Schlagwortarchiv für: Solo Ausstellung

Finissage – Mit Borrás

EINLADUNG
FINISSAGE
Son 12. Apr 15 – 17 Uhr

TRANSHUMAN N°1
Mit Borrás
NATORU ナとル

Die finale Woche der farbintensiven Ausstellung NATORU ナとル von Mit Borrás ist angebrochen und sie endet mit der Finissage am Sonntag, den 12. Apr. 2026, um 15 – 17 Uhr. Falls Sie noch nicht die Gelegenheit hatten, möchten Sie daher hiermit herzlich auf einen Besuch der Ausstellung einladen.
Dazu empfiehlt sich auch die Teilnahme an der Finissage, inklusive Anstoßen. Um 15 Uhr führt der Künstlerische Leiter Stephan Klee Interessierte auf einer Tour durch die Ausstellung. Mehrere große Videoinstallationen mit ineinander übergehenden Sound–Landschaften werden ergänzt durch raumgreifende Installationen und minimalistische Objekt-Assemblagen. Im „Walk and Talk“ – Format werden die Arbeiten vorgestellt und besprochen und gleichzeitig bietet sich für alle Teilnehmenden die Möglichkeit zum aktiven Diskurs über die tieferen Themenfelder hinter den Kunstwerken. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Ort

Künstlerhaus Göttingen (1. OG)
Gotmarstraße 1
37073 Göttingen



WEITERES PROGRAMM

So 12. Apr 15 – 17 Uhr
Finissage
15 Uhr
Führung und Gespräch – „Walk and Talk“
durch die Ausstellung mit dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
16 Uhr
Ausklang

 


“ Der Kern des Ausstellungstitels Titels „nato“ kommt aus dem Lateinischen und hat vielfache Bedeutungen: z.B. „geboren werden“ oder die ich-Form von „schwimmen, „wogen“, „wallen“ und „schwanken“ bis hin zu „den Kindern“. Im Spanischen bedeutet „nato“ schlicht „geboren“. Die Japanische Silbe „Ru“ rundet den Titel ab und verweist nicht nur auf die japanische Inspiration in der Ausstellung, sondern unterstreicht auch den aktiven Charakter des Titels, da „Ru“ im Japanischen oft Verben finalisiert. Frei übersetzt könnte NATORU z.B. „fortwährende Entstehung“ bedeuten.
Diese Verbindung von westlicher und fernöstlicher Kultur im Titel ist nicht zufällig, sondern unterstreicht die tiefere Konzeption der Ausstellung. Inspiriert vom mystischen Wald Aokigahara in Japan, erschafft Mit Borrás im Künstlerhaus eine Umgebung für die Geburt und Anwesenheit zukünftiger Kreaturen. Dazu kombiniert er die direktive Kraft von Weissagungen in dem Video L.Y.R.A. – The Oracle (2025) mit der essentiellen Bedeutung des Waldes für die menschliche Existenz in der zentralen Projektion HANABA 突变花 (ADAPTASI CYCLE 2022). Und final haucht der Künstler bereits einer neuen Spezies den Odem ein; die Präsenz dieser atmenden Skulptur zieht sich durch die Räume. “

 


Veranstaltungsbilder:
Mit Borrás. Hanaba. Adaptasi Cycle. Film. Installation | Performance. Werk von MIt Borrás. Art Director Rachel Lamot, Musik Daniel Vacas Peralta. Mit Weixin Quek Chong, geschrieben von Mit Borrás & Rachel Lamot, Modedesign Kim Rosario, Modedesign Path von Janine Grosche, Drohne Liu Zhang, Drohnenfeld Jesús Moreno, Klinische Abteilung Gómez Bravo, Zahnärztliche Abteilung Dentix, Relevium, Make-up Andréa Méndez, Eloy Noguera Atienza, Produktionsdesign Cavve. Bilder mit freundlicher Genehmigung des Künstlers, 2023


 


ÜBER DEN KÜNSTLER
Mit Borrás (geb. 1982 in Madrid) ist ein spanischer bildender Künstler, der zwischen Madrid und Berlin lebt und für seine bahnbrechenden Arbeiten und wegweisenden Beiträge zur zeitgenössischen bildenden Kunst, Videokunst, Medieninstallation und digitalen Kunst mit Performance bekannt ist. Seine transdisziplinäre Praxis befasst sich mit dem komplexen Zusammenspiel zwischen Mensch, Natur und Technologie und untersucht häufig Themen wie Anpassung, Posthumanismus, Bioethik und digitale Sinnlichkeit durch immersive Videoinstallationen, Performances und Multimedia-Arbeiten. Borrás‘ Kunst zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, das Alte mit dem Futuristischen zu verschmelzen und spekulative Mythologien zu schaffen, die tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen widerspiegeln.

Den persönlichen Weltentwurf im jüngeren Œuvre des Künstlers fächert der zentrale Werkkomplex Adaptasi auf. Mit der Art Direktorin Rachel Lamot und vielen anderen Akteurinnen und Akteuren wurde über die Jahre ein multimedialer Zyklus erstellt, welcher aus folgenden sechs Teilen besteht: PHANTOM LIMB (ADAPTASI CYCLE 2021), HEAVVEN (ADAPTASI CYCLE 2021), EUPHORIA (ADAPTASI CYCLE 2022), HANABA 突变花 (ADAPTASI CYCLE 2022), YOKAI スワミ (ADAPTASI CYCLE 2022), HERMES (ADAPTASI CYCLE 2025). Der Titel „Adaptasi“ bezieht sich auf die Fähigkeit zu adaptieren, sich anzupassen. Mit HANABA 突变花 als zentrales Werk ist der Adaptasi–Zyklus auch in Göttingen stark repräsentiert, allerdings als Grundlage für einen eigenständigen, künstlerischen Erzählstrang.

mehr Informationen >>https://mitborras.com

 


DAS JAHRESPROGRAMM

TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)

Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DISAPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.

Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.

 


Wir danken unseren Förderern:  Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

 


 

Vernissage – Mit Borrás

VERNISSAGE –
EINLADUNG
Sam 28. Feb 17 – 20 Uhr

TRANSHUMAN N°1
Mit Borrás
NATORU ナとル

Kurz nach der Schneeschmelze läutet der Kunstverein Göttingen das neue Ausstellungsjahr ein und heißt Sie dazu herzlich willkommen. Das Auftakt–Solo gibt der spanische Künstler Mit Borrás mit der farbintensiven Ausstellung NATORU ナとル.

Mehrere große Videoinstallationen mit ineinander übergehenden Sound–Landschaften werden ergänzt durch raumgreifende Installationen und minimalistische Objekt-Assemblagen. Wir laden Sie ein, sich selbst ein Bild zu machen, den Eröffnung- und Einführungsreden zu lauschen, eine kleine Tour mit dem Kurator Stephan Klee durch die verfremdeten Räume zu machen und mit uns auf den künstlerischen Jahresstart anzustoßen. Der Künstler wird vor Ort sein.

Ort

Künstlerhaus Göttingen (1. OG)
Gotmarstraße 1
37073 Göttingen



WEITERES PROGRAMM
So 8. Mär / So 15. Mär / So. 29. Mär
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler

So 12. Apr 15 – 17 Uhr
Finissage
15 Uhr
Führung und Gespräch – „Walk and Talk“
durch die Ausstellung mit dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
16 Uhr
Ausklang

 


“ Der Kern des Ausstellungstitels Titels „nato“ kommt aus dem Lateinischen und hat vielfache Bedeutungen: z.B. „geboren werden“ oder die ich-Form von „schwimmen, „wogen“, „wallen“ und „schwanken“ bis hin zu „den Kindern“. Im Spanischen bedeutet „nato“ schlicht „geboren“. Die Japanische Silbe „Ru“ rundet den Titel ab und verweist nicht nur auf die japanische Inspiration in der Ausstellung, sondern unterstreicht auch den aktiven Charakter des Titels, da „Ru“ im Japanischen oft Verben finalisiert. Frei übersetzt könnte NATORU z.B. „fortwährende Entstehung“ bedeuten.
Diese Verbindung von westlicher und fernöstlicher Kultur im Titel ist nicht zufällig, sondern unterstreicht die tiefere Konzeption der Ausstellung. Inspiriert vom mystischen Wald Aokigahara in Japan, erschafft Mit Borrás im Künstlerhaus eine Umgebung für die Geburt und Anwesenheit zukünftiger Kreaturen. Dazu kombiniert er die direktive Kraft von Weissagungen in dem Video L.Y.R.A. – The Oracle (2025) mit der essentiellen Bedeutung des Waldes für die menschliche Existenz in der zentralen Projektion HANABA 突变花 (ADAPTASI CYCLE 2022). Und final haucht der Künstler bereits einer neuen Spezies den Odem ein; die Präsenz dieser atmenden Skulptur zieht sich durch die Räume. “

 


PROGRAMM
Sa, 28. Feb 17 – 20 Uhr
Vernissage
Wilkommensreden und Einführung in die Ausstellung
durch den Kurator Stephan Klee

So 8. Mär / So 15. Mär / So. 29. Mär
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler

So 12. Apr 15 – 17 Uhr
Finissage
15 Uhr
Führung und Gespräch – „Walk and Talk“
durch die Ausstellung mit dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
16 Uhr
Ausklang 

 

Veranstaltungsbilder:
Mit Borrás. Hanaba. Adaptasi Cycle. Film. Installation | Performance. Werk von MIt Borrás. Art Director Rachel Lamot, Musik Daniel Vacas Peralta. Mit Weixin Quek Chong, geschrieben von Mit Borrás & Rachel Lamot, Modedesign Kim Rosario, Modedesign Path von Janine Grosche, Drohne Liu Zhang, Drohnenfeld Jesús Moreno, Klinische Abteilung Gómez Bravo, Zahnärztliche Abteilung Dentix, Relevium, Make-up Andréa Méndez, Eloy Noguera Atienza, Produktionsdesign Cavve. Bilder mit freundlicher Genehmigung des Künstlers, 2023


 


ÜBER DEN KÜNSTLER
Mit Borrás (geb. 1982 in Madrid) ist ein spanischer bildender Künstler, der zwischen Madrid und Berlin lebt und für seine bahnbrechenden Arbeiten und wegweisenden Beiträge zur zeitgenössischen bildenden Kunst, Videokunst, Medieninstallation und digitalen Kunst mit Performance bekannt ist. Seine transdisziplinäre Praxis befasst sich mit dem komplexen Zusammenspiel zwischen Mensch, Natur und Technologie und untersucht häufig Themen wie Anpassung, Posthumanismus, Bioethik und digitale Sinnlichkeit durch immersive Videoinstallationen, Performances und Multimedia-Arbeiten. Borrás‘ Kunst zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, das Alte mit dem Futuristischen zu verschmelzen und spekulative Mythologien zu schaffen, die tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen widerspiegeln.

