Oktober 2026
04Okt11:0016:00Finissage – Nieves de la FuenteXenoformKunstverein Göttingen im Alten Rathaus
EINLADUNG ZUR GROSSEN FINISSAGE TRANSHUMAN N°4 Nieves de la Fuente Xenoform kuratiert von Stephan Klee Wir stellen mit Bedauern fest, dass sich die letzte Solo-Ausstellung des Jahres jetzt rasch ihrem Ende nähert. Wir
EINLADUNG ZUR GROSSEN FINISSAGE
TRANSHUMAN N°4
Nieves de la Fuente
Xenoform
kuratiert von Stephan Klee
Wir stellen mit Bedauern fest, dass sich die letzte Solo-Ausstellung des Jahres jetzt rasch ihrem Ende nähert. Wir danken an dieser Stelle schon mal allen unseren interessierten Gästen und an vorderster Stelle der Künstlerin und dem Team.
Doch natürlich wollen wir diese Ausstellung gebührend abschließen und laden Sie daher hiermit herzlich zur Großen Finissage am Sonntag, den 04. Oktober von 11 bis 16 Uhr in die Räume des alten Rathauses ein. Wir freuen uns sehr, die Museums-Direktorin Ina Neddermeyer und die Künstlerin Nieves de la Fuentes als unsere Gäste an diesem Tag begrüßen zu können. Beide werden aktiv am Programm der Finissage beteiligt sein.
Um 11 Uhr beginnt das Programm mit einer Ausstellungsführung vom Kurator und in Begleitung der Künstlerin. Nach einer Mittagspause findet dann um 14 Uhr ein Podiumsgespräch zwischen Nieves de la Fuente und Ina Neddermeyer zum Werk der Künstlerin und Aspekten der Ausstellung statt, Stephan Klee wird moderieren. Um 16 Uhr schließt dann die Veranstaltung und damit auch die Ausstellung final. Wir sind von 11 – 16 Uhr durchgängig vor Ort, kommen Sie gerne zu den Ihnen genehmen Zeitpunkten vorbei, der Eintritt ist frei.
So 4. Okt 2026 um 11 – 16 Uhr
Die Große Finissage mit
11 Uhr
Führung
„Walk and Talk“ – durch die Ausstellung mit der Künstlerin Nieves de la Fuente und dem Kurator Stephan Klee
in Deutsch und Englisch
14 Uhr
Podiumsgespräch
„Wenn die Halde ruft“ – Landschaft, Heimat und Romantik im interplanetarischen Kapitalismus –
ein moderiertes Podiumsgespräch mit Ina Neddermeyer (Direktorin, Giersch-Museum an der Goethe-Universität Frankfurt) und der Künstlerin Nieves de la Fuente, moderiert von Stephan Klee
– Seit der Bronzezeit verändert der Bergbau die Landschaft unseres Planeten radikal. Wo einst Urwälder und natürlich geformte Felsformationen das Bild prägten, breiten sich seit Jahrtausenden künstlich geschaffene Topografien aus, die aus der Rohstoffgewinnung resultieren, und nicht nur die oberflächige, sondern auch die unterirdische Beschaffenheit unserer Erde tiefgreifend transformieren. Dies hat weitreichende Folgen für die Ökologie, verändert aber auch gleichzeitig unsere Wahrnehmung von heimatlicher Landschaft, unser Verhältnis zu einer künstlich erschaffenen Umwelt und die Organisation unserer Gesellschaft. Doch was geschieht, wenn sich der zukünftige Ressourcenabbau in den Weltraum verlagert – können wir unser Heimatgefühl und unsere Gesellschaftsnormen direkt mit auf den Mars schicken? –
(Freier Eintritt)
Unsere Gäste
Ina Neddermeyer ist Kuratorin und seit 2024 Direktorin des Museum Giersch der Goethe-Universität (MGGU) in Frankfurt am Main. Zuvor war sie Kuratorin und Leiterin der Abteilung Kunst am Zeppelin Museum Friedrichshafen sowie Sammlungskuratorin am Kunstpalais Erlangen. In ihrer kuratorischen Arbeit verbindet sie zeitgenössische Kunst mit gesellschaftspolitischen, ökologischen und wissenschaftlichen Fragestellungen. Zu ihren Ausstellungen am MGGU zählen „Fixing Futures. Planetare Zukünfte zwischen Spekulation und Kontrolle“ (2025) und „Multispecies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen“ (2026). Außerdem realisierte sie Ausstellungen wie „Kryptomania. Die Verheißungen der Blockchain“, „Beyond States. Über die Grenzen von Staatlichkeit“ sowie „Into the deep. Minen der Zukunft“.
