Veranstaltungen
Juni 2026
01Jan01:0030Jun(Jun 30)23:00TERRA DIASPORA 2024 / 2025Die EditionenKunstverein Göttingen e.V.
DIE EDITIONEN DES PROGRAMMS 2024 / 2025 TERRA DIASPORA WELTEN WANDELN – 2024 AKTIVE TERRAINS – 2025 TERRA DIASPORA ist das Leitmotiv des Kunstvereins Göttingen 2024-2025. Angesichts fundamentaler Verwerfungen im Zusammenleben von Natur und
DIE EDITIONEN DES PROGRAMMS 2024 / 2025
TERRA DIASPORA
WELTEN WANDELN – 2024
AKTIVE TERRAINS – 2025
TERRA DIASPORA ist das Leitmotiv des Kunstvereins Göttingen 2024-2025. Angesichts fundamentaler Verwerfungen im Zusammenleben von Natur und Mensch, steht TERRA DIASPORA für eine Welt im Aufbruch; für ein Terrain, welches seinen Bewohnenden zunehmend fremd wird, und für eine Erde, auf der die Menschen zu Fremdkörpern werden. Es ist eine Erde in der Fremde, eine Terra Diaspora.
Nachdem der erste Teil der Programmreihe TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN im Jahr 2024 zeitgenössischen Formen fantastischer, figurativer Kunst nachging; lautet TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS das aktuelle Motto des Kunstvereins für das Jahre 2025. Als zweiter Teil der umfassenden Ausstellungsreihe TERRA DIASPORA werden hier die fundamentalen Verwerfungen im Verhältnis von Natur und Mensch in unserer Gegenwart anhand realer geographischer Fallbeispiele und der schöpferischen Reaktion von Kunstschaffenden genau auf diese Zustände in Göttingen gezeigt und diskutiert.
Dieses zusammenhängende Zweijahresprogramm wurde vom Kurator Stephan Klee mit den beteiligten Kunstschaffenden sowie nahstehenden Kuratorinnen entwickelt und betreut.
Zu jeder Ausstellung des TERRA DIASPORA – Programms der letzten zwei Jahre entstand eine Edition, welche der Kunstverein jetzt noch einmal im Überblick zum Kauf anbietet. Die Erlöse helfen dem Kunstverein sowohl nachhaltig das zukünftige Jahresprogramm zu lancieren, als auch einen umfassenden Katalog zu TERRA DIASPORA zu veröffentlichen.
> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: info@kunstvereingoettingen.de | klee@kunstvereingoettingen.de
Hier kommen die Editionen in chronologischer Reihenfolge
Ausstellung
WELTEN WANDLERIN N°1
Ellen Akimoto – Matter Ecstatic
14. Jan – 25. Feb 2024

EDITION
Ellen Akimoto Picture Holder Again, 2024
Für alle Freunde der aktuellen Werke von Ellen Akimoto hat der Kunstverein Göttingen eine exquisite Edition aufgelegt:
Ellen Akimoto Picture Holder Again, 2024, 42 x 29,7 cm, alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf Hahnemühle Photo Rag Matt Baryta Papier, 308g/m², Auflage 15 / 3 AP,
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen
Als Dank für eine wichtige Spende zum Programm holen Sie sich nicht nur eine wunderbare Arbeit in Ihre Privaträume, sondern Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.
TERRA DIASPORA – Welten Wandeln
5. Mai – 12. Jul 2024

EDITION
Runa Ikeda The shadow of the living light – 生ける光の影
Für alle Freunde von phantastischer figurativer Kunst hat der Kunstverein Göttingen eine exquisite Edition aufgelegt:
Runa Ikeda The shadow of the living light – 生ける光の影 / Edition, 2024, alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf HAHNEMÜHLE Bamboo, rauh-matt 280g/m², Auflage 15 / 3 AP, Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen
Ausstellung
WELTEN WANDLER N°2
Dennis Scholl
Neue Wunden oder Vom Beginn der Unmittelbarkeit
30. Jun – 11. Aug 2024

EDITION
Dennis Scholl Senden und Empfangen, 2024,
Digitale Zeichnung 40 x 27,7 cm,
alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf Hahnemühle Ultrasmooth 305g/m²,
Auflage 15 / 3 AP,
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen
Für alle, welche die schillernde Bildwelt Dennis Scholls fasziniert, hat der Kunstverein Göttingen diese exquisite Edition aufgelegt. Mit dem Erwerb holen Sie eine außergewöhnliche Arbeit in Ihre Umgebung, und Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.