Den persönlichen Weltentwurf im jüngeren Œuvre des Künstlers fächert der zentrale Werkkomplex Adaptasi auf. Mit der Art Direktorin Rachel Lamot und vielen anderen Akteurinnen und Akteuren wurde über die Jahre ein multimedialer Zyklus erstellt, welcher aus folgenden sechs Teilen besteht: PHANTOM LIMB (ADAPTASI CYCLE 2021), HEAVVEN (ADAPTASI CYCLE 2021), EUPHORIA (ADAPTASI CYCLE 2022), HANABA 突变花 (ADAPTASI CYCLE 2022), YOKAI スワミ (ADAPTASI CYCLE 2022), HERMES (ADAPTASI CYCLE 2025). Der Titel „Adaptasi“ bezieht sich auf die Fähigkeit zu adaptieren, sich anzupassen. Mit HANABA 突变花 als zentrales Werk ist der Adaptasi–Zyklus auch in Göttingen stark repräsentiert, allerdings als Grundlage für einen eigenständigen, künstlerischen Erzählstrang.

mehr Informationen >>https://mitborras.com

 


DAS JAHRESPROGRAMM

TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)

Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DISAPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.

Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.

 


Wir danken unseren Förderern:  Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

 


 

Ausstellung – Mit Borrás

TRANSHUMAN N°1
Mit Borrás
NATORU ナとル

kuratiert von Stephan Klee

Vernissage
Samstag, den 28. Feb 17 – 20 Uhr

Laufzeit
1. Mär – 12. Apr 2026
Di – Fr 14 – 18 Uhr
Sa – So 11 – 17 Uhr

Ort

Künstlerhaus Göttingen (1. OG)
Gotmarstraße 1
37073 Göttingen

EINFÜHRUNG
Gehört die Erschaffung einer nahezu perfekten universellen Utopie, in der Natur, Technologie und menschliche Existenz endlich eine ausgewogene und blühende Koexistenz gefunden haben, auch zu den Leistungen aktueller Kunst? Der Kunstverein Göttingen gibt zum Auftakt des Jahres hier eine klar positive Antwort und liefert nebenbei einige stichhaltige Argumente, transhumanistische Entwicklungen nicht ausschließlich skeptisch zu betrachten.
Die erste Soloausstellung des neuen Jahres-Programms 2026 TRANSHUMAN wird von dem spanischen Künstler Mit Borrás ausgerichtet und heißt NATORU ナとル. Im konzeptuellen Zusammenspiel verschiedener Medien zeichnet der Madrilene eine bildgewaltige, immersive Vision davon, wie großartig die Zukunft sein könnte. Zugegeben, ein eher seltener Ansatz in unserer von Skepsis geprägten Zeit, aber gerade deshalb ein vielleicht befreiender Entwurf und ein guter Einstieg in das Thema transhumane Tendenzen.

Mit starker Ausrichtung zu neuen Technologien wie Computer–Renderings und digitalen Filtern, 3D–Print, animierten Videos und Drohnen-Kameraflügen in seinen Ausdrucksmedien arbeitet Mit Borrás seit Jahren systematisch an aufwendigen Videoproduktionen, immer passend fusioniert mit immersiven Raum-Settings in einem markanten Design von hohem Wiedererkennungswert. Für diese aufwendigen Arbeiten betreibt er in Madrid die Produktionsfirma CAVVE zusammen mit seiner Art–Direktorin und Partnerin Rachel Lamot. Als kongeniales Duo unterhalten sie sehr fruchtbare Verbindungen in die Performance– und Videokunst–Szene, aber auch zu nahen wissenschaftlichen Disziplinen wie der Philosophie, den Bio-Wissenschaften oder der Kybernetik.
Der Künstler ist stark inspiriert von den poststrukturellen Dispositiven des Cyberfeminismus, Post–Naturalismus und Transhumanismus, was seinen Blick für die Möglichkeiten von Technologie und Arten–Hybridität öffnet. Parallel dazu verortet er sich selbst auch stark in den Traditionen der teils jahrtausendealten Naturkonzeptionen des Animismus, Schamanismus, Spiritualismus und Mystizismus, was seiner tiefen Verbundenheit zu Natur erwächst und diese weiter nährt. Maßgeblich beeinflusst von den Theorien Donna Haraways, Bruno Latours, Mark Fischers und Gilles Deleuzes, folgt Mit Borrás einem zyklischen, fluiden, postpatriarchalen und ökologischen Weltbild, was sich auch stark in seinen Werken niederschlägt. Diese sind meist gekennzeichnet durch eine verführend wirksame und teils meditative Fusion von Technik, Natur und Mensch, welche alle seine jüngeren Arbeiten seit 2017 ausmacht.

Der Kern des Ausstellungstitels Titels „nato“ kommt aus dem Lateinischen und hat vielfache Bedeutungen: z.B. „geboren werden“ oder die ich-Form von „schwimmen, „wogen“, „wallen“ und „schwanken“ bis hin zu „den Kindern“. Im Spanischen bedeutet „nato“ schlicht „geboren“. Die Japanische Silbe „Ru“ rundet den Titel ab und verweist nicht nur auf die japanische Inspiration in der Ausstellung, sondern unterstreicht auch den aktiven Charakter des Titels, da „Ru“ im Japanischen oft Verben finalisiert. Frei übersetzt könnte NATORU z.B. „fortwährende Entstehung“ bedeuten.
Diese Verbindung von westlicher und fernöstlicher Kultur im Titel ist nicht zufällig, sondern unterstreicht die tiefere Konzeption der Ausstellung. Inspiriert vom mystischen Wald Aokigahara in Japan, erschafft Mit Borrás im Künstlerhaus eine Umgebung für die Geburt und Anwesenheit zukünftiger Kreaturen. Dazu kombiniert er die direktive Kraft von Weissagungen in dem Video L.Y.R.A. – The Oracle (2025) mit der essentiellen Bedeutung des Waldes für die menschliche Existenz in der zentralen Projektion HANABA 突变花 (ADAPTASI CYCLE 2022). Und final haucht der Künstler bereits einer neuen Spezies den Odem ein; die Präsenz dieser atmenden Skulptur zieht sich durch die Räume.
In dieser Vernetzung von Werken werden Varianten des Austausches von Impulsen, Informationen und Stoffen aufgezeigt. Inszeniert über die Grenzen der Spezies und über die Grenzen von belebter und unbelebter Materie hinweg, erproben diese diversen Spielarten neue Formen der Kooperation und Co–Habitation. Die gezeigten Potentiale verstärken die Hoffnung, dass ein gegenseitiges Anpassen, proaktive Formen von Empathie und gattungsübergreifende Fusionen gebündelt mit neuen Technologien in eine nachhaltige Zukunft für alle führen könnte. Auch dieser bejahenden Version des Fortschritts ein Forum zu bieten, war nicht nur aus künstlerischer Qualität geboten, sondern auch, um den angestrebten diskursiven Austausch mit einer positiven Prognose ausgeglichen zu halten.

 


PROGRAMM
Sa, 28. Feb 17 – 20 Uhr
Vernissage
Wilkommensreden und Einführung in die Ausstellung
durch den Kurator Stephan Klee

So 8. Mär / So 15. Mär / So. 29. Mär
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler

So 12. Apr 15 – 17 Uhr
Finissage
15 Uhr
Führung und Gespräch – „Walk and Talk“
durch die Ausstellung mit dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
16 Uhr
Ausklang 

 

Veranstaltungsbilder:
Mit Borrás. Hanaba. Adaptasi Cycle. Film. Installation | Performance. Werk von MIt Borrás. Art Director Rachel Lamot, Musik Daniel Vacas Peralta. Mit Weixin Quek Chong, geschrieben von Mit Borrás & Rachel Lamot, Modedesign Kim Rosario, Modedesign Path von Janine Grosche, Drohne Liu Zhang, Drohnenfeld Jesús Moreno, Klinische Abteilung Gómez Bravo, Zahnärztliche Abteilung Dentix, Relevium, Make-up Andréa Méndez, Eloy Noguera Atienza, Produktionsdesign Cavve. Bilder mit freundlicher Genehmigung des Künstlers, 2023

 


 


ÜBER DEN KÜNSTLER
Mit Borrás (geb. 1982 in Madrid) ist ein spanischer bildender Künstler, der zwischen Madrid und Berlin lebt und für seine bahnbrechenden Arbeiten und wegweisenden Beiträge zur zeitgenössischen bildenden Kunst, Videokunst, Medieninstallation und digitalen Kunst mit Performance bekannt ist. Seine transdisziplinäre Praxis befasst sich mit dem komplexen Zusammenspiel zwischen Mensch, Natur und Technologie und untersucht häufig Themen wie Anpassung, Posthumanismus, Bioethik und digitale Sinnlichkeit durch immersive Videoinstallationen, Performances und Multimedia-Arbeiten. Borrás‘ Kunst zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, das Alte mit dem Futuristischen zu verschmelzen und spekulative Mythologien zu schaffen, die tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen widerspiegeln.

