRANSHUMAN N°5
Dysis
Astali/Peirce, Birte Bosse, Simon Faithfull, Olga Fedorova, Stella Geppert, Bastian Hoffmann, Virginie Ittah, Delia Jürgens, Felix Kiessling, Frederik Marks, Aline Schwörer, Geerten Verheus
kuratiert von Stephan Klee
Vernissage
Samstag, den 17. Oktober 17 Uhr
geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei)
Laufzeit
18. Okt – 13. Dez 2026
Di – So 11 – 17 Uhr
Ort
Altes Rathaus Göttingen (1. OG)
Markt 9
37073 Göttingen
Eintritt:
€ 3,00 / € 1,50 (ermäßigt)
Gäste bis 18 Jahren frei
Kultur-Ticket frei
Vernissagen und Finissagen frei
EINFÜHRUNG
„Das Ende der Welt ist bereits eingetreten. Wir können das Datum, an dem die Welt unterging, mit unheimlicher Genauigkeit bestimmen. Bequemlichkeit wird nicht ohne Weiteres mit Geschichtsschreibung in Verbindung gebracht, ebenso wenig wie mit geologischer Zeit. Aber in diesem Fall ist es unheimlich klar. Es war im April 1784, als James Watt die Dampfmaschine patentieren ließ, ein Akt, der die Ablagerung von Kohlenstoff in der Erdkruste einleitete – nämlich den Beginn der Menschheit als geophysikalische Kraft auf planetarischer Ebene.“ *
Dysis – Δύσις ist altgriechisch und bedeutet u.a. „Untergang eines Gestirns“, „Westen“, „Abenddämmerung“, „Setzung“ und „Versteck“. In der griechischen Mythologie ist „Dysis“ auch die Schutzgöttin der Zeit des Sonnenuntergangs, der Phase der Dämmerung beim Wechsel vom Tag zur Nacht, die auch als Moment der Reflexion und des Wandels gesehen wird. Die so betitelte, finale Gruppenausstellung 2026 stellt Werke zur Jahresthematik TRANSHUMAN in den 320 qm großen Ausstellungsräumen im Alten Rathaus Göttingen gegenüber. Dafür bringt sie international anerkannte Positionen mit wichtigen Neuentdeckungen zusammen und setzt die jeweiligen Arbeiten in neue, oft erhellende Beziehungen. Das Ganze ist auch kuratorisches Neuland.
Denn für Dysis wird das Szenario einer verlassenen Zukunft nach unserer aktuellen Zivilisation bewusst inszeniert: Nur noch vereinzelte Skulpturen und Objekte in den mittelalterlichen Galerieräumen lassen vergangene, humane Aktivität erahnen, oder deformierte Objekte ohne Funktion künden noch von unserer aktuellen Hochkultur. Dazu kommen Filmszenen von verfallenen Architekturen und dysfunktionalen Fortbewegungsmitteln. So bilden die gezeigten Werke ein räumliches Netzwerk von künstlerischen Zeugnissen und Spurenträgern einer ehemaligen Anwesenheit, einer vergangenen Aktivität. Wie an einem Tatort können die Betrachtenden die Nachwirkungen von etwas Gewesenem erfassen, ohne vollends auflösen zu können, was eigentlich geschah. Simon Faithfull zeigt die überflutete Ferienanlage eines Ölingenieurs, Bastian Hoffmann steuert einen auf dem Boden zerflossenen Porschemotor bei, Stella Geppert lässt Ton-Aufwühlungen einer Gruppe arbeitender Menschen erstarren, Birte Bosse stellt herausgebrochene Beton–Armierungen auf und Astali/Peirce ein platzieren ein bereits mineralisiertes T-Shirt, um nur einige Beispiele aufzuführen.