Ausstellung
WELTEN WANDLER N°3
Thomias Radin
Rhizome: Time of Revelation
17. Aug – 6. Okt 2024

EDITION
Thomias Radin
What a time to be alive, 2022/24
Edition 15 + 3 AP
H 42 cm x B 35,3 cm
Archival Tintenstrahl-Pigment Druck
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf
HAHNEMÜHLE Museum Etching, rauh-matt
naturweiß, säurefrei, 100% Baumwolle, 350 g/qm
Courtesy of the artist and Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen
Der Kunstverein Göttingen schätzt sich sehr glücklich, dass Thomias Radin eines seiner beeindruckendsten Gemälde für uns noch einmal als Edition auflegt. Mit diesem Kauf holen Sie sich nicht nur eine wunderbare Arbeit in Ihre Privaträume, sondern Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.
Ausstellung
WELTEN WANDLERINNEN N°4 & N°5
Geng Xue & Runa Ikeda: Oneiroi
20. Okt – 15. Dez

EDITION
Geng Xue
看不见的冰湖
Invisible Ice Lake, 2024
Edition 15 + 3 AP
H 27 cm x B 40 cm
Archival Tintenstrahl-Pigment Druck
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf
HAHNEMÜHLE Museum Etching, rauh-matt
naturweiß, säurefrei, 100% Baumwolle, 350 g/qm
courtesy the artist and gallery Migrant Bird Space, Berlin
Preis: 400 € / 300 € für Mitglieder des KV Göttingen
Ausstellung
AKTIVES TERRAIN N°1
Asef–Burckhardt
SHELTER–BONE
Lieben in Krisenzeiten
11. Jan – 23- Feb 2025

EDITION
Asef–Burckhardt
Hand-Charcoal-Song – Edition, 2024
Editionsauflage 12 + 5 AP
H 22 cm x B 40 cm
Archival Tintenstrahl-Pigment Druck
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf
EFI GRAVURE PROOF PAPER, seidenglanz
warmweiß, 245g/qm, mikrokeramisch PE-beschichtet
Courtesy of the artists
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen
Mit dieser Edition veröfflichen Asef–Burckhardt das prägnante Titelmotiv ihrer Ausstellung im Kunstverein, auf dem die Transformation unserer natürlichen Ressourcen und die Geste des aufmerksamen „Schutzgebens“ auf eindrückliche Weise zusammenkommen. Wir sind sehr glücklich diese außergewöhnliche Fotografie in kleiner Auflage anbieten zu können und danken dem Kunst–Duo für die tolle Unterstützung unserer Arbeit hier für zeitgenössische, junge Kunst in Göttingen.
Ausstellung
TERRA DIASPORA – Aktives Terrain N°2
„Collapse is not a destination, it is a process“
13. Jun – 21 Sep 2025

EDITION
Spiros Hadjidjanos
Chemicals are Internal to Us
(Chemikalien sind unser Inneres), 2022–2025
Editionsauflage 12 + 5 AP , H 29,7 cm x B 42 cm (A 3), Archival Tintenstrahl-Pigment Druck (Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf HAHNEMÜHLE PHOTO RAG, samtig – matt, naturweiß, säurefrei, 100% Zellulose, 308 g/qm
Courtesy of the artist
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen
Der Künstler legt hier eine glänzend–surrealistische Hommage an den Elementarhalbleiter Silicium auf, welcher verarbeitet
nicht nur in vielen Bereichen der elektronischen Industrie unentbehrlich ist, sondern auch als natürlicher Stoff unter anderem in organischen Körpern für den Zusammenhalt des Gewebes maßgeblich ist. Damit verkörpert das Motiv auf humorvolle Weise unseren tiefen, stofflichen Austausch mit der terrestrischen Umgebung. Mit dem Kauf der Edition unterstützen Sie die Arbeit unseres Vereins damit auf besonders nachhaltige und tiefsinnige Art und Weise.