Den persönlichen Weltentwurf im jüngeren Œuvre des Künstlers fächert der zentrale Werkkomplex Adaptasi auf. Mit der Art Direktorin Rachel Lamot und vielen anderen Akteurinnen und Akteuren wurde über die Jahre ein multimedialer Zyklus erstellt, welcher aus folgenden sechs Teilen besteht: PHANTOM LIMB (ADAPTASI CYCLE 2021), HEAVVEN (ADAPTASI CYCLE 2021), EUPHORIA (ADAPTASI CYCLE 2022), HANABA 突变花 (ADAPTASI CYCLE 2022), YOKAI スワミ (ADAPTASI CYCLE 2022), HERMES (ADAPTASI CYCLE 2025). Der Titel „Adaptasi“ bezieht sich auf die Fähigkeit zu adaptieren, sich anzupassen. Mit HANABA 突变花 als zentrales Werk ist der Adaptasi–Zyklus auch in Göttingen stark repräsentiert, allerdings als Grundlage für einen eigenständigen, künstlerischen Erzählstrang.

mehr Informationen >>https://mitborras.com

 


DAS JAHRESPROGRAMM

TRANSHUMAN (2026)
>POSTHUMAN (2027)

Der Kunstverein Göttingen folgt in der Programmatik weiterhin dem bewährten Zwei–Jahres–Rhythmus von Biennalen, um eine möglichst tiefgreifende Auseinandersetzung mit den übergeordneten Leitthemen des Programms zu ermöglichen. Nachdem TERRA DISAPORA (2024 – 2025) Phänomene der Gegenwart untersucht hat, schaut unser aktuelles Programm in die nahe und entferntere Zukunft.
Das Zweijahresprogramm TRANSHUMAN >POSTHUMAN (2026 > 2027) widmet sich kritisch der von einigen Denkschulen erwarteten globalen Transformation: dem Übergang vom anthropozentrischen Menschen unserer Zeit zum technisch optimierten Transhumanen in naher Zukunft und noch weiter in die Zukunft unserer Spezies: zum Posthumanen. Kurz gesagt: die Entwicklung der Menschheit vom modernen Humanismus über den Transhumanismus zum Posthumanismus.

Das Leitmotiv des ersten Jahres lautet TRANSHUMAN (2026) und umfasst vier Einzelausstellungen und eine Gruppenausstellung, um künstlerische Ansätze und Werke zu einer Sammlung von Ansätzen und Aspekten über den Transhumanismus zusammenzustellen. Dabei bilden die bildnerische Auseinandersetzung mit der Beschleunigung der Technologieentwicklung und des kapitalistischen Wachstums und die angestrebte biotechnologische Optimierung des menschlichen Körpers und Geistes die formale und inhaltliche Basis aller Ausstellungen. Die resultierenden gesellschaftlichen Umwälzungen finden bereits jetzt vielfach in unserer Gegenwart statt – mit drastischen Folgen für das Zusammenleben innerhalb der Zeitspanne einer Generation. Diese akuten Erfahrungen fließen mit ein in die Visionen der nahenden Zukunft und in die kollektiv-kritische Reflexion sowohl durch die Kunstschaffenden als auch durch unser Publikum. Das berücksichtigend, wird ein weitreichendes Diskurs- und Vermittlungsprogramm angeboten. Auch eine Publikation des Jahresprogramms wird wieder angestrebt. Die Ideologie des Transhumanismus soll dabei nicht ungeprüft propagiert werden, sondern möglichst kritisch, gemeinsam und auf Basis der gezeigten Werke dekonstruiert werden. Dazu laden wir alle Interessierten hiermit herzlich ein.

 


Wir danken unseren Förderern:  Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.

 


 

TERRA DIASPORA 2024 / 2025

DIE EDITIONEN DES PROGRAMMS 2024 / 2025

TERRA DIASPORA
WELTEN WANDELN – 2024
AKTIVE TERRAINS – 2025 

TERRA DIASPORA ist das Leitmotiv des Kunstvereins Göttingen 2024-2025. Angesichts fundamentaler Verwerfungen im Zusammenleben von Natur und Mensch, steht TERRA DIASPORA für eine Welt im Aufbruch; für ein Terrain, welches seinen Bewohnenden zunehmend fremd wird, und für eine Erde, auf der die Menschen zu Fremdkörpern werden. Es ist eine Erde in der Fremde, eine Terra Diaspora.
Nachdem der erste Teil der Programmreihe TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN im Jahr 2024 zeitgenössischen Formen fantastischer, figurativer Kunst nachging; lautet TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS das aktuelle Motto des Kunstvereins für das Jahre 2025. Als zweiter Teil der umfassenden Ausstellungsreihe TERRA DIASPORA werden hier die fundamentalen Verwerfungen im Verhältnis von Natur und Mensch in unserer Gegenwart anhand realer geographischer Fallbeispiele und der schöpferischen Reaktion von Kunstschaffenden genau auf diese Zustände in Göttingen gezeigt und diskutiert.
Dieses zusammenhängende Zweijahresprogramm wurde vom Kurator Stephan Klee mit den beteiligten Kunstschaffenden sowie nahstehenden Kuratorinnen entwickelt und betreut.

Zu jeder Ausstellung des TERRA DIASPORA – Programms der letzten zwei Jahre entstand eine Edition, welche der Kunstverein jetzt noch einmal im Überblick zum Kauf anbietet. Die Erlöse helfen dem Kunstverein sowohl nachhaltig das zukünftige Jahresprogramm zu lancieren, als auch einen umfassenden Katalog zu TERRA DIASPORA zu veröffentlichen.
> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: info@kunstvereingoettingen.de | klee@kunstvereingoettingen.de

 

Hier kommen die Editionen in chronologischer Reihenfolge

Ausstellung
WELTEN WANDLERIN N°1
Ellen Akimoto – Matter Ecstatic
14. Jan – 25. Feb 2024

 

Ellen Akimoto „Picture Holder Again“, 2024, 42 x 29,7 cm<br /> Alterungsbeständiger Digitaler FINE ART - Pigmentdruck<br /> auf Hahnemühle Photo Rag Matt Baryta Papier, 308g/m²<br /> Auflage 15 / 3 AP<br /> 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

 

EDITION
Ellen Akimoto Picture Holder Again, 2024

Für alle Freunde der aktuellen Werke von Ellen Akimoto hat der Kunstverein Göttingen eine exquisite Edition aufgelegt:
Ellen Akimoto Picture Holder Again, 2024, 42 x 29,7 cm, alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf Hahnemühle Photo Rag Matt Baryta Papier, 308g/m², Auflage 15 / 3 AP,
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Als Dank für eine wichtige Spende zum Programm holen Sie sich nicht nur eine wunderbare Arbeit in Ihre Privaträume, sondern Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.

 


Ausstellung
TERRA DIASPORA –
Welten Wandeln
5. Mai – 12. Jul 2024

 

Runa Ikeda "The shadow of the living light - 生け, Acryl und Pastell auf Leinwand, 210cmx350cm


EDITION
Runa Ikeda The shadow of the living light – 生ける光の影

Für alle Freunde von phantastischer figurativer Kunst hat der Kunstverein Göttingen eine exquisite Edition aufgelegt:
Runa Ikeda The shadow of the living light – 生ける光の影 / Edition, 2024, alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf HAHNEMÜHLE Bamboo, rauh-matt 280g/m², Auflage 15 / 3 AP, Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

 


Ausstellung
WELTEN WANDLER N°2

Dennis Scholl

Neue Wunden oder Vom Beginn der Unmittelbarkeit
30. Jun – 11. Aug 2024

 


EDITION
Dennis Scholl
Senden und Empfangen, 2024,
Digitale Zeichnung 40 x 27,7 cm,
alterungsbeständiger Digitaler FINE ART – Pigmentdruck auf Hahnemühle Ultrasmooth 305g/m²,
Auflage 15 / 3 AP,
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Für alle, welche die schillernde Bildwelt Dennis Scholls fasziniert,  hat der Kunstverein Göttingen diese exquisite Edition aufgelegt. Mit dem Erwerb holen Sie eine außergewöhnliche Arbeit in Ihre Umgebung, und Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.

 


Ausstellung
WELTEN WANDLER N°3
Thomias Radin
Rhizome: Time of Revelation
17. Aug – 6. Okt 2024

 

Thomias Radin<br /> What a time to be alive, 2022/24<br /> Edition 15 + 3 AP<br /> H 42 cm x B 35,3 cm<br /> Archival Tintenstrahl-Pigment Druck<br /> (Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf<br /> HAHNEMÜHLE Museum Etching, rauh-matt<br /> naturweiß, säurefrei, 100% Baumwolle, 350 g/qm<br /> Courtesy of the artist and Esther Schipper,<br /> Berlin/Paris/Seoul

 

EDITION
Thomias Radin

What a time to be alive, 2022/24
Edition 15 + 3 AP
H 42 cm x B 35,3 cm
Archival Tintenstrahl-Pigment Druck
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf
HAHNEMÜHLE Museum Etching, rauh-matt
naturweiß, säurefrei, 100% Baumwolle, 350 g/qm

Courtesy of the artist and Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Der Kunstverein Göttingen schätzt sich sehr glücklich, dass Thomias Radin eines seiner beeindruckendsten Gemälde für uns noch einmal als Edition auflegt. Mit diesem Kauf holen Sie sich nicht nur eine wunderbare Arbeit in Ihre Privaträume, sondern Sie unterstützen auch die Arbeit des Kunstvereins Göttingen für zeitgenössische junge Kunst und die beteiligten Kunstschaffenden.