Alle gezeigten Arbeiten zeichnet eine finale Rätselhaftigkeit aus, sie evozieren Gedanken und Gefühle, ohne jemals ein klares Ergebnis oder einen klaren Grund für ihre erratische Präsenz einlösen zu können. In diesem Stadium der Spannung zwischen Ahnung und Verweigerung verharren sie in Raum und Kondition. Damit verweisen sie u.a. auf den philosophischen Themenkomplex des spekulativen Realismus (oder dem verwandten Gebiet der Objekt Orientated Ontology), welcher folgende Tatsache einfordert: Die Dinge an sich haben einen autonomen Bereich, der sich einer final durchdringenden menschlichen Wahrnehmung oder wissenschaftlicher Messbarkeit entzieht. Dementsprechend muss es einen gewichtigen Teil der Realität außerhalb unseres Bewusstseins geben. Das bedeutet wiederum: die Dinge in der Welt verhalten sich in Wahrheit autonom und sie sind nicht anthropozentrisch geordnet; quasi um die menschliche Wahrnehmung und Forschung herum kausal angeordnet. Timothy Morton erweitert dieses Weltverständnis mit den sogenannten „Hyper Objects“. Das sind tiefgreifende Prozesse und Entwicklungen, welche so lange dauern, oder so komplex sind, dass sie sich sowohl der menschlichen Vorstellungskraft als auch einer kompletten wissenschaftlichen Modulation entziehen und dennoch ständig unseren Planeten verändern. Die Zersetzung der Welt durch die expandierende, technologisch–maschinelle Umwandlung der globalen Ressourcen in Energie, Produkte, Rechnerprozesse und Dienstleistungen ist für ihn das Beispiel eines Hyperobjects.
Zusätzlich konfrontieren die Setzungen der Ausstellung die Besuchenden auch oft fast salopp mit der Frage: „Ist das die ausgestellte Kunst oder war das schon vorher da?“ So entsteht eine ungewöhnliche Durchsetzung von Alltag mit Hochkultur: Eine bereits vergangene, nahe Zukunft oder besser: Die Möglichkeit der Vergangenheit unserer Epoche ist in der Realität unserer Gegenwart angekommen. Zusätzlich gibt es da noch einzelne „Wesen“ einer belebten, posthumanen Zukunft, welche sich in ihren Aktivitäten gerade das brachliegende Terrain dieser Ausstellung erobern. Beispielhaft ist hier das Wachswesen einer Virginie Ittah oder die neuen Spezies einer Aline Schwörer.
In der Summe ergibt sich also folgendes Szenario in der nahen Zukunft: Die Ära des Transhumanismus ist gescheitert und dämmert bereits ihrem finalen Ende entgegen, während sich die neue Ära des Posthumanismus bereits anbahnt. Die Ausstellung präsentiert damit eine Phase des Transits, der Gleichzeitigkeit zweier Epochen. Es wird ein Schwellen–Zustand erzeugt, eine inszenierte Liminalität in der Zeitrechnung. Für die Gäste tauchen hier Fragen auf wie: „Befinden wir uns bereits im Ausklang einer Epoche und was sind ihre Relikte?“ – „Wie würden wir uns in dieser Dämmerung des Westens positionieren?“ und: „Welche Zukunft könnte uns am Morgen des Wandels erwarten?“ In diesem Sinne ist diese abschließende Ausstellung 2026 auch eine Art von Schnittstelle in das kommende Ausstellungsjahr 2027: >POSTHUMAN.
* Timothy Morton in „Hyperobjects – Philosophie und Ökologie nach dem Ende der Welt“, 2013, S.7
PROGRAMM
Sa, 17. Okt ab 17 Uhr
Vernissage
Willkommensreden und Einführung in die Ausstellung
Künstlerinnen, Künstler und der Kurator werden vor Ort sein
geöffnet bis 20 Uhr
(Eintritt frei)
So 1. Nov / So 8. Nov
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler bzw. Stephan Klee
Sa 7. Nov 2026 um 14 Uhr
Der Lange Nachmittag der Kunst
mit Führung und Podiumsgespräch
geöffnet bis 19 Uhr
(Eintritt frei)
So 13. Dez 2026 um 15 Uhr
Finissage
mit Führung von Stephan Klee
und Ausklang
geöffnet bis 17 Uhr
(Eintritt frei)
Veranstaltungsbilder:
Simon Faithfull Reenactment for a Future Scenario no. 2: Cape Romano, HD video, 6min loop, 2019
Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
DAS JAHRESPROGRAMM
TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)
Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DIASPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.
Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.
Wir danken unseren Förderern: Stiftung Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

Datum
18. Oktober (Sonntag) - 13. Dezember (Sonntag)
Veranstaltungsort
Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus
Markt 9 | 37073 Göttingen
Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag 11 – 17 Uhr