Ausstellung
AKTIVES TERRAIN N°3
Mélodie Mousset und Ittah Yoda
Flanieren im Symbiozän
26. Jul – 7. Sep 2025

EDITION
Mélodie Mousset
HanaHana, 2017 – 2025
Die gedruckte Edition für den Kunstverein Göttingen
Editionsauflage 12 + 5 AP
,
29,7 cm x B 42 cm,
Archival Tintenstrahl-Pigment Druck
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf
HAHNEMÜHLE PHOTO RAG,
samtig – matt naturweiß, säurefrei, 100% Zellulose, 308 g/qm
Courtesy of the artist
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen
Die seit Jahren wachsende, interaktive Virtual – Reality Erfahrung HanaHana der Schweizer Französin Mélodie Mousset bietet Interessierten die Möglichkeit mit Hilfe von Controllern durch verschiedene virtuelle Landschaften zu wandeln, während die Besuchenden diese Landschaften fortwährend generativ neu gestalten. Die Freiheit, Schönheit und Sicherheit in HanaHana fühlt sich bemerkenswert an, und eröffnet eine komplett digital erzeugte Alternativ–Welt, einen materialfreien „Safe Space“ der besonderen Art. Es ist uns eine große Ehre, dass Mélodie Mousset jetzt exklusiv für den Kunstverein Göttingen die erste physikalisch greifbare Arbeit aus HanaHana – Universum als Editions –Druck generiert hat. Mit dem Kauf helfen Sie den Kunstverein auch weiterhin der Öffentlichkeit solche experimentelle Arbeiten zu präsentieren.
Ausstellung
AKTIVES TERRAIN N°4
Marjolijn Dijkman
Between the Lines
12 Okt – 7 Dez 2025

EDITION
Marjolijn Dijkman
Earthing Discharge
Photographie
Edition für den Kunstverein Göttingen, 2025
Editionsauflage 12 + 5 AP , H 29,7 cm x B 42 cm (A 3), Archival Tintenstrahl-Pigment Druck (Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf HAHNEMÜHLE PHOTO RAG, samtig – matt, naturweiß, säurefrei, 100% Zellulose, 308 g/qm
Courtesy of the artist
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen
Die künstlich erzeugte „Erdungs–Entladung“ von Steinkohle erzeugt ganz eigene Strukturen elektrischer Funkenschläge und führt die Betrachtenden in eine präzise festgehaltene Welt vormals natürlicher Energieflüsse. Genau diese Kombination versinnbildlicht allerdings auch zwei der wichtigsten, industriellen Revolutionen: Die umfassende Nutzung von Steinkohle und Elektrizität in den Produktionsprozessen. Diese „Freisetzungen“ humaner Ressourcen–Ausbeute in ihre Auswirkungen auf unsere organisch-belebten, terrestrischen Zonen stehen beispielhaft für die Themen in Marjolijn Dijkmans Arbeit und unser Jahresprogramm 2025.
> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: info@kunstvereingoettingen.de | klee@kunstvereingoettingen.de
Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., der Stiftung Niedersachsen, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. Auch bei unseren essentiellen Unterstützern aus dem Ausland möchten wir uns bedanken: dem Institut Français, dem niederländischen Mondriaan Fund und aus Belgien, dem Flanders Culture Fund möchten wir uns herzlich bedanken.