Ausstellung
WELTEN WANDLERINNEN N°4 & N°5
Geng Xue & Runa Ikeda: Oneiroi
20. Okt – 15. Dez

 

 

EDITION
Geng Xue

看不见的冰湖
Invisible Ice Lake
, 2024
Edition 15 + 3 AP
H 27 cm x B 40 cm
Archival Tintenstrahl-Pigment Druck
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf
HAHNEMÜHLE Museum Etching, rauh-matt
naturweiß, säurefrei, 100% Baumwolle, 350 g/qm

courtesy the artist and gallery Migrant Bird Space, Berlin
Preis: 400 € / 300 € für Mitglieder des KV Göttingen


Ausstellung
AKTIVES TERRAIN N°1
Asef–Burckhardt
SHELTER–BONE
Lieben in Krisenzeiten
11. Jan – 23- Feb 2025

 

 

EDITION
Asef–Burckhardt
Hand-Charcoal-Song – Edition, 2024

Editionsauflage 12 + 5 AP
H 22 cm x B 40 cm
Archival Tintenstrahl-Pigment Druck
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf
EFI GRAVURE PROOF PAPER, seidenglanz
warmweiß, 245g/qm, mikrokeramisch PE-beschichtet

Courtesy of the artists
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Mit dieser Edition veröfflichen Asef–Burckhardt das prägnante Titelmotiv ihrer Ausstellung im Kunstverein, auf dem die Transformation unserer natürlichen Ressourcen und die Geste des aufmerksamen „Schutzgebens“ auf eindrückliche Weise zusammenkommen. Wir sind sehr glücklich diese außergewöhnliche Fotografie in kleiner Auflage anbieten zu können und danken dem Kunst–Duo für die tolle Unterstützung unserer Arbeit hier für zeitgenössische, junge Kunst in Göttingen.

 


Ausstellung
TERRA DIASPORA – Aktives Terrain N°2
„Collapse is not a destination, it is a process“
13. Jun – 21 Sep 2025

 


EDITION
Spiros Hadjidjanos


Chemicals are Internal to Us
(Chemikalien sind unser Inneres), 2022–2025

Editionsauflage 12 + 5 AP
, H 29,7 cm x B 42 cm (A 3), Archival Tintenstrahl-Pigment Druck 
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf 
HAHNEMÜHLE PHOTO RAG, samtig – matt, naturweiß, säurefrei, 100% Zellulose, 308 g/qm

Courtesy of the artist
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Der Künstler legt hier eine glänzend–surrealistische Hommage an den Elementarhalbleiter Silicium auf, welcher verarbeitet
nicht nur in vielen Bereichen der elektronischen Industrie unentbehrlich ist, sondern auch als natürlicher Stoff unter anderem in organischen Körpern für den Zusammenhalt des Gewebes maßgeblich ist. Damit verkörpert das Motiv auf humorvolle Weise unseren tiefen, stofflichen Austausch mit der terrestrischen Umgebung. Mit dem Kauf der Edition unterstützen Sie die Arbeit unseres Vereins damit auf besonders nachhaltige und tiefsinnige Art und Weise.


Ausstellung
AKTIVES TERRAIN N°3
Mélodie Mousset und Ittah Yoda
Flanieren im Symbiozän
26. Jul – 7. Sep 2025

 

Mélodie Mousset "HanaHana", KVG Edition

 

EDITION
Mélodie Mousset

HanaHana, 2017 – 2025
Die gedruckte Edition für den Kunstverein Göttingen

Editionsauflage 12 + 5 AP
,
29,7 cm x B 42 cm,
Archival Tintenstrahl-Pigment Druck
 (Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf
 HAHNEMÜHLE PHOTO RAG,
samtig – matt naturweiß, säurefrei, 100% Zellulose, 308 g/qm

Courtesy of the artist
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Die seit Jahren wachsende, interaktive Virtual – Reality Erfahrung HanaHana der Schweizer Französin Mélodie Mousset bietet Interessierten die Möglichkeit mit Hilfe von Controllern durch verschiedene virtuelle Landschaften zu wandeln, während die Besuchenden diese Landschaften fortwährend generativ neu gestalten. Die Freiheit, Schönheit und Sicherheit in HanaHana fühlt sich bemerkenswert an, und eröffnet eine komplett digital erzeugte Alternativ–Welt, einen materialfreien „Safe Space“ der besonderen Art.
Es ist uns eine große Ehre, dass Mélodie Mousset jetzt exklusiv für den Kunstverein Göttingen die erste physikalisch greifbare Arbeit aus HanaHana – Universum als Editions –Druck generiert hat. Mit dem Kauf helfen Sie den Kunstverein auch weiterhin der Öffentlichkeit solche experimentelle Arbeiten zu präsentieren.

 


Ausstellung
AKTIVES TERRAIN N°4
Marjolijn Dijkman
Between the Lines
12 Okt – 7 Dez 2025

 

Marjolijn Dijkman – Edition Kunstverein Göttingen 2025

 

EDITION
Marjolijn Dijkman

Earthing Discharge
Photographie
Edition für den Kunstverein Göttingen, 2025

Editionsauflage 12 + 5 AP
, H 29,7 cm x B 42 cm (A 3), Archival Tintenstrahl-Pigment Druck 
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf 
HAHNEMÜHLE PHOTO RAG, samtig – matt, naturweiß, säurefrei, 100% Zellulose, 308 g/qm

Courtesy of the artist
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Die künstlich erzeugte „Erdungs–Entladung“ von Steinkohle erzeugt ganz eigene Strukturen elektrischer Funkenschläge und führt die Betrachtenden in eine präzise festgehaltene Welt vormals natürlicher Energieflüsse. Genau diese Kombination versinnbildlicht allerdings auch zwei der wichtigsten, industriellen Revolutionen: Die umfassende Nutzung von Steinkohle und Elektrizität in den Produktionsprozessen. Diese „Freisetzungen“ humaner Ressourcen–Ausbeute in ihre Auswirkungen auf unsere organisch-belebten, terrestrischen Zonen stehen beispielhaft für die Themen in Marjolijn Dijkmans Arbeit und unser Jahresprogramm 2025.

> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: info@kunstvereingoettingen.de | klee@kunstvereingoettingen.de

 


Wir danken unseren Förderern:  Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V., der Stiftung Niedersachsen, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. Auch bei unseren essentiellen Unterstützern aus dem Ausland möchten wir uns bedanken: dem Institut Français, dem niederländischen Mondriaan Fund und aus Belgien, dem Flanders Culture Fund möchten wir uns herzlich bedanken.

 

Langer Nachmittag der Kunst – Marjolijn Dijkman

DER LANGE NACHMITTAG DER KUNST

AKTIVES TERRAIN N°4
Marjolijn Dijkman
Between the Lines

Wir freuen uns sehr, den finalen Langen Nachmittag der Kunst des Jahres 2025 präsentieren zu dürfen.
Der Lange Nachmittag der Kunst
Samstag, den 6. Dez um 15 – 19 Uhr
Zum Jahresabschluss empfängt Sie das Team des Kunstvereins Göttingen zu einem abwechslungsreichen Nachmittag zwischen inhaltlicher Vermittlung der Soloausstellung und einer Charity–Aktion für den Kunstverein zur Saison. Die Künstlerin Marjolijn Dijkman und der Kurator Stephan Klee sind in der Ausstellung vor Ort und haben gemeinsam ein abwechslungsreiches Programm aufgelegt. Zusätzlich präsentiert der Kunstverein alle Editionen des zweijährigen Terra Diaspora – Austellungsprogramms (2024 – 2025) im Überblick, so ergeben sich eventuell Möglichkeiten noch das eine oder andere Kunstwerk zum Gabentisch nach Hause zu tragen und gleichzeitig der Kultur in der Stadt etwas Gutes zu tun. Wir werden die gesamten vier Stunden vor Ort sein und Sie können kommen und gehen, wann Sie möchten. Die Veranstaltung ist eintrittsfrei.
Stephan Klee eröffnet den Nachmittag um 15 Uhr mit einer Führung durch die Ausstellung. Danach bietet sich Zeit, um bspw. tiefer in die Ausstellung einzusteigen oder die präsentierten Editionen zu begutachten. Um 17 Uhr findet dann ein gemeinsames Podiums-Gespräch zwischen der Künstlerin Marjolijn Dijkman, der apl. Prof. Dr. Lasafam Iturrizaga von der Universität Göttingen und dem Künstlerischen Leiter Stephan Klee zum Thema „Geomorphologie und Ökologische Transformation im wirtschaftlichen Wachstum“ statt. Dabei werden wir anhand einiger Beispiele aus der Welt und der Region erörtern, wie industrielle Produktion und expansive Geo-Politik die geographische Gestalt und die biochemischen Kreisläufe in den betroffenen Territorien massiv verändern. Die Gesprächsvorbereitung und Moderation obliegen dieses Mal Stephan Klee. In der Einführung und im publikums-inklusiven Diskurs am Ende wird die Konversation auf Deutsch und Englisch erfolgen, nur das Dreiergespräch im Mittelteil wird weitgehend auf Englisch stattfinden, um für unsere englischsprachigen Podiumsgäste einen natürlichen Gesprächsfluss zu gewährleisten.
Nach dem gemeinsamen Diskurs am Ende des offenen Podiumsgespräches bleibt dann bis 19 Uhr noch Zeit für persönliche Gespräche und Nachfragen. Während des gesamten Langen Nachmittags der Kunst reichen wir Gebäck und warme Getränke zur festlichen Jahreszeit.

Ort
Altes Rathaus / 1. OG
Markt 9
37073 Göttingen


Weiteres Programm zu Ausstellung

Sa 6. Dez 15 – 19 Uhr
Der Lange Nachmittag der Kunst
Der Eintritt ist frei

15 – 19 Uhr
Präsentation der Editionen
Die umfassende Präsentation der Edition zur Ausstellung und aller Editionen des TERRA DIASPORA – Austellungsprogramms (2024 / 2025). Der Verkauf dient der gemeinnützigen Arbeit des Kunstvereins Göttingen e.V.