Nieves de la Fuente wurde 1988 in Madrid geboren; sie lebt und arbeitet in Köln und Madrid. Nach ihrem Bachelor in Kunst an der Universidad Complutense de Madrid (2011) und Studien an der Kunsthochschule Kassel (2011–2013), hat sie 2016 ein postgraduales Studium der Medialen Künste an der Kunsthochschule für Medien in Köln 2016 abgeschlossen.
An der Schnittstelle von ökonomisch transformiertem Gebiet und multimedialer Installation im Galerieraum nutzt Nieves de la Fuente häufig Virtual Reality, Browser Experience oder Augmented Reality, um die Betrachterinnen und Betrachter ihrer Arbeiten in historische Ereignisse, surrealistische Szenarien oder reale Orte mit besonderer Bedeutung – wie z.B. dem mondähnlichen (eher Mars-) Tagebaugebiet Rio Tinto in Südspanien – eintauchen zu lassen. Sie arbeitet u.a. an fortlaufenden Serien, die sich – dank des Digitalen – mit der (Re-)Visualisierung unmöglicher Welten und deren Verschmelzung mit dem realen Raum beschäftigen. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf computergestützter Bildgebung und Kartierung sowie auf der Beziehung zur visuellen Wahrnehmung – ein relevanter Aspekt in einer Zeit, in der sich computergestützte Bildgebungstechnologien rasant entwickeln.
Sie war u.a. als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kunst/Transmedialer Raum an der KHM Köln (2018/2019) und an der Burg Giebichenstein Halle (2019/2021) tätig. Neben zahlreichen internationalen Residenzen, z.B. in Montepulciano, Montréal, Linz, Warehouse (online), Santander oder der Villa Aurora, Los Angeles; hat Nieves de la Fuente Gutiérrez zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, zuletzt den Künstlerinnenpreis des Landes NRW 2022.
Stephan Klee ist Kurator und er lebt und arbeitet in Berlin und Göttingen. Nach fünf Semestern der Philosophie und Neueren Deutschen Geschichte an der Humboldt Universität, studierte er an der Universität der Künste und schloss im Sommer 2009 als Meisterschüler der Bildenden Künste ab.
Seine kuratorische Praxis setzt sich seit ihren Anfängen 2006 vornehmlich mit der Phänomenologie eines „Öffentlichen Raumes“ auseinander. Dabei interessieren ihn grundsätzlich die Wechselwirkungen zwischen einer gemeinsam geteilten Realität und bildnerischer Form–Werdung. Die Thematik spannt sich dabei von Interventionen im gesellschaftlich-architektonischen Raum, über zeitaktuelle philosophische Dispositive bis hin zu Auseinandersetzungen mit den Neuen Medien und einer expandierenden Virtualität. Seit 2018 rückt besonders das absehbare Ende der globalen Ökologie im Zuge eines spätkapitalistischen Systems in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Dabei nehmen die Möglichkeiten einer kollektiven Genese oft einen großen Stellenwert in den Aktivitäten ein. So realisiert er in unterschiedlichen Kooperationen mit verschiedenen Partnern diverse Spielarten einer unabhängigen, kollektiv–kulturellen Arbeit. Zu diesen Partnern zählten beispielsweise Artitude e.V., das Haus am Lützowplatz e.V., das Dockville Festival Hamburg, Das Institut für Raumexperimente, das Goethe Institut Athen, State of Concept Athen, REMAP Athen, das Herzliya Museum Tel Aviv, der Hamburger Bahnhof Berlin, das Centre Pompidou Paris, Kindred Spirit Lissabon und u.v.m. Seit 2024 obliegt ihm die Künstlerische Leitung des Kunstvereins Göttingen.