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Datum
1. Januar (Montag) - 30. Juni (Dienstag)
Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag: 14–18 Uhr
Samstag – Sonntag: 11 – 17 Uhr
TRANSHUMAN N°2 Roy Köhnke Being Flesh kuratiert von Stephan Klee Vernissage Samstag, den 30. Mai 17 Uhr geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei) Laufzeit 31. Mai – 26. Jul 2026 Di – So 11 – 17 Uhr Ort Altes
TRANSHUMAN N°2
Roy Köhnke
Being Flesh
kuratiert von Stephan Klee
Vernissage
Samstag, den 30. Mai 17 Uhr
geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei)
Laufzeit
31. Mai – 26. Jul 2026
Di – So 11 – 17 Uhr
Ort
Altes Rathaus Göttingen (1. OG)
Markt 9
37073 Göttingen
Eintritt:
€ 3,00 / € 1,50 (ermäßigt)
Gäste bis 18 Jahren frei
Kultur Ticket frei
Vernissagen und Finissagen frei
EINFÜHRUNG
„Wenn wir beginnen, uns in etwas Überlegenes zu verwandeln, welche Rechte werden diese verbesserten Wesen dann für sich beanspruchen, und welche Rechte werden sie im Vergleich zu denen haben, die zurückbleiben?“ *
Der Transhumanismus strebt primär die Optimierung, ja die Überwindung, des menschlichen Körpers nach heutigem Verständnis an. Für diese Bestrebungen gelten u.a. Genetik, Bio-Ingenieurwesen, künstliche Intelligenz, Prothetik, Kryonik (Eiskonservierung von Körpern) als Kerntechnologien. Positiv ausgedrückt, soll die humane Spezies „ermächtigt“ werden: mehr Leitungsfähigkeit, bessere Sinne, höhere und ortsunabhängige Intelligenz, keine Krankheiten und kein Altern mehr. Die idealisierten Humanoiden sind demzufolge unsterbliche „Über-Subjekte“. Deren zukünftige Verwandtschaft zum aktuellen Homo Sapiens verbleibt (noch) spekulativ. Ob für die transhumanen Entwicklungen, die bereits seit Langem in unserer Gesellschaft stattfinden, oder für die finale Vision des „Übermenschen“, welche Vertretende der reinen Lehre euphorisiert, es gilt: Als Zielobjekt des Transhumanismus steht der humane Körper fundamental im Zentrum; und ist damit auch zentral für unser Jahresthema 2026: TRANSHUMAN.
Während viele Menschen den wissenschaftlichen, medizinischen und technischen Fortschritt als Chancen für ihren Körper begrüßen, bewusst annehmen und aktiv in ihrem organischen Leben integrieren, verkommt ein sich neu radikalisierender Transhumanismus zu einer wirkmächtigen Ideologie, auf deren Basis wirtschaftliche und politische Eliten, körperliche Überlegenheit, grenzenlosen Reichtum und Macht anstreben. Durch exponential wachsendes Investmentkapital zusätzlich beschleunigt, der sogenannten Techno–Kapital–Maschine **, greift ein Verdrängungswettbewerb für den „optimiertesten“ Körper um sich, welcher nicht nur eine technoid-befähigte Elite hervorbringen könnte, sondern die freie Wahl der medizin-technologischen Ertüchtigung im Umgang mit dem eigenen Körper, sukzessiv und forciert aushöhlt. Körper würden somit zu vitalen Abrisszonen des Menschenrechts auf die selbstbestimmte Unversehrtheit des eigenen Körpers.
Aus diesem Spannungsfeld heraus, präsentiert der KVG ganz bewußt mit der zweiten Solo–Ausstellung Being Flesh von Roy Köhnke einen Künstler, der sich zwar primär dem Verhältnis Technologie und Körper facettenreich widmet, aber den aufkommenden techno-kapitalistischen Transhumanismus als faschistoid entschieden ablehnt. Vielmehr setzt sein Wirken explizit an der aktuellen wissenschaftlichen Erfassung und den sozialen Leitbildern des menschlichen Körpers mit grundlegenden Fragen an: Welche Vorstellung vom menschlichen Körper wird eigentlich in der heutigen Gesellschaft vertreten und wie wird dementsprechend mit Körpern verfahren?
Mit bahnbrechenden Proportionsstudien, u.a. von Michelangelo Bounarroti und Leonardo da Vinci (z.B. der „Vitruvianischer Mensch“), über grundlegende, naturwissenschaftliche Werke zur Anatomie z.B. Andreas Vesalius: „De Humani Corporis Fabrica Libri Septem“, bis hin zu den bildgebenden Techniken der heutigen Medizin (Röntgen, CT, Ultraschall, MRT und Nuklearmedizin) hat sich das gesellschaftliche Verständnis über die Beschaffenheit und das Potential des Körpers von der Renaissance bis zur heutigen Postmoderne stark gewandelt. Das undurchsichtige, fleischige Ebenbild Gottes wurde zum gläsernen Menschen, und als perfekt geschmierte, zelluläre Maschine scheinbar endgültig entmystifiziert. Damit war auch die Ausgangslage für die moderne Verfügbarkeit des Organismus bereitet.