15 Uhr
Ausstellungsführung
mit Stephan Klee

17 Uhr
Offenes Podiumsgespräch (Deu & Eng)
Aktivierte Terrains
Geomorphologie und Ökologische Transformation im wirtschaftlichen Wachstum
mit Marjolijn Dijkman (Künstlerin), apl. Prof. Dr Lasafam Iturrizaga und Stephan Klee
Wie verändert die wirtschaftliche Ausbeutung durch den Menschen die Beschaffenheit der Erde in Aussehen, Zusammensetzung und Co-Existenz der Arten? Wie können sich politisch-gesellschaftliche Konflikte in die betroffenen Territorien einschreiben und nachhaltig prägen? Nicht erst seit der industriellen Revolution formen Menschen in ihrem Handeln aktiv und meist bewusst die Landschaften dieses Planeten. Wesentliche Bereiche der „Geomorphologie“, also der substanziellen Neuformung des Globus, gehen mittlerweile aus menschlicher Aktivität hervor. In Folge leben wir spätestens seit dem letzten Jahrhundert im Anthropozän, dem menschengemachten Erdzeitalter.
Marjolijn Dijkman hat einige prägnante Beispiele dieser Dynamik künstlerisch manifestiert und nach Göttingen gebracht. So können die betreffenden Prozesse, auf schöpferische Weise anschaulich und begreifbar gemacht, die Grundlagen für ein Gespräch bilden. Prof. Dr. Lasafam Iturrizaga steuert zur Thematik ihr Fachwissen, reichhaltige Erfahrungen und regionale Beispiele aus dem Bereich der Geomorphologie bei, während Stephan Klee versuchen wird, den Bogen zu einer gesamten globalen Entwicklung und ihren Auswirkungen auch auf die Kultur zu schlagen. Im Anschluss öffnen wir das Gespräch dem Publikum, um mit Ihnen verbliebene Fragen zu klären und gemeinsam in einen möglichen Diskurs einzusteigen.
Das Gespräch findet mit der Unterstützung eines Dolmetschers auf Deutsch und Englisch statt.

18 Uhr
Ausklang

 

So 7. Dez 15 – 17 Uhr
Finissage
umfassende Präsentation der Edition zur Ausstellung
und aller Editionen des TERRA DIASPORA – Ausstellungsprogrammes (2024 / 2025)

15 Uhr
Führung und Gespräch – „Walk and Talk“
durch die Ausstellung mit der Künstlerin Marjolijn Dijkman
und dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch

16 Uhr
Ausklang

Um besser planen zu können, freuen wir uns über Ihre Reservierungen zu einzelnen Programmpunkten unter info@kunstvereingoettingen.de oder klee@kunstvereingoettingen.de bzw. telefonisch unter 0551-44899

Veranstaltungsbild: Marjolijn Dijkman Earthing Discharge (crop out), courtesy the artist and NOME Berlin,
Photo and all rights by Marjolijn Dijkman, published without fee with the friendly agreement of the artist


„Die in Brüssel ansässige Niederländerin Marjolijn Dijkman beschließt unsere Ausstellungsreihe TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS im Jahr 2025 – mit ungewöhnlich aufwendigen, räumlich begehbaren Arrangements. Ein tonal animiertes Waldgebiet transferiert bspw. die ehemaligen Frontlinien von Verdun mit originalen Bäumen und Granatsplitter in die Ausstellungsräume, künstlich erzeugte Fulguriten von seltenen Erden aus der Dem. Republik Kongo und Belgien definieren Silicium-Sandflächen und Mikroorganismen vermehren sich in glasfüllenden Wasserproben aus der Region Göttingen in einem raumfüllenden Metallgerüst.“



DIE EDITION ZUR AUSSTELLUNG


Marjolijn Dijkman

Earthing Discharge
Photographie
Edition für den Kunstverein Göttingen, 2025

Editionsauflage 12 + 5 AP
, H 29,7 cm x B 42 cm (A 3), Archival Tintenstrahl-Pigment Druck 
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf 
HAHNEMÜHLE PHOTO RAG, samtig – matt, naturweiß, säurefrei, 100% Zellulose, 308 g/qm

Courtesy of the artist
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Die künstlich erzeugte „Erdungs–Entladung“ von Steinkohle erzeugt ganz eigene Strukturen elektrischer Funkenschläge und führt die Betrachtenden in eine präzis festgehaltene Welt vormals natürlicher Energieflüsse. Genau diese Kombination versinnbildlicht allerdings auch zwei der wichtigsten, industriellen Revolutionen: Die umfassende Nutzung von Steinkohle und Elektrizität in den Produktionsprozessen. Diese „Freisetzungen“ humaner Ressourcen–Ausbeute in ihre Auswirkungen auf unsere organisch-belebten, terrestrischen Zonen stehen beispielhaft für die Themen in Marjolijn Dijkmans Arbeit und unser Jahresprogramm 2025.

> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: klee@kunstvereingoettingen.de


VITA Marjolijn Dijkman
Marjolijn Dijkman (1978, NL) ist Künstlerin und Mitbegründerin von Enough Room for Space, sie lebt und arbeitet in Brüssel (BE) & Lahaymeix (FR).
 
Sie hat 2001 an der Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam und 2003 am MFA Piet Zwart Institute in Rotterdam studiert und war von 2006 bis 2007 als Wissenschaftlerin an der Jan van Eyck Academy in Maastricht tätig.

Derzeit ist sie Teil des künstlerischen Forschungsclusters Deep Histories Fragile Memories als Doktorandin an der LUCA-School of Arts Brüssel / Universität Leuven, betreut von Wendy Morris und Kyveli Mavrokordopoulou (2023-2027).

Im Jahr 2005 gründete sie zusammen mit Maarten Vanden Eynde Enough Room for Space (ERforS). Enough Room for Space ist eine interdependente Kunstorganisation, die experimentelle kollaborative Forschungsprojekte initiiert. Wir tendieren dazu, so frei wie möglich zu agieren und die Grenzen zwischen den Disziplinen (künstlerisch, wissenschaftlich oder aktivistisch) zu überwinden.

mehr Informationen >>www.marjolijndijkman.com


Das Jahresprogramm 2025
TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS

TERRA DIASPORA ist das Leitmotiv des Kunstvereins Göttingen 2024-2025. Angesichts fundamentaler Verwerfungen im Zusammenleben von Natur und Mensch, steht TERRA DIASPORA für eine Welt im Aufbruch; für ein Terrain, welches seinen Bewohnenden zunehmend fremd wird und für eine Erde, auf der die Menschen zu Fremdkörpern werden. Es ist eine Erde in der Fremde, eine Terra Diaspora.
Nachdem der erste Teil der Programmreihe TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN im Jahr 2024 zeitgenössischen Formen fantastischer, figurativer Kunst nachging; lautet TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS das aktuelle Motto des Kunstvereins für das Jahre 2025. Als zweiter Teil der umfassenden Ausstellungsreihe TERRA DIASPORA werden hier die fundamentalen Verwerfungen im Verhältnis von Natur und Mensch in unserer Gegenwart anhand realer geographischer Fallbeispiele und der schöpferischen Reaktion von Kunstschaffenden genau auf diese Zustände in Göttingen gezeigt und diskutiert. Auch dieses Jahresprogramm wird vom Kurator Stephan Klee mit den beteiligten Kunstschaffenden, sowie nahstehenden Kuratorinnen entwickelt und betreut.

 


Wir danken unseren Förderern:  Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.. Auch bei unseren essentiellen Unterstützern aus den Niederlanden: Mondriaan Fund und aus Belgien, dem Flanders Culture Fund möchten wir uns herzlich bedanken.

Vernissage – Marjolijn Dijkman

VERNISSAGE

AKTIVES TERRAIN N°4
Marjolijn Dijkman
Between the Lines

Seien Sie herzlich eingeladen zur finalen Ausstellung des Jahres.

Vernissage
Samstag, den 11. Okt um 17 Uhr
Die Räume im Alten Rathaus wurden mit raumgreifenden, immersiven Installationen gefüllt und das Team des KVG freut sich Ihnen drei umfangreiche Forschungsbereiche im Werk Marjolijn Dijkmans vorstellen zu können. Nach der Willkommensrede des Geschäftsführers und einführenden Worten durch den Künstlerischen Leiter bleibt genügend Zeit, die Ausstellung zu entdecken. Die Künstlerin und der Kurator werden anwesend sein und stehen gerne für ein Gespräch bei dem einen oder anderen Getränk zur Verfügung. Die Veranstaltung endet dann um 19:00 Uhr

Ort
Altes Rathaus / 1. OG
Markt 9
37073 Göttingen


Weiteres Programm

So 19. Okt / So 2. Nov
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler

Sa 6. Dez 15 – 19 Uhr
Der Lange Nachmittag der Kunst
15 Uhr
Ausstellungsführung
mit Stephan Klee
16 Uhr
Präsenation und Soundperformance
der Künstlerin Nele Möller
17:30 Uhr
Offene Gesprächsrunde
mit Marjolijn Dijkman, Nele Möller und Stephan Klee

So 7. Dez 15 – 17 Uhr
Finissage
umfassende Präsentation der
Edition zur Ausstellung
und aller Editionen des Jahres
15 Uhr
Führung und Gespräch – „Walk and Talk“
durch die Ausstellung mit der Künstlerin Marjolijn Dijkman
und dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
16 Uhr
Ausklang

 


„Die in Brüssel ansässige Niederländerin Marjolijn Dijkman beschließt unsere Ausstellungsreihe TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS im Jahr 2025 – mit ungewöhnlich aufwendigen, räumlich begehbaren Arrangements. Ein tonal animiertes Waldgebiet transferiert bspw. die ehemaligen Frontlinien von Verdun mit originalen Bäumen und Granatsplitter in die Ausstellungsräume, künstlich erzeugte Fulguriten von seltenen Erden aus der Dem. Republik Kongo und Belgien definieren Silicium-Sandflächen und Mikroorganismen vermehren sich in glasfüllenden Wasserproben aus der Region Göttingen in einem raumfüllenden Metallgerüst.“


