Juli 2026
26Jul14:0019:00Finissage – Roy KöhnkeBeing FleshKunstverein Göttingen im Alten Rathaus
EINLADUNG DIE GROSSE FINISSAGE Sonntag 26. Juli, 14 – 19 Uhr TRANSHUMAN N°2 Roy Köhnke Being Flesh Die zweite Ausstellung des Jahres dreht sich um den menschlichen Körper und zeigt ihn aus
EINLADUNG
DIE GROSSE FINISSAGE
Sonntag 26. Juli, 14 – 19 Uhr
TRANSHUMAN N°2
Roy Köhnke
Being Flesh
Die zweite Ausstellung des Jahres dreht sich um den menschlichen Körper und zeigt ihn aus verblüffend neuen Perspektiven. Da der Körper im Zentrum des Transhumanismus – unseres Jahresthemas – steht, schätzt sich das Team des KVG besonders glücklich, mit Roy Köhnke einen radikalen Künstler gefunden zu haben, der das Verhältnis von Körper und Technologie in Gegenwart und in naher Zukunft grundlegend hinterfragt.
Nach knapp zwei Monaten Ausstellung freuen wir uns jetzt sehr, Ihnen die Werke des Parisers noch einmal vorstellen und über das potenzielle Konfliktfeld Gesellschaft > < Eigener Körper ins gemeinsame Gespräch gehen zu können. Seien Sie herzlich eingeladen und willkommen. Wir werden um 15 Uhr ein Online-Gespräch zwischen dem Künstler Roy Köhnke in Paris und dem Kurator Stephan Klee in Göttingen initiieren. Danach geht es mit einer Führung durch die Ausstellung um 16 Uhr weiter und final folgt ab 17 Uhr ein offener Gesprächskreis mit Joos Ziegler, Stephan Klee und den anwesenden Gästen.
Alle Formate erfolgen je nach Bedarf auf Deutsch und Englisch; an Snacks und kühlen Getränken wird es nicht fehlen. Wir freuen uns auf Sie und der Eintritt ist frei.
Mit Besten Grüßen,
Ihr Team vom Kunstverein Göttingen
Ort
Altes Rathaus Göttingen (1. OG)
Markt 9
37073 Göttingen
…
Spätestens seit Michel Foucaults Ausführungen zur Biopolitik und seit Donna Haraways fundamentalen Kritik an sog. wissenschaftliche „Faktenschaffung“, steht die klare These im Raum, dass Bio-Wissenschaften keineswegs im neutralen, rein faktenbasierten Raum stattfinden, sondern a) von der Wahl der Methodik, den verwendeten Instrumenten und dem gewählten Versuchsaufbau abhängig sind und b) durchaus gesellschaftlichen Implikationen folgen und machtpolitische Verhältnisse sich in die Forschung und ihre Ergebnisse einschreiben. In der Summe kann das schließlich dazu führen, dass Wissenschaft gesellschaftliche Machtverhältnisse festigt, anstatt sie faktenbasiert progressiv zu hinterfragen. Köhnke zerlegt mit seiner künstlerischen Methodik das dominierende Körperideal der westlichen Moderne, indem er nicht nur das Blickfeld auf den humanen Organismus radikal erweitert, sondern auch einen neuen Sehapparat anbietet. Im Zusammenspiel von Recherche und Methodik entstehen so radikal alternative Bilder und Modelle von Körpern und Organen.