Wie dieser funktional ausgerichtete Wissenskomplex über Beschaffenheit und Potential des Körpers sowohl das Selbstverständnis als organisch–mechanische Wesen als auch die Zukunft unserer Spezies prägt, dem geht Roy Köhnke in seinen Werksreihen nach: material-technologisch, aber auch emotional–sensorisch. Sein vorwiegend zeichnerisch-skulpturaler Ansatz integriert u.a. bildgebende medizinische Verfahren und greift unsere Faszination für die umfassende Analyse unserer zellulären Beschaffenheit auf. Zugleich wächst auch die Entfremdung vor der medizinischen und mechanischen Dekonstruktion jener Einheit auf, die wir noch vornehmlich als selbstbestimmten Schutzraum aus Fleisch, Technik und Gedanken begreifen: unseren individuellen Körper. Denn im beschleunigten Transhumanismus zu leben, könnte auch bedeuten, den vertrauten Schutzraum des eigenen Körpers fremdbestimmt immer wieder neu transformieren zu lassen, oder eher zu deformieren? Die Begehung der Installationen des französischen Kreateurs Roy Köhnke im Alten Rathaus kann sich so auch als eine – auf intensiven Eindrücken beruhende – Reflexion des eigenen Körperverständnisses in heutiger Zeit und naher Zukunft herausstellen.
* Francis Fukuyama „Transhumanism“ Source Foreign Policy, No. 144 (Sep. – Oct., 2004), pp. 42-43
** Nick Land in Essay „Melt Down“, 1995, in: „Fanged Noumena: Collected Writings 1987–2007“, (Urbanomic / Sequence Press, veröffentlicht bei MIT Press‘
PROGRAMM
Sa, 30. Mai ab 17 Uhr
Vernissage
Wilkommensreden und Einführung in die Ausstellung
Der Künstler und der Kurator werden vor Ort sein
geöffnet bis 20 Uhr, der Eintritt ist frei
So 7. Jun / So 21. Jun / So. 29. Jun
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler
So 26. Jul 2026 14 – 19 Uhr
Die große Finissage
geöffnet bis 19 Uhr (Eintritt frei) mit
15 – 16 Uhr
Führung
„Walk and Talk“ – durch die Ausstellung mit dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
17 – 18 Uhr
Ausstellungsgespräch
Mit Roy Köhnke, Stephan Klee und Special Gast
18 Uhr
Ausklang
Veranstaltungsbilder:
Roy Köhnke „Bugs series“ (Detail), 2024, Pigmentdruck auf Aluminium | Teil der Ausstellung „It is Stronger than I Thought“, kuratiert von Julien Arnaud, ADAGP | Photo: Salim Santa Lucia | Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
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- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“, cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia
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- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“, cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia
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- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“ (detail), cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia
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- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“ (Detail), cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia
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- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“, cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia
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- Roy Köhnke „Being Flesh“, Produktion Ansicht, MRT–Scan von Sculptur, Ko–Production: CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille
-
- Roy Köhnke „Being Flesh“(still2), short version, UN1- 20 min, extract of 90 min sound track by Unglee Izy, Coproduction: CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille
-
- Roy Köhnke „Being Flesh“(still2), short version, UN1- 20 min, extract of 90 min sound track by Unglee Izy, Coproduction _ CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille
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- Roy Köhnke „Being Flesh“(still2), short version, UN1- 20 min, extract of 90 min sound track by Unglee Izy, Coproduction _ CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille
ÜBER DEN KÜNSTLER
Von Skulpturen über Zeichnungen bis hin zu Multimedia-Installationen – Roy Köhnkes Arbeit verbindet Hochtechnologien mit elementarer Handarbeit. Sein Projekt zielt darauf ab, körperliche Grenzen zu überwinden, indem es die physischen Besonderheiten und Narrative des Körpers wieder mit seiner Umgebung verbindet und ihn gleichzeitig als eigenständiges Terrain und Narrativ betrachtet. Durch die Arbeit mit neuen Technologien wie MRT oder emotionaler KI erforscht er Alternativen zu den vorherrschenden Science-Fiction-Erzählungen, um einen Körper wiederherzustellen, der durch die Dominanz der Wissenschaft und der westlichen Kultur fragmentiert und isoliert wurde. Seine oft situativen, transformativen und kollaborativen Installationen sind Schauplätze von Interaktionen, ähnlich wie ein Filmset, auf denen sich neue Arten von biotechnologischen/queeren Organismen entwickeln und ihre Koexistenz mit Kraft und Vitalität behaupten. Seine Forschung konzentriert sich auf techno-biologische/ koevolutionäre Mechanismen, betrachtet durch das breitere Prisma von sozialer Gerechtigkeit, Umweltgerechtigkeit und Trans-Kämpfen.