Über die Ausstellung
Die Ressourcen der Erde sind endlich und die ökologischen Systeme sind bereits stark destabilisiert, wie nicht nur dieser weltweite Dürresommer drastisch vor Augen führt. Daher haben fortschrittsliebenden Technologie–Mogule einen neuen Wettlauf auf Rohstoffe eröffnet; nur heißt das Motto diesmal nicht „Go West! sondern eher „Go Mars!“ Nach den Ressourcen der Erde sollen jetzt andere Himmelskörper zeitnah ausgebeutet werden.
Die Werke in dieser Einzel Ausstellung Xenoform von Nieves de la Fuente greifen relevante Aspekte zu dieser Thematik auf. Die fünf gezeigten Werkgruppen: „Bridge“, „No habrá servicio los Domingos ni en el cumpleaños de la Reina Victoria“, „Reliquia de las Disciplinas Geográficas“, „Night Companions“ oder „ODD//FOES“ zeigen Aspekte aus der Geschichte und Zukunft des Bergbaus und der interplanetaren Navigation, welche für die Besiedlung des Weltraums unerlässlich ist.
Damit bereichert die spanische Künstlerin das Jahresthema „TRANSHUMAN“ vielschichtig mit den neuen Bereichen und Aspekten aus ihrem Werk. Nieves de la Fuente zeigt so beispielhaft auf, wo sich in der Gegenwart bereits „Transhumane Tendenzen“ vollziehen und wie dieser Vollzug die menschliche Sicht auf interplanetare Konstellationen und Möglichkeiten grundlegend erweitert. Doch neue Handlungsspielräume erfordern auch den gesellschaftlichen Diskurs in der Abwägung möglicher Folgen für die Allgemeinheit. Der Kunstverein Göttingen ermöglicht diesen gemeinsamen, kritischen Diskurs im Rahmenprogramm und auf Basis seiner Ausstellungen von zeitgenössischer Kunst als einen wichtigen Teil der eigenen, gesellschaftlichen Agenda.
VERBLEIBENDES PROGRAMM
So. 27. Sep um 15 Uhr
Sonntagstour mit Stephan Klee
So 4. Okt 2026 um 11 – 16 Uhr
Die Große Finissage mit
11 Uhr
Führung
„Walk and Talk“ – durch die Ausstellung mit der Künstlerin Nieves de la Fuente und dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
14 Uhr
Podiumsgespräch
mit Ina Neddermeyer (Direktorin, Museum Giersch der Goethe-Universität Frankfurt) und der Künstlerin Nieves de la Fuente, Moderation von Stephan Klee
(Eintritt frei)
Laufzeit
9. August – 4. Okt 2026
Di – So 11 – 17 Uhr
Ort
Altes Rathaus Göttingen (1. OG)
Markt 9
37073 Göttingen
Eintritt:
€ 3,00 / € 1,50 (ermäßigt)
Gäste bis 18 Jahren frei
Kultur-Ticket frei
Vernissagen und Finissagen frei
Veranstaltungsbilder:
Nieves de la Fuente ODD // FOES – Series, 2023, generiertes Bild, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026
Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Brigde“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Brigde“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Brigde“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „No habrá servicio los Domingos ni en el Cumpleaños de la Reina Victoria, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin
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- Nieves de la Fuente: „Night Companions“ (screen shot), multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, Photo@Heidi Pfohl
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- Nieves de la Fuente: „Night Companions“, multimedia installation, courtesy the artist, @ VG Bild-Kunst Bonn, 2026, Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin, Photo@Heidi Pfohl
DAS JAHRESPROGRAMM
TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)
Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DIASPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.
Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.
Wir danken unseren Förderern: Hochschule Bielefeld, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

Datum
4. Oktober (Sonntag) - 4. Oktober (Sonntag)
Veranstaltungsort
Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus
Markt 9 | 37073 Göttingen
Öffnungszeiten
Sonntag, 4. Okt 11 – 16 Uhr