März 2025

Projektwoche „Schutzzonen und Zukunftsorte - wir teilen und verweilen“ mit der Bürgerstiftung Göttingen zu der Ausstellung „SHELTER-BONE“ des Duos Asef–BurckhardtKulturzentrum KAZ (Göttinger Kommunikations- und Aktionszentrum)

 

Die Ausstellung SHELTER-BONE“ von Kirstin Burckhardt und Mario Asef war vom 12.01.–23.02.2025 im Künstlerhaus Göttingen zu sehen. Ihr fortlaufendes künstlerisches Rechercheprojekt verbindet Fundstücke, Videos, Naturmaterialien, Zeichnungen und Sound, um ökologische und soziale Zusammenhänge von Schutz und Resilienz im Kontext der Klimakrise zu thematisieren. Diese inhaltlichen Impulse bildeten die Grundlage für das Kunstvermittlungsprojekt „Schutzzonen und Zukunftsorte – wir teilen und verweilen“ an zwei Wochenenden im März und April 2025.

Die mehrgenerationale Gruppe „Come Together“ der Bürgerstiftung Göttingen, die Menschen verschiedener Herkünfte zusammenbringt, arbeitete künstlerisch zu eigenen Schutz- und Wohlfühlorten. Begleitet wurde sie von der Leiterin der Kunstvermittlung Paula Sander, dem Kunsttherapeuten Fidelis Puchner und Sound-Künstler:in Cat Woywod.

Zu Beginn besuchte die Gruppe die Ausstellung „SHELTER-BONE“. Mit der Methode des „Körbchens“ näherten sich die Teilnehmenden spielerisch den Werken an, diskutierten Klimakrise, Mensch-Natur-Beziehungen und individuelle Schutzbedürfnisse. Im Gespräch mit den Künstler:innen vor Ort wurden auch Körperempfindungen wie Geborgenheit oder Angst innerhalb der Ausstellungsräume reflektiert.

Im ersten Workshop-Block wurden Soundwahrnehmungen erprobt: Deep Listening im Botanischen Garten, Stimmexperimente und gemeinsame Klangräume führten zur Auseinandersetzung mit Umwelt und der eigenen Wahrnehmung und der technischen Erweiterung des Hörens.

An den folgenden Tagen entstanden im KAZ kollektive Zeichnungen zu Geborgenheitsorten auf einer großen Papierbahn. Individuell gestaltete Holzkisten dienten als persönliche Schutzräume für Erinnerungen und bedeutungsvolle Objekte. Abschließend formten die Teilnehmenden unter kunsttherapeutischer Anleitung Tonskulpturen in schützenden Paaren – ein Prozess, der das Spüren, Halten und intuitive Gestalten in den Mittelpunkt stellte.

Zum Abschluss wurde im KAZ eine Installation aus allen entstandenen Elementen aufgebaut: Soundcollage, Tonskulpturen, Arbeiten auf Papier und die gestalteten Kisten. Die Gruppe entschied selbst, welche Objekte sichtbar oder verborgen bleiben sollten. Die Installation verband individuelle Schutzorte zu einem gemeinsamen Erfahrungsraum, bevor die Teilnehmenden ihre Werke mit nach Hause nahmen.

 

Datum

Ganzjährlich (2025)

Veranstaltungsort

Kulturzentrum KAZ (Göttinger Kommunikations- und Aktionszentrum)

Bürgerstraße 15

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