mehr Informationen >> roykohnke.com/
DAS JAHRESPROGRAMM
TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)
Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DIASPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.
Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.
Wir danken unseren Förderern: Niedersächsische Sparkassenstiftung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

Datum
30. Mai (Samstag) - 26. Juli (Sonntag)
Veranstaltungsort
Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus
Markt 9 | 37073 Göttingen
Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag 11 – 18 Uhr
Juli 2026
TRANSHUMAN N°2 Roy Köhnke Being Flesh kuratiert von Stephan Klee Vernissage Samstag, den 30. Mai 17 Uhr geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei) Laufzeit 31. Mai – 26. Jul 2026 Di – So 11 – 17 Uhr Ort Altes
TRANSHUMAN N°2
Roy Köhnke
Being Flesh
kuratiert von Stephan Klee
Vernissage
Samstag, den 30. Mai 17 Uhr
geöffnet bis 20 Uhr (Eintritt frei)
Laufzeit
31. Mai – 26. Jul 2026
Di – So 11 – 17 Uhr
Ort
Altes Rathaus Göttingen (1. OG)
Markt 9
37073 Göttingen
Eintritt:
€ 3,00 / € 1,50 (ermäßigt)
Gäste bis 18 Jahren frei
Kultur Ticket frei
Vernissagen und Finissagen frei
EINFÜHRUNG
„Wenn wir beginnen, uns in etwas Überlegenes zu verwandeln, welche Rechte werden diese verbesserten Wesen dann für sich beanspruchen, und welche Rechte werden sie im Vergleich zu denen haben, die zurückbleiben?“ *
Der Transhumanismus strebt primär die Optimierung, ja die Überwindung, des menschlichen Körpers nach heutigem Verständnis an. Für diese Bestrebungen gelten u.a. Genetik, Bio-Ingenieurwesen, künstliche Intelligenz, Prothetik, Kryonik (Eiskonservierung von Körpern) als Kerntechnologien. Positiv ausgedrückt, soll die humane Spezies „ermächtigt“ werden: mehr Leitungsfähigkeit, bessere Sinne, höhere und ortsunabhängige Intelligenz, keine Krankheiten und kein Altern mehr. Die idealisierten Humanoiden sind demzufolge unsterbliche „Über-Subjekte“. Deren zukünftige Verwandtschaft zum aktuellen Homo Sapiens verbleibt (noch) spekulativ. Ob für die transhumanen Entwicklungen, die bereits seit Langem in unserer Gesellschaft stattfinden, oder für die finale Vision des „Übermenschen“, welche Vertretende der reinen Lehre euphorisiert, es gilt: Als Zielobjekt des Transhumanismus steht der humane Körper fundamental im Zentrum; und ist damit auch zentral für unser Jahresthema 2026: TRANSHUMAN.
Während viele Menschen den wissenschaftlichen, medizinischen und technischen Fortschritt als Chancen für ihren Körper begrüßen, bewusst annehmen und aktiv in ihrem organischen Leben integrieren, verkommt ein sich neu radikalisierender Transhumanismus zu einer wirkmächtigen Ideologie, auf deren Basis wirtschaftliche und politische Eliten, körperliche Überlegenheit, grenzenlosen Reichtum und Macht anstreben. Durch exponential wachsendes Investmentkapital zusätzlich beschleunigt, der sogenannten Techno–Kapital–Maschine **, greift ein Verdrängungswettbewerb für den „optimiertesten“ Körper um sich, welcher nicht nur eine technoid-befähigte Elite hervorbringen könnte, sondern die freie Wahl der medizin-technologischen Ertüchtigung im Umgang mit dem eigenen Körper, sukzessiv und forciert aushöhlt. Körper würden somit zu vitalen Abrisszonen des Menschenrechts auf die selbstbestimmte Unversehrtheit des eigenen Körpers.