…
DAS VERBLEIBENDE PROGRAMM
So 26. Jul 2026 14 – 19 Uhr
Die große Finissage
geöffnet bis 19 Uhr (Eintritt frei)
mit
15 Uhr
Ausstellungsgespräch online
Mit Roy Köhnke & Stephan Klee
auf Englisch und Deutsch
16 Uhr
Führung
„Walk and Talk“ – durch die Ausstellung mit dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
17 Uhr
Podiumsgespräch inklusiv der Besuchenden
Unsere Körper und Egos in diesen Zeiten
Mit Stephan Klee, Joos Ziegler und den Ausstellungsgästen
auf Englisch und Deutsch
18 Uhr
Ausklang
Laufzeit
31. Mai – 26. Jul 2026
Di – So 11 – 17 Uhr
Eintritt:
€ 3,00 / € 1,50 (ermäßigt)
Gäste bis 18 Jahren frei
Kultur Ticket frei
Vernissagen und Finissagen frei
Veranstaltungsbilder:
Roy Köhnke „Bugs series“ (Detail), 2024, Pigmentdruck auf Aluminium | Teil der Ausstellung „It is Stronger than I Thought“, kuratiert von Julien Arnaud, ADAGP | Photo: Salim Santa Lucia | Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers
-
- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“, cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia,© Adagp, Paris, 2026
-
- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“, cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia, © Adagp, Paris, 2026
-
- Roy Köhnke „Bugs series“ 01, 2024, Pigment Druck auf Aluminium, Photo:Salim Santa Lucia © Adagp, Paris, 2026
-
- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“ (detail), cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia © Adagp, Paris, 2026
-
- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“ (Detail), cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia © Adagp, Paris, 2026
-
- Roy Köhnke „Bugs series“ 02, 2024, Pigment Druck auf Aluminium, Photo:Salim Santa Lucia © Adagp, Paris, 2026
-
- Roy Köhnke, Installationsansicht „Ante Futur“, cur. Sandra Patron, CAPC, Bordeaux, Fr., 2023, photos credit : Salim Santa Lucia © Adagp, Paris, 2026
-
- Roy Köhnke „Being Flesh“, Produktion Ansicht, MRT–Scan von Sculptur, Ko–Production: CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille © Adagp, Paris, 2026
-
- Roy Köhnke „Being Flesh“(still2), short version, UN1- 20 min, extract of 90 min sound track by Unglee Izy, Coproduction: CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille © Adagp, Paris, 2026
-
- Roy Köhnke „Being Flesh“(still2), short version, UN1- 20 min, extract of 90 min sound track by Unglee Izy, Coproduction _ CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille © Adagp, Paris, 2026
-
- Roy Köhnke „Being Flesh“(still2), short version, UN1- 20 min, extract of 90 min sound track by Unglee Izy, Coproduction _ CAPC Bordeaux, Mecènes du Sud Montpelier_Sète, Buropolis and Jeanne Barret, Marseille © Adagp, Paris, 2026
-
- Roy Köhnke „Bugs series“ 03, 2024, Pigment Druck auf Aluminium, Photo:Salim Santa Lucia © Adagp, Paris, 2026
ÜBER DEN KÜNSTLER
Von Skulpturen über Zeichnungen bis hin zu Multimedia-Installationen – Roy Köhnkes Arbeit verbindet Hochtechnologien mit elementarer Handarbeit. Sein Projekt zielt darauf ab, körperliche Grenzen zu überwinden, indem es die physischen Besonderheiten und Narrative des Körpers wieder mit seiner Umgebung verbindet und ihn gleichzeitig als eigenständiges Terrain und Narrativ betrachtet. Durch die Arbeit mit neuen Technologien wie MRT oder emotionaler KI erforscht er Alternativen zu den vorherrschenden Science-Fiction-Erzählungen, um einen Körper wiederherzustellen, der durch die Dominanz der Wissenschaft und der westlichen Kultur fragmentiert und isoliert wurde. Seine oft situativen, transformativen und kollaborativen Installationen sind Schauplätze von Interaktionen, ähnlich wie ein Filmset, auf denen sich neue Arten von biotechnologischen/queeren Organismen entwickeln und ihre Koexistenz mit Kraft und Vitalität behaupten. Seine Forschung konzentriert sich auf techno-biologische/ koevolutionäre Mechanismen, betrachtet durch das breitere Prisma von sozialer Gerechtigkeit, Umweltgerechtigkeit und Trans-Kämpfen.
mehr Informationen >> roykohnke.com/
DAS JAHRESPROGRAMM
TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)
Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DIASPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.
Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.
Wir danken unseren Förderern: Niedersächsische Sparkassenstiftung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

Datum
26. Juli (Sonntag) - 26. Juli (Sonntag)
Veranstaltungsort
Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus
Markt 9 | 37073 Göttingen
Öffnungszeiten
Sonntag, den 26.07. 2026, 14 – 19 Uhr