Um besser planen zu können, freuen wir uns über Ihre Reservierungen zu einzelnen Programmpunkten unter info@kunstvereingoettingen.de oder klee@kunstvereingoettingen.de bzw. telefonisch unter 0551-44899

Veranstaltungsbild: Marjolijn Dijkman Earthing Discharge (crop out), courtesy the artist and NOME Berlin,
Photo and all rights by Marjolijn Dijkman, published without fee with the friendly agreement of the artist

 



DIE EDITION ZUR AUSSTELLUNG


Marjolijn Dijkman

Earthing Discharge
Photographie
Edition für den Kunstverein Göttingen, 2025

Editionsauflage 12 + 5 AP
, H 29,7 cm x B 42 cm (A 3), Archival Tintenstrahl-Pigment Druck 
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf 
HAHNEMÜHLE PHOTO RAG, samtig – matt, naturweiß, säurefrei, 100% Zellulose, 308 g/qm

Courtesy of the artist
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Die künstlich erzeugte „Erdungs–Entladung“ von Steinkohle erzeugt ganz eigene Strukturen elektrischer Funkenschläge und führt die Betrachtenden in eine präzis festgehaltene Welt vormals natürlicher Energieflüsse. Genau diese Kombination versinnbildlicht allerdings auch zwei der wichtigsten, industriellen Revolutionen: Die umfassende Nutzung von Steinkohle und Elektrizität in den Produktionsprozessen. Diese „Freisetzungen“ humaner Ressourcen–Ausbeute in ihre Auswirkungen auf unsere organisch-belebten, terrestrischen Zonen stehen beispielhaft für die Themen in Marjolijn Dijkmans Arbeit und unser Jahresprogramm 2025.

> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: klee@kunstvereingoettingen.de


VITA Marjolijn Dijkman
Marjolijn Dijkman (1978, NL) ist Künstlerin und Mitbegründerin von Enough Room for Space, sie lebt und arbeitet in Brüssel (BE) & Lahaymeix (FR).
 
Sie hat 2001 an der Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam und 2003 am MFA Piet Zwart Institute in Rotterdam studiert und war von 2006 bis 2007 als Wissenschaftlerin an der Jan van Eyck Academy in Maastricht tätig.

Derzeit ist sie Teil des künstlerischen Forschungsclusters Deep Histories Fragile Memories als Doktorandin an der LUCA-School of Arts Brüssel / Universität Leuven, betreut von Wendy Morris und Kyveli Mavrokordopoulou (2023-2027).

Im Jahr 2005 gründete sie zusammen mit Maarten Vanden Eynde Enough Room for Space (ERforS). Enough Room for Space ist eine interdependente Kunstorganisation, die experimentelle kollaborative Forschungsprojekte initiiert. Wir tendieren dazu, so frei wie möglich zu agieren und die Grenzen zwischen den Disziplinen (künstlerisch, wissenschaftlich oder aktivistisch) zu überwinden.

mehr Informationen >>www.marjolijndijkman.com


Das Jahresprogramm 2025
TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS

TERRA DIASPORA ist das Leitmotiv des Kunstvereins Göttingen 2024-2025. Angesichts fundamentaler Verwerfungen im Zusammenleben von Natur und Mensch, steht TERRA DIASPORA für eine Welt im Aufbruch; für ein Terrain, welches seinen Bewohnenden zunehmend fremd wird und für eine Erde, auf der die Menschen zu Fremdkörpern werden. Es ist eine Erde in der Fremde, eine Terra Diaspora.
Nachdem der erste Teil der Programmreihe TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN im Jahr 2024 zeitgenössischen Formen fantastischer, figurativer Kunst nachging; lautet TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS das aktuelle Motto des Kunstvereins für das Jahre 2025. Als zweiter Teil der umfassenden Ausstellungsreihe TERRA DIASPORA werden hier die fundamentalen Verwerfungen im Verhältnis von Natur und Mensch in unserer Gegenwart anhand realer geographischer Fallbeispiele und der schöpferischen Reaktion von Kunstschaffenden genau auf diese Zustände in Göttingen gezeigt und diskutiert. Auch dieses Jahresprogramm wird vom Kurator Stephan Klee mit den beteiligten Kunstschaffenden, sowie nahstehenden Kuratorinnen entwickelt und betreut.

 


Wir danken unseren Förderern:  Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.. Auch bei unseren essentiellen Unterstützern aus den Niederlanden: Mondriaan Fund und aus Belgien, dem Flanders Culture Fund möchten wir uns herzlich bedanken.

Ausstellung – Marjolijn Dijkman

AKTIVES TERRAIN N°4
Marjolijn Dijkman
Between the Lines

kuratiert von Stephan Klee

Vernissage
Samstag, den 11. Okt 17 – 19 Uhr
Laufzeit
12. Okt – 7. Dez 2025
Die – Son 11 – 17 Uhr

Die in Brüssel ansässige Niederländerin Marjolijn Dijkman beschließt unsere Ausstellungsreihe TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS im Jahr 2025 – mit ungewöhnlich aufwendigen, räumlich begehbaren Arrangements. Ein tonal animiertes Waldgebiet transferiert bspw. die ehemaligen Frontlinien von Verdun mit originalen Bäumen und Granatsplitter in die Ausstellungsräume, künstlich erzeugte Fulguriten von seltenen Erden aus der Dem. Republik Kongo und Belgien definieren Silicium-Sandflächen und Mikroorganismen vermehren sich in glasfüllenden Wasserproben aus der Region Göttingen in einem raumfüllenden Metallgerüst.
Der Künstlerin gelingt es auf unnachahmliche Weise durch räumlich–begehbare Arrangements, skulpturale Objekte, Photographien und Filmbeiträgen die dynamischen Umbrüche der betreffenden Landstriche für das Publikum greifbar herauszuarbeiten und damit beispielhaft die akute Veränderung der Erde aufzuzeigen. Oder wie sie selbst sagt: „Ich bin eine forschungsbasierte und multidisziplinäre Künstlerin, die Film, Fotografie, Skulptur und Installation einsetzt. Meine Arbeit konzentriert sich auf die Schnittpunkte zwischen Kultur und anderen Forschungsbereichen. Die Arbeiten selbst sind spekulativ, basieren teilweise auf Fakten und Forschung, werden aber oft in den Bereich der Vorstellungskraft verlagert. Ich arbeite an mehrjährigen, prozessbasierten Forschungsprojekten, die in verschiedenen Werken, diskursiven Veranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen münden.“ Wichtig ist dabei die multidisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Menschen. Bei vielen dieser Langzeit–Forschungsprojekten entstehen Werke aus der engen Zusammenarbeit mit anderen Menschen, welche an den gleichen Themen arbeiten.
Wissenschaftlich fundiert und inspiriert in der Aufdeckung komplexer Zusammenhänge, schafft es Marjolijn Dijkman auf präzise Weise, die Materialien und Stoffe globaler Prozesse in prägnante Formen und Zeugnisse zu überführen. Diese Werkgruppen verkörpern die weltweiten öko–geographischen Veränderungen und machen diese rational, intuitiv und emotional für die Besuchenden zugänglich. Über die künstlerischen Manifestationen der sich verändernden Tatsachen „da draußen“ erwächst so „hier bei uns“ neues Verstehen für die Welt. Gerade dieses Finale bringt wie keine andere Ausstellung der Reihe den Begriff Aktives Terrain schöpferisch auf den Punkt.


PROGRAMME
Sa, 11. Okt 17 – 19 Uhr
Vernissage
Wilkommensrede von Helmut Wenzel,
Einführung in die Ausstellung
durch den Kurator Stephan Klee
und Präsentation der
Edition zur Ausstellung

So 19. Okt / So 2. Nov
jeweils um 15 Uhr
Sonntagstour mit Joos Ziegler

Sa 6. Dez 15 – 19 Uhr
Der Lange Nachmittag der Kunst
15 Uhr
Ausstellungsführung
mit Stephan Klee
17  Uhr
Offenes Podiumsgespräch (Deu & Eng)
„Aktivierte Terrains – Geomorphologie und ökologische Transformation im wirtschaftlichen Wachstum“
mit Marjolijn Dijkman (Künstlerin), apl. Prof. Dr Lasafam Iturrizaga und Stephan Klee
im Anschluss Gesprächsrunde mit dem Publikum

So 7. Dez 15 – 17 Uhr
Finissage
umfassende Präsentation der
Edition zur Ausstellung
und aller Editionen des Jahres
15 Uhr
Führung und Gespräch – „Walk and Talk“
durch die Ausstellung mit der Künstlerin Marjolijn Dijkman
und dem Kurator Stephan Klee in Deutsch und Englisch
16 Uhr
Ausklang 

Um besser planen zu können, freuen wir uns über Ihre Reservierungen zu einzelnen Programmpunkten unter info@kunstvereingoettingen.de oder klee@kunstvereingoettingen.de bzw. telefonisch unter 0551-44899

Veranstaltungsbild: Marjolijn Dijkman Earthing Discharge (crop out), courtesy the artist and NOME Berlin,
Photo and all rights by Marjolijn Dijkman, published without fee with the friendly agreement of the artist

 



DIE EDITION ZUR AUSSTELLUNG


Marjolijn Dijkman

Earthing Discharge
Photographie
Edition für den Kunstverein Göttingen, 2025

Editionsauflage 12 + 5 AP
, H 29,7 cm x B 42 cm (A 3), Archival Tintenstrahl-Pigment Druck 
(Fine Art Long Duration Inkjet Print) auf 
HAHNEMÜHLE PHOTO RAG, samtig – matt, naturweiß, säurefrei, 100% Zellulose, 308 g/qm

Courtesy of the artist
Preis: 320 € / 240 € für Mitglieder des KV Göttingen

Die künstlich forcierte Entladung durch Steinkohlestücken erzeugt ganz eigene Strukturen elektrischer Funkenschläge und führt die Betrachtenden in eine präzise festgehaltene Welt vormals natürlicher, schwer fassbarer Energieflüsse. Genau diese Kombination versinnbildlicht allerdings auch zwei der wichtigsten, industriellen Revolutionen: Die umfassende Nutzung von Steinkohle und Elektrizität in den Produktionsprozessen. Diese „Freisetzungen“ humaner Ressourcen–Ausbeute in ihren Auswirkungen auf unsere organisch belebten, terrestrischen Zonen – stehen beispielhaft für die Themen in Marjolijn Dijkmans Arbeit und in unserem Jahresprogramm 2025.

> Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte hier: klee@kunstvereingoettingen.de


VITA Marjolijn Dijkman
Marjolijn Dijkman (1978, NL) ist Künstlerin und Mitbegründerin von Enough Room for Space, sie lebt und arbeitet in Brüssel (BE) & Lahaymeix (FR).
 
Sie hat 2001 an der Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam und 2003 am MFA Piet Zwart Institute in Rotterdam studiert und war von 2006 bis 2007 als Wissenschaftlerin an der Jan van Eyck Academy in Maastricht tätig.

Derzeit ist sie Teil des künstlerischen Forschungsclusters Deep Histories Fragile Memories als Doktorandin an der LUCA-School of Arts Brüssel / Universität Leuven, betreut von Wendy Morris und Kyveli Mavrokordopoulou (2023-2027).

Im Jahr 2005 gründete sie zusammen mit Maarten Vanden Eynde Enough Room for Space (ERforS). Enough Room for Space ist eine interdependente Kunstorganisation, die experimentelle kollaborative Forschungsprojekte initiiert. Wir tendieren dazu, so frei wie möglich zu agieren und die Grenzen zwischen den Disziplinen (künstlerisch, wissenschaftlich oder aktivistisch) zu überwinden.

mehr Informationen >>www.marjolijndijkman.com


Das Jahresprogramm 2025
TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS

TERRA DIASPORA ist das Leitmotiv des Kunstvereins Göttingen 2024-2025. Angesichts fundamentaler Verwerfungen im Zusammenleben von Natur und Mensch, steht TERRA DIASPORA für eine Welt im Aufbruch; für ein Terrain, welches seinen Bewohnenden zunehmend fremd wird und für eine Erde, auf der die Menschen zu Fremdkörpern werden. Es ist eine Erde in der Fremde, eine Terra Diaspora.
Nachdem der erste Teil der Programmreihe TERRA DIASPORA – WELTEN WANDELN im Jahr 2024 zeitgenössischen Formen fantastischer, figurativer Kunst nachging; lautet TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS das aktuelle Motto des Kunstvereins für das Jahre 2025. Als zweiter Teil der umfassenden Ausstellungsreihe TERRA DIASPORA werden hier die fundamentalen Verwerfungen im Verhältnis von Natur und Mensch in unserer Gegenwart anhand realer geographischer Fallbeispiele und der schöpferischen Reaktion von Kunstschaffenden genau auf diese Zustände in Göttingen gezeigt und diskutiert. Auch dieses Jahresprogramm wird vom Kurator Stephan Klee mit den beteiligten Kunstschaffenden, sowie nahstehenden Kuratorinnen entwickelt und betreut.

 


Wir danken unseren Förderern:  Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Sparkasse Göttingen und Landschaftsverband Südniedersachsen e.V.. Auch bei unseren essentiellen Unterstützern aus den Niederlanden: Mondriaan Fund und aus Belgien, dem Flanders Culture Fund möchten wir uns herzlich bedanken.

Finissage Asef–Burckhardt

Finissage
Sonntag, den 23. Februar ab 15 Uhr


AKTIVES TERRAIN N°1
Asef–Burckhardt
SHELTER–BONE
Lieben in Krisenzeiten

Zum gemeinsamen Abschluss der ersten Ausstellung des Jahres laden wir hiermit herzlich am Sonntag, den 23.02.2025 um 15 Uhr zur Finissage in das Künstlerhauses Göttingen ein. Gleich am Anfang werden die Urheber der Ausstellung, das Kunst–Duo Asef–Burckhardt, gemeinsam mit dem Kurator Stephan Klee, einen finalen Rundgang durch die stark veränderten Räume anbieten. Das bietet die Gelegenheit, direkte Einblicke in das Werk und die Gedanken des Duos zu erhalten und mit ihnen und dem Kurator in weiterführende Gespräche einzusteigen. Auch die Ausstellungs–Edition kann nochmal einmal begutachtet und bei Gefallen erstanden werden, eine wichtige Unterstützung für die Arbeit des Kunstvereins.

So 23.02.25, 15 – 17 Uhr
Finissage – Empfang mit
– 15 Uhr: Gemeinsamer Rundgang mit Künstlerin, Künstler und Kurator
– 16 Uhr: Ausklang

Veranstaltungsfoto: Asef–Burckhardt SHELTER–BONE, 2023 – 2025, Fotorechte: Asef–Burckhardt, VG Bildkunst

 


 

 


Die hölzernen Wohn- und Arbeitsbauten der Sea Ranch im Norden San Franciscos wurden maßgeblich vom dem Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin und seiner Frau, der Choreographin Anna Halprin in den 1960er Jahren mit anderen ökologisch-avantgardistisch denkenden Mitstreitenden entwickelt und gebaut; die Gebäude integrieren sich beispielhaft in die raue Steilküste des Pazifiks. Seitdem ist die Ansiedlung weiter gewachsen und setzt bis heute internationale Maßstäbe für das Zusammenspiel von Architektur und Natur – also „Schutz“ und „Umwelt“.

Die gezeigten Arbeiten von SHELTER–BONE, dem aktuellen Projekt des Kunstduos Asef–Burckhardt, basieren auf umfangreichen Recherche– und Arbeitsperioden in der visionären Siedlung in Nordkalifornien und hinterfragen unter anderem die heutige Relevanz der originären Utopie der Sea Ranch. Vor dem akutem Hintergrund der globalen Umweltkrise werden dabei neue anthropologischen Fragen wie: „Was muss Architektur heute verbinden?“ und „Was muss Liebe heute leisten?“ aufgeworfen und im engen Bezug zu dieser realen Topographie künstlerisch neu erforscht. Aus kombinierten, multimedialen Arbeiten bestehend, wird das Projekt zur Zeit aktiv erweitert und fortentwickelt, um in wechselhaften Setzungen an internationalen Ausstellungsorten gezeigt zu werden. Der Kunstverein freut sich sehr, diesen Werkkomplex unter dem Leitmotiv: „Was bedeutet Schutz in unserer Zeit?“ in Göttingen zeigen zu können.

 


Das Jahresprogramm 2025 des Kunstvereins Göttingen TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS wird vom Kurator Stephan Klee mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern entwickelt. Den Auftakt im frischen Jahr macht das Duo Asef–Burckhardt mit einem allumgebenden, die Sinne ansprechenden Parcours aus mehreren Installationen, welcher die Betrachtenden gefühlt direkt in die von Naturgewalten geprägten Strandwälder Kaliforniens mitnimmt.

Kirstin Burckhardt (*Durban, Südfrika) ist Künstlerin und Therapeutin und erforscht mit bildnerischen und performativen Mitteln die Interaktionen und seelischen Bindungen zwischen Menschen. Dabei liegen Aspekte des Körpers, der Geste, der Berührung, der Kommunikation und der Freundschaft im Zentrum ihrer Auseinandersetzung. Mario Asef (* Córdoba, Argentinien) ist Künstler und Architekt und richtet sein Augenmerk und seine ausgeprägte Kompetenz in visuell-akkustischen Aufnahmetechniken auf die komplexen Wechselwirkungen in den ökologischen Netzwerke diverser Spezies in wilder und urbaner Natur.
Gemeinsam als Duo Asef–Burkhardt entfalten sie die Sea Ranch an der amerikanischen Westküste nicht nur als facettenreichen Sehnsuchtsort einer gemeinsamen künstlerischen Suche, sondern erheben dieses spezifische Terrain auch zu ihren Leitkoordinaten einer neuen Form von dualem Wirken zwischen Zuneigung und realer Dringlichkeit. Mit dieser lebendigen Fusion zwischen künstlerischer Feldforschung und produktivem Beziehungsgeflecht macht der Kunstverein Göttingen den ersten Schritt in das neue Ausstellungsjahr.


Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. und Sparkasse Göttingen

Der Lange Nachmittag der Kunst: Asef–Burckhardt

Der Lange Nachmittag der Kunst
Samstag, den 15. Februar um 15 Uhr


AKTIVES TERRAIN N°1
Asef–Burckhardt
SHELTER–BONE
Lieben in Krisenzeiten

Es ist wieder soweit, der Lange Nachmittag der Kunst steht an im Kunstverein Göttingen. Dieses Mal gilt er den multimedialen Installationen des Kunstduos und Paares Asef–Burckhardt und er bietet viel Zeit und Möglichkeit sich dem Werkkomplex tiefergehend zu widmen.
Nach einer dialog–offenen Führung durch die Ausstellung mit dem Kurator Stephan Klee ab 15:00 Uhr, treffen wir uns um 17:00 Uhr zum Podiumsgespräch über die Ausstellung zwischen Asef–Burckhardt und Elena Engelbrechter vom Kunstmuseum Wolfsburg. Stephan Klee übernimmt die Moderation, da Gespräch findet auf Deutsch statt. Der Trialog folgt dem Motto „Lieben in Krisenzeiten“ und geht den Erfahrungen und Erkenntnissen des Duos auf und mit der Sea Ranch in Nordkalifornien nach. Dabei werden nicht nur Schutzpotentiale von Architektur und Landsschaft zur Sprache kommen, sondern auch inwiefern soziale Beziehung und Zuneigung eine andere Form von „Behausung“ in einer turbulenten Welt sein könnten. Wie so oft bei unseren Ausstellungsgesprächen, wird das Podium final dem Publikum geöffnet und es bietet sich die Möglichkeit der gemeinsamen Diskussion mit den Gästen.
Im Schwung dieser Gesprächsrunde wird der späte Nachmittag ausklingen, dabei ist für Snacks und Getränke gesorgt. Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen, welches zwanglos den ganzen Nachmittag über möglich sein wird.