Aus diesem Spannungsfeld heraus, präsentiert der KVG ganz bewußt mit der zweiten Solo–Ausstellung Being Flesh von Roy Köhnke einen Künstler, der sich zwar primär dem Verhältnis Technologie und Körper facettenreich widmet, aber den aufkommenden techno-kapitalistischen Transhumanismus als faschistoid entschieden ablehnt. Vielmehr setzt sein Wirken explizit an der aktuellen wissenschaftlichen Erfassung und den sozialen Leitbildern des menschlichen Körpers mit grundlegenden Fragen an: Welche Vorstellung vom menschlichen Körper wird eigentlich in der heutigen Gesellschaft vertreten und wie wird dementsprechend mit Körpern verfahren?
Mit bahnbrechenden Proportionsstudien, u.a. von Michelangelo Bounarroti und Leonardo da Vinci (z.B. der „Vitruvianischer Mensch“), über grundlegende, naturwissenschaftliche Werke zur Anatomie z.B. Andreas Vesalius: „De Humani Corporis Fabrica Libri Septem“, bis hin zu den bildgebenden Techniken der heutigen Medizin (Röntgen, CT, Ultraschall, MRT und Nuklearmedizin) hat sich das gesellschaftliche Verständnis über die Beschaffenheit und das Potential des Körpers von der Renaissance bis zur heutigen Postmoderne stark gewandelt. Das undurchsichtige, fleischige Ebenbild Gottes wurde zum gläsernen Menschen, und als perfekt geschmierte, zelluläre Maschine scheinbar endgültig entmystifiziert. Damit war auch die Ausgangslage für die moderne Verfügbarkeit des Organismus bereitet.
Wie dieser funktional ausgerichtete Wissenskomplex über Beschaffenheit und Potential des Körpers sowohl das Selbstverständnis als organisch–mechanische Wesen als auch die Zukunft unserer Spezies prägt, dem geht Roy Köhnke in seinen Werksreihen nach: material-technologisch, aber auch emotional–sensorisch. Sein vorwiegend zeichnerisch-skulpturaler Ansatz integriert u.a. bildgebende medizinische Verfahren und greift unsere Faszination für die umfassende Analyse unserer zellulären Beschaffenheit auf. Zugleich wächst auch die Entfremdung vor der medizinischen und mechanischen Dekonstruktion jener Einheit auf, die wir noch vornehmlich als selbstbestimmten Schutzraum aus Fleisch, Technik und Gedanken begreifen: unseren individuellen Körper. Denn im beschleunigten Transhumanismus zu leben, könnte auch bedeuten, den vertrauten Schutzraum des eigenen Körpers fremdbestimmt immer wieder neu transformieren zu lassen, oder eher zu deformieren? Die Begehung der Installationen des französischen Kreateurs Roy Köhnke im Alten Rathaus kann sich so auch als eine – auf intensiven Eindrücken beruhende – Reflexion des eigenen Körperverständnisses in heutiger Zeit und naher Zukunft herausstellen.
* Francis Fukuyama „Transhumanism“ Source Foreign Policy, No. 144 (Sep. – Oct., 2004), pp. 42-43
** Nick Land in Essay „Melt Down“, 1995, in: „Fanged Noumena: Collected Writings 1987–2007“, (Urbanomic / Sequence Press, veröffentlicht bei MIT Press‘
PROGRAMM
Sa, 30. Mai ab 17 Uhr
Vernissage
Wilkommensreden und Einführung in die Ausstellung
Der Künstler und der Kurator werden vor Ort sein
geöffnet bis 20 Uhr, der Eintritt ist frei
So 7. Jun / So 21. Jun / So. 29. Jun
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler
So 26. Jul 2026 14 – 19 Uhr
Die große Finissage
geöffnet bis 19 Uhr (Eintritt frei) mit
15 – 16 Uhr
Führung
„Walk and Talk“ – durch die Ausstellung mit dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
17 – 18 Uhr
Ausstellungsgespräch
Mit Roy Köhnke, Stephan Klee und Special Gast
18 Uhr
Ausklang
Veranstaltungsbilder:
Roy Köhnke „Bugs series“ (Detail), 2024, Pigmentdruck auf Aluminium | Teil der Ausstellung „It is Stronger than I Thought“, kuratiert von Julien Arnaud, ADAGP | Photo: Salim Santa Lucia | Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
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- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“, cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia
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- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“, cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia
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- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“ (detail), cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia
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- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“ (Detail), cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia
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- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“, cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia
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- Roy Köhnke „Being Flesh“, Produktion Ansicht, MRT–Scan von Sculptur, Ko–Production: CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille
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- Roy Köhnke „Being Flesh“(still2), short version, UN1- 20 min, extract of 90 min sound track by Unglee Izy, Coproduction: CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille
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- Roy Köhnke „Being Flesh“(still2), short version, UN1- 20 min, extract of 90 min sound track by Unglee Izy, Coproduction _ CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille
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- Roy Köhnke „Being Flesh“(still2), short version, UN1- 20 min, extract of 90 min sound track by Unglee Izy, Coproduction _ CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille
ÜBER DEN KÜNSTLER
Von Skulpturen über Zeichnungen bis hin zu Multimedia-Installationen – Roy Köhnkes Arbeit verbindet Hochtechnologien mit elementarer Handarbeit. Sein Projekt zielt darauf ab, körperliche Grenzen zu überwinden, indem es die physischen Besonderheiten und Narrative des Körpers wieder mit seiner Umgebung verbindet und ihn gleichzeitig als eigenständiges Terrain und Narrativ betrachtet. Durch die Arbeit mit neuen Technologien wie MRT oder emotionaler KI erforscht er Alternativen zu den vorherrschenden Science-Fiction-Erzählungen, um einen Körper wiederherzustellen, der durch die Dominanz der Wissenschaft und der westlichen Kultur fragmentiert und isoliert wurde. Seine oft situativen, transformativen und kollaborativen Installationen sind Schauplätze von Interaktionen, ähnlich wie ein Filmset, auf denen sich neue Arten von biotechnologischen/queeren Organismen entwickeln und ihre Koexistenz mit Kraft und Vitalität behaupten. Seine Forschung konzentriert sich auf techno-biologische/ koevolutionäre Mechanismen, betrachtet durch das breitere Prisma von sozialer Gerechtigkeit, Umweltgerechtigkeit und Trans-Kämpfen.
mehr Informationen >> roykohnke.com/
DAS JAHRESPROGRAMM
TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)
Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DIASPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.
Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.
Wir danken unseren Förderern: Niedersächsische Sparkassenstiftung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

Datum
30. Mai (Samstag) - 26. Juli (Sonntag)
Veranstaltungsort
Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus
Markt 9 | 37073 Göttingen
Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag 11 – 18 Uhr
August 2026
Keine Veranstaltungen
























































































































































































































































































































































































