Sa 15.02.25, 15 – 19 Uhr
Der Lange Nachmittag der Kunst: SHELTER–BONE
– 15 Uhr: Führung und Gespräch – durch die Ausstellung mit dem Kurator Stephan Klee
– 17 Uhr: Podiums–Gespräch mit Asef–Burckhardt und Elena Engelbrechter: Lieben in Krisenzeiten
– 18 Uhr: Ausklang
Die Kunstschaffenden und der Kurator werden die ganze Zeit vor Ort sein, es werden Snacks und Getränke gereicht.

Veranstaltungsfoto: Asef–Burckhardt SHELTER–BONE, 2023 – 2025, Fotorechte: Asef–Burckhardt, VG Bildkunst

 


 

 


Die Wohn- und Arbeitsbauten der Sea Ranch im Norden San Franciscos integrieren sich in die raue Steilküste des Pazifiks. Starker, salzgetränkter Wind vom Meer, schroffe Felsen in feinem Sand und uralte Mammutbaum-Wälder prägen hier die Landschaft. Die Holzgebäude wurden maßgeblich vom dem Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin und seiner Frau, der Choreographin Anna Halprin in 1960er Jahren in einer ökologisch-avantgardistischen Gemeinschaft von multiprofessionellen Mitstreitenden entwickelt und baulich initiiert. Seitdem ist die Ansiedlung weiter gewachsen und setzt bis heute internationale Maßstäbe für das Zusammenspiel von Architektur und Natur – also „Schutz“ und „Umwelt“. Doch was bleibt von der damaligen Utopie der Halprins – „to live lightly on the land“ und dem Idealismus eines sensiblen Umgangs mit der Umwelt für uns heute?

SHELTER–BONE, das aktuelle Projekt des Kunstduos und Paares Asef–Burckhardt, basiert auf umfangreichen Recherche– und Arbeitsperioden in dieser visionären Siedlung in Nordkalifornien und präsentiert vor Ort und in Berlin entstandene Werke. Vor dem akutem Hintergrund der globalen Umweltkrise werden dabei neue anthropologischen Fragen wie: „Was muss Architektur heute verbinden?“ und „Was muss Liebe heute leisten?“ aufgeworfen und im engen Bezug zu dieser realen Topographie künstlerisch neu erforscht. Aus kombinierten, multimedialen Arbeiten bestehend, wird das Projekt zur Zeit aktiv erweitert und fortentwickelt, um in wechselhaften Setzungen an internationalen Ausstellungsorten gezeigt zu werden. Der Kunstverein freut sich sehr, diesen Werkkomplex unter dem Leitmotiv: „Was bedeutet Schutz in unserer Zeit?“ in Göttingen zeigen zu können.

Das Jahresprogramm 2025 des Kunstvereins Göttingen TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS wird vom Kurator Stephan Klee mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern entwickelt. Den Auftakt im frischen Jahr macht das Duo Asef–Burckhardt mit einem allumgebenden, die Sinne ansprechenden Parcours aus mehreren Installationen, welcher die Betrachtenden gefühlt direkt in die von Naturgewalten geprägten Strandwälder Kaliforniens mitnimmt.

Kirstin Burckhardt (*Durban, Südfrika) ist Künstlerin und Therapeutin und erforscht mit bildnerischen und performativen Mitteln die Interaktionen und seelischen Bindungen zwischen Menschen. Dabei liegen Aspekte des Körpers, der Geste, der Berührung, der Kommunikation und der Freundschaft im Zentrum ihrer Auseinandersetzung. Mario Asef (* Córdoba, Argentinien) ist Künstler und Architekt und richtet sein Augenmerk und seine ausgeprägte Kompetenz in visuell-akkustischen Aufnahmetechniken auf die komplexen Wechselwirkungen in den ökologischen Netzwerke diverser Spezies in wilder und urbaner Natur.
Gemeinsam als Duo Asef–Burkhardt entfalten sie die Sea Ranch an der amerikanischen Westküste nicht nur als facettenreichen Sehnsuchtsort einer gemeinsamen künstlerischen Suche, sondern erheben dieses spezifische Terrain auch zu ihren Leitkoordinaten einer neuen Form von dualem Wirken zwischen Zuneigung und realer Dringlichkeit. Mit dieser lebendigen Fusion zwischen künstlerischer Feldforschung und produktivem Beziehungsgeflecht macht der Kunstverein Göttingen den ersten Schritt in das neue Ausstellungsjahr.


Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. und Sparkasse Göttingen

Vernissage Asef–Burckhardt

Vernissage
Samstag, den 11. Januar um 17:00 Uhr


AKTIVES TERRAIN N°1
Asef–Burckhardt
SHELTER–BONE
Lieben in Krisenzeiten

Wir heißen Sie herzlich willkommen zur Vernissage am Samstag, den 11.01.2025 um 17:00 Uhr im ersten Obergeschoss des Künstlerhauses Göttingen. Wir beginnen mit der Begrüßung und Danksagung durch den Vorstand und einer kleinen Einführungsrede des Kurators Stephan Klee. Danach werden die diversen multimedialen Arbeiten aktiviert und das erste Mal in Göttingen zu sehen und hören sein. Unter anderem wird das Schlüsselwerk SHELTER–BONE in Cinema–Scope Format im Hauptraum projiziert. Im Laufe der weiteren Eröffnung wird die Künstlerin Kirstin Burckhardt die Performance Asef–Burckhard Burned Song, 2024 in persönlicher Interaktion mit dem Publikum realisieren. Das Kunstschaffenden–Paar Asef–Burckhardt und der Kurator werden während der gesamten Veranstaltung präsent seien und sind offen für weiterführende Fragen und Gespräche.

Sa 11.01.25, 17:00 – 20:00 Uhr
Vernissage – Empfang mit
– 17:00 Uhr: Willkommensreden
≈ 17:30 Uhr: Live–Performance von Kirstin Burckhardt: Asef–Burckhardt Burnt Song, 2024

Veranstaltungsfoto: Asef–Burckhardt SHELTER–BONE, 2023 – 2025, Fotorechte: Asef–Burckhardt, VG Bildkunst

 


 

 


Die hölzernen Wohn- und Arbeitsbauten der Sea Ranch im Norden San Franciscos wurden maßgeblich vom dem Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin und seiner Frau, der Choreographin Anna Halprin in den 1960er Jahren mit anderen ökologisch-avantgardistisch denkenden Mitstreitenden entwickelt und gebaut; die Gebäude integrieren sich beispielhaft in die raue Steilküste des Pazifiks. Seitdem ist die Ansiedlung weiter gewachsen und setzt bis heute internationale Maßstäbe für das Zusammenspiel von Architektur und Natur – also „Schutz“ und „Umwelt“.

Die gezeigten Arbeiten von SHELTER–BONE, dem aktuellen Projekt des Kunstduos Asef–Burckhardt, basieren auf umfangreichen Recherche– und Arbeitsperioden in der visionären Siedlung in Nordkalifornien und hinterfragen unter anderem die heutige Relevanz der originären Utopie der Sea Ranch. Vor dem akutem Hintergrund der globalen Umweltkrise werden dabei neue anthropologischen Fragen wie: „Was muss Architektur heute verbinden?“ und „Was muss Liebe heute leisten?“ aufgeworfen und im engen Bezug zu dieser realen Topographie künstlerisch neu erforscht. Aus kombinierten, multimedialen Arbeiten bestehend, wird das Projekt zur Zeit aktiv erweitert und fortentwickelt, um in wechselhaften Setzungen an internationalen Ausstellungsorten gezeigt zu werden. Der Kunstverein freut sich sehr, diesen Werkkomplex unter dem Leitmotiv: „Was bedeutet Schutz in unserer Zeit?“ in Göttingen zeigen zu können.

Das Jahresprogramm 2025 des Kunstvereins Göttingen TERRA DIASPORA – AKTIVE TERRAINS wird vom Kurator Stephan Klee mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern entwickelt. Den Auftakt im frischen Jahr macht das Duo Asef–Burckhardt mit einem allumgebenden, die Sinne ansprechenden Parcours aus mehreren Installationen, welcher die Betrachtenden gefühlt direkt in die von Naturgewalten geprägten Strandwälder Kaliforniens mitnimmt.

Kirstin Burckhardt (*Durban, Südfrika) ist Künstlerin und Therapeutin und erforscht mit bildnerischen und performativen Mitteln die Interaktionen und seelischen Bindungen zwischen Menschen. Dabei liegen Aspekte des Körpers, der Geste, der Berührung, der Kommunikation und der Freundschaft im Zentrum ihrer Auseinandersetzung. Mario Asef (* Córdoba, Argentinien) ist Künstler und Architekt und richtet sein Augenmerk und seine ausgeprägte Kompetenz in visuell-akkustischen Aufnahmetechniken auf die komplexen Wechselwirkungen in den ökologischen Netzwerke diverser Spezies in wilder und urbaner Natur.
Gemeinsam als Duo Asef–Burkhardt entfalten sie die Sea Ranch an der amerikanischen Westküste nicht nur als facettenreichen Sehnsuchtsort einer gemeinsamen künstlerischen Suche, sondern erheben dieses spezifische Terrain auch zu ihren Leitkoordinaten einer neuen Form von dualem Wirken zwischen Zuneigung und realer Dringlichkeit. Mit dieser lebendigen Fusion zwischen künstlerischer Feldforschung und produktivem Beziehungsgeflecht macht der Kunstverein Göttingen den ersten Schritt in das neue Ausstellungsjahr.


Wir danken unseren Förderern: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Göttingen, Landschaftsverband Südniedersachsen e.V. und Sparkasse Göttingen